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Der Sinn und die Sinne - limitierte & nummerierte Erstausgabe

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  • 440 Seiten
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Am Anfang war der Sound, dessen Echo bis heute hörbar ist. Astrophysiker erklären das konstante Rauschen als Nachhall des Urknalls, einem Begriff, der in den letzten Jahrzehnten populär wurde. Vor etwa 12 Milliarden Jahren begann „alles“ mit einem gewaltigen Getöse, das sich über Jahrmillionen zur „Sphärenharmonie“ entwickelte. Die eingängige Bezeichnung „Big Bang“ verbindet Klang, Zeit und Bedeutung und entzieht sich rein naturwissenschaftlichen Sphären. Die Alliteration und der Kontrast der Vokale i/a sowie der Klang des Konsonanten g verdeutlichen, dass selbst der heißeste Kern wissenschaftlicher Beschreibungen einen ästhetischen Überschuss aufweist. Alles, was vor 12 Milliarden Jahren begann, organisierte sich in binären Schemata: Makro und Mikro, Materie und Antimaterie, Sein und Nichts. Auch wenn der Autor gesteht, wenig über diese Materie zu verstehen, erkennt er, dass ohne binäre Schemata kein Programm gestartet oder rekonstruiert werden kann. In der medienhistorischen Perspektive lässt sich das Wissen über den Anfang alles Auf- und Anschreibbaren mit dem binären Schema Sein und Sound rekonstruieren. Auffällig ist, dass die Ursprungserzählung im entfalteten Medienzeitalter unüberhörbar mit Noise verbunden ist. Es geschieht nicht nur etwas – es geschieht mit Getöse.

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Der Sinn und die Sinne - limitierte & nummerierte Erstausgabe, Jochen Hörisch, Hans Magnus Enzensberger

Sprache
Erscheinungsdatum
2001
Einband
(Hardcover),
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Gebraucht - Gut
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Titel
Der Sinn und die Sinne - limitierte & nummerierte Erstausgabe
Sprache
Deutsch
Verlag
Eichborn
Erscheinungsdatum
2001
Einband
Hardcover
Seitenzahl
440
ISBN10
3821841958
ISBN13
9783821841953
Reihe
Beschreibung
Am Anfang war der Sound, dessen Echo bis heute hörbar ist. Astrophysiker erklären das konstante Rauschen als Nachhall des Urknalls, einem Begriff, der in den letzten Jahrzehnten populär wurde. Vor etwa 12 Milliarden Jahren begann „alles“ mit einem gewaltigen Getöse, das sich über Jahrmillionen zur „Sphärenharmonie“ entwickelte. Die eingängige Bezeichnung „Big Bang“ verbindet Klang, Zeit und Bedeutung und entzieht sich rein naturwissenschaftlichen Sphären. Die Alliteration und der Kontrast der Vokale i/a sowie der Klang des Konsonanten g verdeutlichen, dass selbst der heißeste Kern wissenschaftlicher Beschreibungen einen ästhetischen Überschuss aufweist. Alles, was vor 12 Milliarden Jahren begann, organisierte sich in binären Schemata: Makro und Mikro, Materie und Antimaterie, Sein und Nichts. Auch wenn der Autor gesteht, wenig über diese Materie zu verstehen, erkennt er, dass ohne binäre Schemata kein Programm gestartet oder rekonstruiert werden kann. In der medienhistorischen Perspektive lässt sich das Wissen über den Anfang alles Auf- und Anschreibbaren mit dem binären Schema Sein und Sound rekonstruieren. Auffällig ist, dass die Ursprungserzählung im entfalteten Medienzeitalter unüberhörbar mit Noise verbunden ist. Es geschieht nicht nur etwas – es geschieht mit Getöse.