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Holger Pils

    Elisabeth Mann Borgese und das Drama der Meere
    Wollust des Untergangs, 100 Jahre Thomas Manns Der Tod in Venedig
    • Über die Rezeption eines der wirkungsmächtigsten Texte von Thomas Mann. 1912 erschien die Novelle »Der Tod in Venedig« - bis heute einer der wirkungsmächtigsten Texte im Gesamtwerk Thomas Manns. Die Geschichte von Gustav von Aschenbach forderte zahlreiche Künstler heraus und rief ein breites Spektrum an Deutungen hervor: Psychoanalytische, mythologische, biografische, sprachanalytische, poetologische und kulturgeschichtliche Interpretationen bemühen sich seit einhundert Jahren, der beunruhigenden Faszination dieser Erzählung auf die Spur zu kommen. Neben wissenschaftlichen Untersuchungen zu erzählerischen Strategien des Textes behandelt der reich bebilderte Band den Film von Luchino Visconti sowie die gleichnamige von Benjamin Britten geschaffene Oper. Erstmalig versammelt sind die Texte von Schriftstellern, die ihre Leseerlebnisse reflektieren, sowie bildkünstlerische Arbeiten von mehr als zwanzig Künstlern, die über einen Zeitraum von beinahe einhundert Jahren entstanden sind. Mit Beiträgen von: Andreas Blödorn, Bernd Hamacher, Tim Lörke, Sascha Mink, Martin Nies und Peter Zander sowie Texten von Daniel Kehlmann, Wolfgang Koeppen, Mario Vargas Llosa und Herbert Rosendorfer Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung im Buddenbrookhaus, Lübeck (3.2. – 28.5.2012) und im Literaturhaus München

      Wollust des Untergangs, 100 Jahre Thomas Manns Der Tod in Venedig
    • „Wir müssen die Ozeane retten, wenn wir uns selbst retten wollen.“ Dieses Zitat von Elisabeth Mann Borgese spiegelt ihren leidenschaftlichen Einsatz für den Schutz der Ozeane wider, der Teil ihres Engagements für eine gerechtere Welt war. Als Tochter von Thomas Mann war das Meer ein zentrales Motiv in ihrem Leben. Sie besaß vier Staatsbürgerschaften und war aktiv im Club of Rome, gründete das International Ocean Institute und spielte eine entscheidende Rolle bei der UN-Seerechtskonferenz, die zum Internationalen Seerechtsübereinkommen von 1982 führte. Zudem war sie als Autorin und Professorin für Politikwissenschaft in Halifax tätig und widmete sich intensiv den Meeren. In Deutschland wurde sie durch das Doku-Drama 'Die Manns' bekannt, wo sie charmant ihre Familiengeschichte kommentierte. Anlässlich einer Ausstellung im Lübecker Buddenbrookhaus erscheint nun dieser erste wissenschaftliche Sammelband, der mit zahlreichen Fotos illustriert ist. Er vereint Beiträge aus verschiedenen Fachbereichen wie Literaturwissenschaft, Rechtswissenschaft und Meeresforschung sowie persönliche und literarische Texte, eine Bibliografie und eine Lebenschronik. So entsteht ein faszinierendes, vielschichtiges Porträt dieser engagierten Anwältin der Meere, das auch in Kiel, Berlin und München gezeigt wird.

      Elisabeth Mann Borgese und das Drama der Meere