Grete Reiner Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)





Der Krieg als Farce Ein scheinbar naiver Tunichtgut entlarvt im bekanntesten Schelmenroman des 20. Jahrhunderts die gnadenlose Brutalität des Krieges. Josef Schwejk, vor Jahren von der einer Kommission für blöd erklärt, und daher vom Militärdienst bisher verschont, erhält nach dem Attentat von Sarajevo doch noch seine Einberufung in das österreichisch-ungarischen Herr. Von nun an erlebt man Schwejks Parforceritt gegen die Windmühlen des Militärs. Er wird von Dienstheer zu Dienstherr weitergegeben, einer unfähiger und dümmer als sein Vorgänger. Obrigkeitsdenken, Kadavergehorsam, Sterben fürs Vaterland treffen auf die Bauernschläue eines Zivilbürgers. Das ewige "Melde gehorsamst“ mit dem der brave Soldat jeden zweiten Satz beginnt, wandelt sich in den Ohren des Lesers zu einem "Hör mal zu, Du dummer Lamettaträger …“ Null Papier Verlag 1. Auflage Umfang: 977 Normseiten bzw. 1075 Buchseiten
Thronfolger Franz Ferdinand wird ermordet und der Erste Weltkrieg beginnt. Auch der Prager Hundehändler Josef Schwejk, obwohl von einem Militärarzt »endgültig für blöd« erklärt, gerät in die Mühlen des Militärbetriebs – ob nun im bürokratischen Irrsinn, beim Oberleutnant Lukasch oder an der Front. Mit kalkulierter und ach so sympathischer Naivität setzt sich Schwejk gegen den Unsinn des Krieges zu Wehr. Der Militärapparat wird in allen Einzelheiten par excellence vorgeführt. Jaroslav Hašek ist mit Schwejk eine einzigartige Figur in der Literatur und eine großartige Satire wider den Militarismus gelungen. Eine zeitlose Satire auf die Sinnlosgkeit des Krieges. Hier kriegen alle ihr Fett ab, ob Obrigkeitshörige, Militärs oder Priester. Urkomisch und erschütternd zugleich. Ein Antiheld an der Ostfront im Ersten Weltkrieg »Und so griff der gute Soldat Švejk auf seine nette, liebenswürdige Art in den Weltkrieg ein.«