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Bookbot

Volkhard Wels

    Der Begriff der Dichtung in der Frühen Neuzeit
    Kunstvolle Verse
    Triviale Künste
    Manifestationen des Geistes. Frömmigkeit, Spiritualismus und Dichtung in der Frühen Neuzeit
    • 2018

      Kunstvolle Verse

      Stil- und Versreformen um 1600 und die Entstehung einer deutschsprachigen ‚Kunstdichtung‘

      • 378 Seiten
      • 14 Lesestunden

      Kunstvolle Verse ist einer neuen Interpretation der „Poeterey“ (1624) von Martin Opitz gewidmet, also der ‚Entdeckung‘ des Prinzips der Stammsilbenbetonung und der Einführung einer alternierenden Metrik. In der Untersuchung von Volkhard Wels wird die Versreform dabei nicht wie in vielen literarhistorischen Darstellungen isoliert beschrieben, sondern in den Kontext ähnlicher Reformbestrebungen eingebettet, vor allem aber in einen europäischen Rahmen gestellt. Ihre Vorläufer genauso wie ihre Rezeption und Weiterentwicklung in den folgenden Jahrzehnten werden an den Quellen verfolgt. Auch das metrische Wissen aus der „Poetery“ wird im Rahmen einer Wissensgeschichte dieser Zeit betrachtet. Es wird sowohl in seinen sozialhistorischen wie in seinen musik-, sprach- und stilgeschichtlichen Kontexten beschrieben. Sogar die konfessionellen Auseinandersetzungen der Epoche spiegeln sich in der Verstechnik. Wels verfolgt durchgängig auch die tatsächliche Umsetzung der Regeln in der Dichtung und illustriert sie an zahlreichen Beispielen. Auf diese Weise liefert das Buch wichtige Bausteine für eine Geschichte der Dichtung im 17. Jahrhundert und gibt abschließend einen Ausblick auf die Verstechniken des 18. Jahrhunderts, wie sie mit den Namen von Klopstock und Herder verbunden sind.

      Kunstvolle Verse
    • 2013

      Das Buch behandelt den Spiritualismus der Frühen Neuzeit, der die spirituelle Gegenwart Gottes annimmt. Er zeigt sich in Theologie, Medizin, Alchemie und Literatur. Spiritualistische Tendenzen sind bedeutend in Magie, Kabbala und Hermetik und stehen im Gegensatz zu den aufkommenden Naturwissenschaften und dem Rationalismus, der die Aufklärung prägt.

      Manifestationen des Geistes. Frömmigkeit, Spiritualismus und Dichtung in der Frühen Neuzeit
    • 2009

      Gegenstand der Arbeit ist die Frage, was in der Zeit von 1450 bis 1750 als Dichtung begriffen wurde. Der erste Teil ist den Begriffen der Nachahmung und Gleichnishaftigkeit gewidmet und rekonstruiert die Rezeptionsgeschichte der aristotelischen „Poetik“, deren Nachahmungsbegriff erst sichtbar werden konnte, als die Definition der Dichtung über Gleichnishaftigkeit, Exemplarizität oder ähnliche Konzepte in den Hintergrund zu treten begann. Mitte des 17. Jahrhunderts ersetzt der Begriff der Fiktion den Begriff der Nachahmung. Der zweite Teil der Arbeit rekonstruiert die Geschichte des Enthusiasmus, der von den neuplatonisch beeinflussten Autoren um 1500 noch als göttliche Inspiration verstanden wird. Aus theologischen Gründen wird mit der Reformation die Möglichkeit einer göttlichen Inspiration bestritten. Inspiration ist jetzt nur noch eine Metapher für Begabung. Daraus entwickelt sich die Deutung des Enthusiasmus als einer besonderen „Stimmung“ des lyrischen Dichters. Damit schreibt die Arbeit die doppelte Geschichte des Begriffes der Dichtung, der in der Moderne einerseits die Fiktionalität als charakteristisches Merkmal bezeichnet, andererseits aber den spezifisch inspirierten Charakter der „Lyrik“.

      Der Begriff der Dichtung in der Frühen Neuzeit
    • 2000

      Triviale Künste

      Die humanistische Reform der grammatischen, dialektischen und rhetorischen Ausbildung an der Wende zum 16. Jahrhundert

      Die Arbeit untersucht die humanistische Reform des ‚Triviums‘ – der grammatischen, dialektischen und rhetorischen Ausbildung – zwischen 1480 und 1540 an Schulen und Universitäten. Sie ist sowohl historisch als auch systematisch angelegt, indem sie die Lehrinhalte der jeweiligen Kunst anhand ausgewählter Lehrbücher darstellt und gleichzeitig die humanistischen Neuerungen von der scholastisch-mittelalterlichen Tradition abgrenzt. Im Fokus stehen Werke von Lorenzo Valla, Rudolf Agricola, Erasmus, Juan Luis Vives und Philipp Melanchton. Die humanistischen Neuerungen betreffen vor allem die Praxisbezogenheit des Triviums, aus der sich die inhaltlichen Neuerungen ergeben. Praxisbezogenheit umfasst die Ableitung von Grammatik, Dialektik und Rhetorik aus der Beobachtung ihrer Anwendung sowie deren Nutzung zur sprachlichen, argumentativ-logischen und rhetorischen Analyse. Das Regelwerk wird deskriptiv gewonnen und in der Analyse auf die Praxis zurückgeführt. Diese Analyse bezieht alltägliche Äußerungen, politische, religiöse und literarische Texte ein. Im abschließenden Teil der Arbeit werden drei solcher Analysen präsentiert, und es wird eine dialektisch-rhetorische Analyse dreier dramatischer Bearbeitungen der Parabel vom verlorenen Sohn vorgenommen.

      Triviale Künste