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Erinnerungen an Jean Paul

En face # 3. Texte von Augenzeugen

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Der oberfränkische Fremdling, der nach harten Hungerjahren mit einem literarischen Sensationserfolg den Weimarer Parnass durcheinanderbrachte, war ein manisches Lesetier, das mit enzyklopädischem Wissensdrang ganze Bibliotheken exzerpierte. Er lebte gelebte Unvoreingenommenheit, hatte einen jüdischen Händler als innigsten Freund und war ein charmanter Melancholiker, der der eigenen Vergänglichkeit ins Auge blickte. Als großer Unabhängiger wurde er von Heidelberger Studenten als 'Kämpfer für Freiheit und Recht' gefeiert, während er bescheiden in einem Landgasthof nur Kartoffeln aß. Als Trinkgenie entwarf er seine Texte im Wechsel stimulierender und beruhigender Essenzen und sprengte alle literarischen Formen, indem er die Moderne vorwegnahm. Jean Paul (1763-1825) ist eine einzigartige Erscheinung in der deutschen Literatur, dessen unkonventionelles Wesen sowohl Bewunderung als auch Kontroversen auslöste. Während einige ihn als 'wie aus dem Mond gefallen' bezeichneten, schätzten andere seinen Witz und seine Herzenswärme. Eduard Berend, Herausgeber seines Gesamtwerks, veröffentlichte bereits 1913 eine erste Sammlung von Zeugnissen zu Jean Pauls Leben, gefolgt von einer erweiterten Neuauflage 1956. Die vorliegende Ausgabe ist erstmals durchgängig mit zeitgenössischem Bildmaterial illustriert und bringt die Quellen auf den aktuellen bibliographischen Stand, sodass eine der faszinierendsten Figuren der deutschen Geistesgeschichte er

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Erinnerungen an Jean Paul, Eduard Berend

Sprache
Erscheinungsdatum
2012
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Titel
Erinnerungen an Jean Paul
Untertitel
En face # 3. Texte von Augenzeugen
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Eduard Berend
Erscheinungsdatum
2012
Seitenzahl
514
ISBN10
3907142780
ISBN13
9783907142783
Reihe
Schlagwörter
Erinnerungen
Beschreibung
Der oberfränkische Fremdling, der nach harten Hungerjahren mit einem literarischen Sensationserfolg den Weimarer Parnass durcheinanderbrachte, war ein manisches Lesetier, das mit enzyklopädischem Wissensdrang ganze Bibliotheken exzerpierte. Er lebte gelebte Unvoreingenommenheit, hatte einen jüdischen Händler als innigsten Freund und war ein charmanter Melancholiker, der der eigenen Vergänglichkeit ins Auge blickte. Als großer Unabhängiger wurde er von Heidelberger Studenten als 'Kämpfer für Freiheit und Recht' gefeiert, während er bescheiden in einem Landgasthof nur Kartoffeln aß. Als Trinkgenie entwarf er seine Texte im Wechsel stimulierender und beruhigender Essenzen und sprengte alle literarischen Formen, indem er die Moderne vorwegnahm. Jean Paul (1763-1825) ist eine einzigartige Erscheinung in der deutschen Literatur, dessen unkonventionelles Wesen sowohl Bewunderung als auch Kontroversen auslöste. Während einige ihn als 'wie aus dem Mond gefallen' bezeichneten, schätzten andere seinen Witz und seine Herzenswärme. Eduard Berend, Herausgeber seines Gesamtwerks, veröffentlichte bereits 1913 eine erste Sammlung von Zeugnissen zu Jean Pauls Leben, gefolgt von einer erweiterten Neuauflage 1956. Die vorliegende Ausgabe ist erstmals durchgängig mit zeitgenössischem Bildmaterial illustriert und bringt die Quellen auf den aktuellen bibliographischen Stand, sodass eine der faszinierendsten Figuren der deutschen Geistesgeschichte er