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Moderne in der Provinz

Kulturelle Experimente im Fin de Siècle Jena

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  • 367 Seiten
  • 13 Lesestunden

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Meike G. Werner untersucht die Experimente der europäischen Moderne abseits der großen Metropolen. Während Georg Simmel in seinem Essay die Großstadt als klassischen Ort der Moderne beschreibt, verschleiert der Gegensatz zwischen Großstadt und Provinz die Komplexität der modernen Kulturgeschichte. Bedeutende Experimente fanden in Städten wie Darmstadt, Weimar, Nancy und Jena statt. Werner konzentriert sich auf Jena in Thüringen, eine deutsche Provinzstadt an der Schwelle zum 20. Jahrhundert. Hier beleuchtet sie den Eugen Diederichs Verlag sowie Intellektuelle wie Karl Korsch und Wilhelm Filtner und die Schriftstellerin Helene Voigt-Diederichs. Jena wird als intellektuelles Zentrum dargestellt, das abseits der großstädtischen Einflüsse kulturelle Produktivität förderte. Besonders hervorzuheben ist, wie Diederichs Jena nicht nur kulturutopisch neu gestaltete, sondern auch konkret veränderte, um nationale kulturelle Identität zu stiften. Werner argumentiert aus einem interdisziplinären Ansatz der amerikanischen Cultural Studies, dass die Moderne in der Provinz nicht als Gegensatz zur großstädtischen Moderne, sondern als deren Korrektur verstanden werden kann.

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Moderne in der Provinz, Meike Werner

Sprache
Erscheinungsdatum
2003
Einband
(Paperback)
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Titel
Moderne in der Provinz
Untertitel
Kulturelle Experimente im Fin de Siècle Jena
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Meike Werner
Erscheinungsdatum
2003
Einband
Paperback
Seitenzahl
367
ISBN10
389244594X
ISBN13
9783892445944
Reihe
Beschreibung
Meike G. Werner untersucht die Experimente der europäischen Moderne abseits der großen Metropolen. Während Georg Simmel in seinem Essay die Großstadt als klassischen Ort der Moderne beschreibt, verschleiert der Gegensatz zwischen Großstadt und Provinz die Komplexität der modernen Kulturgeschichte. Bedeutende Experimente fanden in Städten wie Darmstadt, Weimar, Nancy und Jena statt. Werner konzentriert sich auf Jena in Thüringen, eine deutsche Provinzstadt an der Schwelle zum 20. Jahrhundert. Hier beleuchtet sie den Eugen Diederichs Verlag sowie Intellektuelle wie Karl Korsch und Wilhelm Filtner und die Schriftstellerin Helene Voigt-Diederichs. Jena wird als intellektuelles Zentrum dargestellt, das abseits der großstädtischen Einflüsse kulturelle Produktivität förderte. Besonders hervorzuheben ist, wie Diederichs Jena nicht nur kulturutopisch neu gestaltete, sondern auch konkret veränderte, um nationale kulturelle Identität zu stiften. Werner argumentiert aus einem interdisziplinären Ansatz der amerikanischen Cultural Studies, dass die Moderne in der Provinz nicht als Gegensatz zur großstädtischen Moderne, sondern als deren Korrektur verstanden werden kann.