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Miguel Abensour

    13. Februar 1939 – 22. April 2017
    Manifest der Kommunistischen Partei
    Demokratie gegen den Staat
    • Demokratie gegen den Staat

      Marx und das machiavellische Moment

      Miguel Abensours Demokratie gegen den Staat gehört zu den Klassikern der radikalen Demokratietheorie und der kritischen Theorie. In seinem faszinierenden Buch schlägt Abensour eine Theorie der aufständischen Demokratie vor, die politische Freiheit mit einer lebendigen Kritik von Herrschaft verbindet. Überraschenderweise nimmt er für diesen Versuch seinen Ausgang bei Karl Marx, der gemeinhin nicht als bedeutender Demokratietheoretiker gilt. Abensour gelingt es jedoch in souveräner Manier, in den Texten des frühen Marx eine Theorie der »wahren Demokratie« freizulegen. In dieser fällt die Demokratie nicht mit dem Staat zusammen. Vielmehr entsteht sie aus dem Volk heraus, das eine öffentliche Sphäre für Konflikte schafft, die sich den staatlichen Apparaten und den in ihnen repräsentierten Machtverhältnissen entgegenstellt. Es ist eine »Demokratie gegen den Staat«, welche sich jeder Unterordnung verweigert und gegen die Auflösung der Politik in Bürokratie und Repräsentation rebelliert. Mit Abensour lernen wir, sie zu denken.

      Demokratie gegen den Staat2012
    • Als Karl Marx und Friedrich Engels Mitte des 19. Jahrhunderts am »Kommunistischen Manifest« arbeiten, geht es ihnen nicht um einen willkürlichen Umsturz der politischen Verhältnisse: Jene Revolution des Proletariats, die ihnen vorschwebt, soll historisch begründet sein – als notwendige Folge einer geschichtlichen Entwicklung, durch die sich die Frage nach sozialer Gerechtigkeit neu und immer dringlicher stellt. Marx’ und Engels’ kraftvolle Vision einer klassenlosen und dadurch gerechten Gesellschaft macht »Das kommunistische Manifest« zu einer bis heute äußerst anregenden Lektüre.

      Manifest der Kommunistischen Partei1998
      3,7