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Helena Janeczek

    Helena Janeczek ist eine Schriftstellerin, deren Werk sich mit vergessenen Narrativen und marginalisierten Stimmen der Geschichte befasst. Ihr Schreiben hat oft eine zutiefst autobiografische Resonanz und erforscht Themen wie Identität, Erinnerung und die Last der Vergangenheit. Sie schafft Prosa, die sowohl eindringlich als auch aufschlussreich ist und ergreifende menschliche Erfahrungen vor bedeutenden historischen Kulissen zum Leben erweckt. Janeczeks unverwechselbarer literarischer Ansatz fordert die Leser heraus, sich mit der Komplexität der Geschichte und den bleibenden Auswirkungen einzelner Leben auseinanderzusetzen.

    Mater amena
    Drei Frauen in Schwarz
    Lektionen des Verborgenen
    Essen
    Die Schwalben von Montecassino
    Das Mädchen mit der Leica
    • Das Mädchen mit der Leica

      Roman

      • 352 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Gerda Taro. Als Gerta Pohorylle in Stuttgart geboren, in der Schweiz erzogen, in Leipzig zur überzeugten Sozialistin geworden, floh sie vor den Nazis nach Paris. Dort begegnete sie Robert Capa, auch er ein Hunger leidender jüdischer Flüchtling. Die beiden verlieben sich und arbeiten von nun an gemeinsam. Beide dokumentierten sie den Spanischen Bürgerkrieg, aber sie bezahlte diesen Einsatz mit dem Leben. Zu ihrer Beerdigung in Paris kamen Zehntausende; Capa führte mit Louis Aragon und Pablo Neruda den Trauerzug an und Alberto Giocometti schuf ihr Grabmal. Dann wurde Gerda Taro vergessen - bis 2007 in New York ein lang verschollener Koffer geöffnet wurde, darin fand man ihre Negative ... Wer war diese ungewöhnliche junge Frau, die ein paar Jahre lang ganz Paris den Kopf verdrehte? Helena Janeczek hat sie in diesem preisgekrönten Roman behutsam nacherfunden. Aus den Splittern der Erinnerung dreier alter Freunde setzt sie ein Bild zusammen und setzt Gerda Taro damit ein berührendes, weit über die sensationellen Fakten hinausreichendes, literarisches Denkmal. »Dem Vergessen entrissen, das Gesicht einer Frau - das der rebellischen, mutigen, Fotopionierin Gerda Taro. Helena Janeczek gelingt mit ihrem Roman ein perfektes Abbild dieses Feuerwerks der Leidenschaften.« Vanity Fair, Italien

      Das Mädchen mit der Leica
      2,7
    • Essen

      • 281 Seiten
      • 10 Lesestunden

      Ein poetischer und nachdenklich stimmender Roman über das Frauenthema Essen und wie es das Leben beeinflusst.Diäten machen einsam und unglücklich, und um sich die Zeit der Entbehrungen angenehmer zu gestalten, sucht die junge Ich-Erzählerin ein Studio auf, in dem die Kosmetikerin Daniela ihr ein Wohlfühlprogramm mit Massage verpasst und Durchhalteparolen formuliert. Dabei kennt auch Daniela die negativen Seiten des Essens. Die beiden Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aus unterschiedlichen Ländern stammen und dennoch ein ähnliches Schicksal teilen, kommen sich näher und nehmen den Leser mit in die Welt des Essens – als Flucht und als Krankheit, als Lust und als Zwang, als Rebellion und als Anpassung.

      Essen
    • Lektionen des Verborgenen

      • 189 Seiten
      • 7 Lesestunden

      „Moi, depuis un bon moment déjà, il y a une chose que j’aimerais savoir. J’aimerais savoir s’il est possible de transmettre des connaissances et des expériences non avec le lait maternel, mais bien avant, à travers le placenta ou je ne sais comment, parce que le lait de ma mère, je ne l’ai pas bu, mais j’ai, en revanche, une faim atavique, une faim de mort de faim qu’elle, ma mère, n’a plus. Ainsi s’interroge, dès le début du livre, la narratrice dont la mère, juive polonaise, a survécu à la Shoah qui a englouti toute sa famille. Car la vie quotidienne est imprégnée de cette expérience que les mots sont impuissants à communiquer. D’où le “dressage” continuel et parfois insupportable que la mère impose à sa fille, pour la prémunir contre les dangers, réels ou imaginaires, sans cesse aux aguets. D’où ce sentiment d’être étrangère au monde allemand et à sa culture, même si l’Allemagne a été, par la suite et pour un temps, leur terre d’adoption. Un voyage accompli ensemble, à Auschwitz-Birkenau, et raconté avec une pudeur infinie, permettra, malgré la douleur qu’il suscite, de rapprocher mère et fille, dans la tendresse et la compassion. Par étapes, graduellement, Helena Janeczek nous conduit au bord d’un abîme, dans ses propres ténèbres et dans celles de son histoire familiale : pour dépasser la stupéfaction devant le mal, il faut peut-être oser le regarder en face.

      Lektionen des Verborgenen
    • Sydney in den Fünfzigerjahren: Nach ihrem Examen hilft Lisa im berühmten Kaufhaus F.G. Goode aus. In der Abteilung für Cocktailkleider trifft sie auf Patty, Fay und Miss Jacobs, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Patty ist 31 und in ihrer Ehe unglücklich, Fay stürzt sich von einem Herzensabenteuer ins nächste, und Miss Jacobs, deren Vorname ein Geheimnis bleibt, ist die unangefochtene graue Eminenz. Dann ist da noch Magda, die in der Abteilung für Abendkleider arbeitet und als einzige der Frauen mit Leichtigkeit durchs Leben zu gehen scheint. Am Ende der Saison wird das Leben jeder der Frauen in eine unerwartete Richtung geschwenkt haben. Unter dem Titel "Ein Sommer in Sydney" bei Fischer erschienen.

      Drei Frauen in Schwarz
      3,3
    • Mater amena

      Il mare salvato dai ragazzini

      • 160 Seiten
      • 6 Lesestunden
      Mater amena