§B§Eine aufregende Nacht in einer vergessenen Welt§S§§In einem Dorf in den Abruzzen ereignet sich ein Verbrechen. Eine Art Ritualmord. Renzo Paris erzählt die spannende Geschichte eines Kriminalfalls, der sich 1923 ereignet hat, und lässt dabei eine archaische, längst untergegangene Welt noch einmal lebendig werden. In einer Winternacht werden aus der Kirche von Celano die Reliquiare der drei lokalen Patrone gestohlen. Durch dieses Sakrileg zutiefst aufgebracht, bringen die Dorfbewohner einen der vermeintlichen Täter, einen Waldarbeiter, auf brutale Weise um. Die Tat, der Fall Tomei, wurde nie gesühnt, denn die gerade an die Macht gekommenen Faschisten wollten und konnten nicht zugeben, dass auch sie gegen diese uralten Strukturen und Verhaltensmuster nichts vermochten. Renzo Paris, dessen Mutter aus dem Dorf stammt, rekonstruiert in seinem packenden Roman noch einmal dieses Verbrechen. Die "Gebildeten" des Dorfes - Pfarrer, Lehrer, Arzt - erzählen die Ereignisse, und dur ch ihre Hilflosigkeit angesichts der Tat und ihre schockierten Kommentare entsteht das spannungsreiche Bild einer archaischen Welt, die sich rationalen Regeln und Gesetzen entzieht. Ein anderer, berühmter Chronist der Abruzzen, zu jener Zeit auf der Flucht vor den Faschisten in der Gegend von Celano untergetaucht, wird auch Zeuge des Verbrechens - Ignazio Silone.§
Renzo Paris Bücher
Dieser Autor erlangte Anerkennung für seine respektlosen und bissigen Romane, die sich mit der Generation der Proteste von '68 auseinandersetzen. Seine literarische Produktion befasst sich oft mit Themen, die mit dieser turbulenten Zeit verbunden sind, und bietet eine einzigartige Perspektive auf gesellschaftliche und politische Umwälzungen. Das Schreiben des Autors zeichnet sich durch seine Schärfe und einen kompromisslosen Ansatz aus, der die Leser zum Nachdenken anregt. Neben seiner fiktionalen Arbeit beschäftigt er sich auch mit Literaturkritik und Studien über bedeutende Schriftsteller, wodurch er seine künstlerischen Bestrebungen bereichert.




Amori
- 136 Seiten
- 5 Lesestunden
Poeta della gente comune, cantore della «semplice» poesia della vita, Jacques Prévert (1900-1977) seppe conquistarsi senza fatica una popolarità che forse non ha uguali in tutto il Novecento. Poeta innamorato dell'amore, degli amici e dell'arte, della pioggia, del sole e degli incontri sui boulevards o nei caffè parigini, riversò nelle sue pagine, limpide e dense come quelle dei classici, l'essenza preziosa della quotidianità. Le sue più belle liriche d'amore, raccolte in questo volume, rappresentano con fresca immediatezza il meraviglioso dell'amore e della vita.
Den Teufel im Leib: Der moderne Klassiker neu übersetzt von Hinrich Schmidt-Henkel
- 159 Seiten
- 6 Lesestunden
Mit siebzehn Jahren schrieb Raymond Radiguet dieses Meisterwerk, das zu einem der erfolgreichsten Bücher des 20. Jahrhunderts wurde. Hinrich Schmidt-Henkel, für seine Neuübersetzung von Célines »Reise ans Ende der Nacht« gefeiert, überträgt den Roman erstmals in einen zeitgemäßen Ton. »Ich weiß, dass ich mich Vorwürfen aussetze. Aber kann ich etwas dafür? Ist es mein Fehler, dass ich wenige Monate vor Kriegsbeginn zwölf Jahre alt wurde? Alle, die mich verurteilen, sollten sich vor Augen führen, was der Krieg für so viele Heranwachsende wie mich bedeutete: vier Jahre große Ferien.« François ist fünfzehn Jahre alt, als er sich in die achtzehnjährige Marthe verliebt, deren Ehemann im Ersten Weltkrieg kämpft. Zwischen den Heranwachsenden entspinnt sich eine ebenso leidenschaftliche wie aussichtslose Affäre. Als Marthe von François ein Kind erwartet, bricht eine Katastrophe über die Liebenden herein. Das Erscheinen des Romans, der durch seinen unschuldigen und zugleich kühl analysierenden Ton besticht, löste 1923 einen Skandal aus, verschaffte Radiguet aber auch glühende Bewunderer wie Paul Valéry, Jean Cocteau und Pablo Picasso.