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Das Maß des Menschen

Aporien der philosophischen Anthropologie und ihre Auflösung in der Kulturphilosophie Ernst Cassirers - Studienausgabe

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Was ist das Maß des Menschen? Wo liegt der archimedische Bezugspunkt, der es uns ermöglicht, Maß zu nehmen? Traditionell dienen uns Begriffe als Maßstäbe. Die klassischen Antworten beinhalten den Kosmos oder Gott als Maßstab. Seit dem 18. Jahrhundert wird die Ansicht vertreten, dass die Natur, deren Summe oder geschichtlicher Endpunkt wir Menschen sind, als Maßstab fungiert. Dagegen steht die Vorstellung, dass der Mensch sich in der Kultur durch seine schöpferischen Leistungen selbst einen Maßstab schafft. Gerald Hartung zeigt, dass diese Ansichten nicht nur verschiedene Epochen repräsentieren, sondern gleichzeitig existieren können. Dies ist einerseits Ausdruck einer Pluralisierung der Weltbilder und andererseits das Resultat eines langfristigen Prozesses der Destabilisierung kultureller Leitvorstellungen, besonders in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die durch Darwins Lehre geprägt ist. Hartung argumentiert, dass die philosophische Anthropologie bei Denkern wie Scheler und Plessner den Versuch darstellt, Darwins Einsichten zu akzeptieren, ohne die Sinnfrage des menschlichen Lebens aufzugeben. Mit Cassirers Transformation der philosophischen Anthropologie in eine Philosophie der menschlichen Kultur erreicht diese Disziplin ihr systematisches Ende. Die Aporien der ontologischen Vorprägung und der naturalistischen Niveausenkung werden durch eine Funktionsanalyse des Menschseins aufgelöst. Die kulturphilosophisch orienti

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Das Maß des Menschen, Gerald Hartung

Sprache
Erscheinungsdatum
2006
Einband
(Paperback),
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Titel
Das Maß des Menschen
Untertitel
Aporien der philosophischen Anthropologie und ihre Auflösung in der Kulturphilosophie Ernst Cassirers - Studienausgabe
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Gerald Hartung
Erscheinungsdatum
2006
Einband
Paperback
Seitenzahl
394
ISBN10
3938808225
ISBN13
9783938808221
Reihe
Beschreibung
Was ist das Maß des Menschen? Wo liegt der archimedische Bezugspunkt, der es uns ermöglicht, Maß zu nehmen? Traditionell dienen uns Begriffe als Maßstäbe. Die klassischen Antworten beinhalten den Kosmos oder Gott als Maßstab. Seit dem 18. Jahrhundert wird die Ansicht vertreten, dass die Natur, deren Summe oder geschichtlicher Endpunkt wir Menschen sind, als Maßstab fungiert. Dagegen steht die Vorstellung, dass der Mensch sich in der Kultur durch seine schöpferischen Leistungen selbst einen Maßstab schafft. Gerald Hartung zeigt, dass diese Ansichten nicht nur verschiedene Epochen repräsentieren, sondern gleichzeitig existieren können. Dies ist einerseits Ausdruck einer Pluralisierung der Weltbilder und andererseits das Resultat eines langfristigen Prozesses der Destabilisierung kultureller Leitvorstellungen, besonders in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die durch Darwins Lehre geprägt ist. Hartung argumentiert, dass die philosophische Anthropologie bei Denkern wie Scheler und Plessner den Versuch darstellt, Darwins Einsichten zu akzeptieren, ohne die Sinnfrage des menschlichen Lebens aufzugeben. Mit Cassirers Transformation der philosophischen Anthropologie in eine Philosophie der menschlichen Kultur erreicht diese Disziplin ihr systematisches Ende. Die Aporien der ontologischen Vorprägung und der naturalistischen Niveausenkung werden durch eine Funktionsanalyse des Menschseins aufgelöst. Die kulturphilosophisch orienti