Martina Hefter Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)






Nach der Sonne schauen: Roman
- 256 Seiten
- 9 Lesestunden
»Ein so trauriges und zugleich witziges Buch, so elegant und zart, wie ich es nicht nur auf Deutsch lange nicht gelesen habe, ein Roman über Krankheit und Alter und Einsamkeit und das Internet und die Schönheit der Fiktionen.« Daniel Kehlmann Tagsüber hilft Juno ihrem schwerkranken Mann Jupiter, den Alltag zu meistern. Außerdem ist sie Künstlerin, tanzt und spielt Theater. Und nachts, wenn sie wieder einmal nicht schlafen kann, flüchtet sie ins Internet und chattet mit Love-Scammern. Sie spielt Spielchen mit Männern, die sie anlügen, und wird dabei selbst zur Lügnerin. Eines Tages trifft Juno auf Benu, der ihre Behauptungen ebenso durchschaut wie sie seine. Denn belügt man sich beim Lügen nicht zuallererst selbst? Trotz der Entfernung zwischen ihnen entsteht eine Verbindung. – Martina Hefter hat einen berührenden Roman über Bedürfnisse und Sehnsüchte im Leben geschrieben. Und darüber, wie weit man bereit ist, für die Liebe zu gehen. Deutscher Buchpreis 2024 Großer Preis des deutschen Literaturfonds 2024 Wiesbadener Literaturpreis 2024 Nominiert für den Bayerischen Buchpreis 2024 Prix Grand Continent
Martina Hefter hebt Zeit und Raum im Erzählen auf, in einer sinnlichen Sprache, die die Erdenschwere ins Schweben bringt. Sie erzählt mit spielerischer Kraft und Beweglichkeit, umkreist ihre Gegenstände und kehrt zum Ausgangspunkt zurück - eine Feier des Unterwegsseins. Nach einer langen Bahnfahrt trifft eine Familie mit zwei kleinen Kindern in Leipzig ein, zurück von ihrem Urlaub auf der Ostseeinsel Rügen. Doch die Eltern fühlen sich mit ihren unterschiedlichen Herkunftsorten nicht ganz zu Hause. Ob aus dem Osten oder Westen, Leipzig bleibt für beide ein unwirklicher Ort. Abschiednehmen, Unterwegssein, Ankommen - Hefter wirft ihr Erzählnetz weit aus. Szenen aus den Urlaubstagen werden erinnert, etwa als die Kinder in der Nähe der Steilhänge am Meer verschwinden und die Suche nach ihnen sich zu Stunden dehnt. Auch Bilder aus einer westdeutschen Kindheit tauchen auf, das lange zurückliegende Ausreißen aus dem Heimatort in den Alpen und die Flucht über die österreichische Grenze nach Italien. Zudem ist da der schwarze Mann, der während der Olympischen Spiele in München mit einem Maschinengewehr auf einem Balkon steht, und die Abwesenheit einer Freundin, mit der die Protagonistin Kindheit und Jugend teilte und die nach der Wiedervereinigung einige Wochen auf Rügen verbrachte, aber nie zurückzukehren scheint.
Ein Roman voll spielerischer Kraft und großer BeweglichkeitMarlen hat Nachtdienst an der Rezeption des Hotels ihrer Mutter irgendwo in den Bergen. Während sie arbeitet, packt ihr Lebensgefährte Raimund seine Koffer in ihrem Haus, dessen Lichtschein sie auf der anderen Seite des Tals wahrnimmt. In zwölf Kapiteln erzählt Marlen von der »Nacht, in der Raimund fortgehen wird« und durchbricht dabei die Grenzen der Hotellobby.