Günter Kunert beschreibt auf tragikomische Weise sein deutsches Leben. Als Kind erlebt er, wie die Familie der jüdischen Mutter in deutschen Konzentrationslagern umgebracht wird. Als junger Künstler muß er mit ansehen, wie aus den hohen Idealen des Sozialismus ein bürokratischer Unterdrückunggsstaat wird. Und als Erwachsener wird er gezwungen, sein Land zu verlassen. Er rekapituliert die Stationen seines Lebens mit dem heiteren Blick eines Pessimisten, der auf mutige Weise sein Leben gelebt und durchgesetzt hat.
Günter Kunert Bücher
Günter Kunert zählte zu den vielseitigsten und bedeutendsten Schriftstellern seiner Zeit. Sein umfangreiches Werk umfasst Lyrik, Kurzgeschichten, Essays, Aphorismen, satirische Texte und sogar Science-Fiction. In seinen Arbeiten nahm er eine kritische Haltung zu Themen wie Fortschrittsglauben, Nationalsozialismus und der Politik des DDR-Regimes ein. Während seine frühen Gedichte dem sozialistischen Realismus verpflichtet waren, entwickelte er später eine zunehmend skeptische und pessimistische Haltung, die seinen sich wandelnden Blick auf die Welt widerspiegelt.







Dieser Gedichtband ist Kunerts erster Rückblick von Westdeutschland in den Osten und auf seinen Neuanfang. Er wechselt zwischen Ironie und Melancholie und analysiert die Welt, um ihre Teile poetisch auf ihre Tauglichkeit zu prüfen.
Der alte Mann spricht mit seiner Seele
- 105 Seiten
- 4 Lesestunden
Gast aus England
- 157 Seiten
- 6 Lesestunden
Erzählung: Der Ostberliner Verlagslektor Hans-Dieter Zürner sucht eine ganze Nacht lang Mr. Crossworth, einen britischen Dichter, den "Gast aus England". Das führt zu einer Odyssee durchs nächtliche Ostberlin. Eine Leiche wird der stumme Begleiter des Protagonisten. Der alltägliche Vorgang wird zu einer Kette von Katastrophen und grotesken Ereignissen.
Erinnerung an einen Planeten. Gedichte aus fünfzehn Jahren.
- 93 Seiten
- 4 Lesestunden
Diesseits des Erinnerns
- 246 Seiten
- 9 Lesestunden
Mythos Odysseus
- 189 Seiten
- 7 Lesestunden
Mythen der Weltkultur und die Geschichte ihrer Deutungen Zu den wichtigsten Figuren der griechischen Mythologie zählt Odysseus, der Abenteurer der homerischen Odyssee. Als listenreicher Weiser oder skrupelloser Machtpolitiker ist er seit Jahrhunderten Muse und Motiv für Literaten aus ganz Europa. Seine Popularität verdankt er nicht zuletzt seinem pioniergleichen Kampf gegen das Schicksal und die göttliche Bestimmung. Besonders das 20. Jahrhundert, dessen Schlagwörter Individualität und Selbstverwirklichung heißen, kürt in Odysseus einen antiken und doch höchst modernen Helden: Der Irrfahrer wird zum Inbegriff des entwurzelten, orientierungslosen Menschen, seine Odyssee ein Sinnbild für die Reise ins menschliche Innere.
Nacht Vorstellung. Gedichte
- 90 Seiten
- 4 Lesestunden
Günter Kunert, einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dichter, veröffentlicht mit "Late Show" einen neuen Gedichtband. Er kombiniert Ironie, Melancholie und Lachen, um menschliche Geheimnisse zu enthüllen, die in öffentlichen Reden fehlen. Seine Gedichte reflektieren Erinnerungen und private Gedanken und zeigen die Vielfalt seines Talents.
So und nicht anders
- 167 Seiten
- 6 Lesestunden
German
Die zweite Frau
Roman
SPIEGEL-Bestseller - Die Wiederentdeckung eines Klassikers der deutschsprachigen Literatur. In einer Truhe fand Günter Kunert ein Manuskript, das er vor fast fünfundvierzig Jahren geschrieben hatte – einen Roman, so frech, brisant und »politisch unmöglich«, dass Kunert, der damals noch in der DDR lebte, ihn gar nicht erst einem Verlag vorlegte. »Absolut undruckbar«, wusste er und vergrub das Manuskript so tief in seinem Archiv, dass er selbst es vollkommen vergaß und nur zufällig wiederfand. Der männliche Protagonist sucht nach einem Geschenk zum vierzigsten Geburtstag seiner Frau; die Auswahl in den Geschäften ist ebenso entmutigend wie seine Einfallslosigkeit, schließlich tauscht er Mark der DDR in Westgeld, um im Intershop einzukaufen, und macht dort unbedachte Bemerkungen. So nimmt eine Tragikomödie um Montaigne, Missverständnisse und Stasi-Tumbheit ihren Lauf.
Sinn und Form
- 140 Seiten
- 5 Lesestunden
Frankfurter Anthologie
Gedichte und Interpretationen, herausgegeben von Marcel Reich-Ranicki
- 311 Seiten
- 11 Lesestunden
Vor über fünfunddreißig Jahren, am 15. Juni 1974, startete Marcel Reich-Ranicki ein in der europäischen Literaturgeschichte einmaliges Unternehmen: Unter dem Motto »Der Dichtung eine Gasse« stellt er seitdem in jeder Samstagsausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Gedichte aus sämtlichen Epochen deutscher Lyrik vor, jedes erläutert von einem namhaften Interpreten. Die Bände der Frankfurter Anthologie fassen die Gedichte und Interpretationen eines Jahrgangs zusammen. Mit dem dreiunddreißigsten Band liegen insgesamt über 1750 Gedichte vor.
Frankfurter Anthologie. Bd.8. Gedichte und Interpretationen
- 300 Seiten
- 11 Lesestunden
Der achte Band der "Frankfurter Anthologie" enthält sechzig Gedichte mit Interpretationen, die zwischen Oktober 1982 und Dezember 1983 in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" veröffentlicht wurden. Die Beiträge sind chronologisch nach den Geburtsdaten der Dichter geordnet und umfassen Werke von Martin Luther bis Ulla Hahn.
Unschuld der Natur
52 Figurationen leibhafter Lieb
Die über 100 Gedichte von "Stilleben" sind ein Resümee seiner Erfahrungen mit dem anderen Teil Deutschlands, seiner Staatsbürokratie, dem neuen Leben und der langsam wachsenden Einsicht, dass unsere gesamte Welt bedroht ist. "Die hier beschriebene Hoffnungslosigkeit lähmt nicht, sondern gibt Kraft, und wenn es auch nur die ist, in Zweieinigkeit durch die hereinbrechende Finsternis zu gehen." (Süddeutsche Zeitung)
Camera obscura
- 126 Seiten
- 5 Lesestunden
Literaturmagazin 14
Die Literatur blüht im Tal. Gespräche - Essays - Neue Prosa und Lyrik
Da hockt's im Moos zwei Spannen gross
- 192 Seiten
- 7 Lesestunden
Im weiteren Fortgang : Gedichte
- 117 Seiten
- 5 Lesestunden
Ein anderer K.
- 44 Seiten
- 2 Lesestunden
Die Beerdigung findet in aller Stille statt
- 120 Seiten
- 5 Lesestunden
"Gunter Kunert schreibt eine temperamentvolle und kraftige, ammutige und pragnante, dynamische und rhythmisch federnde, eine evozierende und zugleich kommentierende Prosa, die anschaulich, aber niemals beschaulich ist."--Marcel Reich-Ranicki in der Zeit
Warnung vor Spiegeln. Unterwegs nach Utopia. Abtötungsverfahren. Gedichte
- 263 Seiten
- 10 Lesestunden
Die Botschaft des Hotelzimmers an den Gast. Aufzeichnungen
- 346 Seiten
- 13 Lesestunden
Günter Kunerts Kompendium behandelt Themen wie Leben, Liebe, Kinderspiele und Träume. Es vereint die schreckliche und erheiternde Wahrheit und ist das Lebens- und Lesebuch eines großen Dichters.
Die Schreie der Fledermäuse. Geschichten, Gedichte, Aufsätze
- 383 Seiten
- 14 Lesestunden
Mein Golem. Gedichte
- 85 Seiten
- 3 Lesestunden
Günter Kunerts neue Gedichte reflektieren die Veränderungen und Maskeraden der Menschheitsgeschichte, die von der Weimarer Republik über den Faschismus bis zur DDR reichen. Sie thematisieren den Golem, den der Mensch geschaffen hat und der mächtiger geworden ist als er selbst.
Nordfriesland im Licht. Auf Emil Noldes Spuren
- 112 Seiten
- 4 Lesestunden
Emil Noldes Werk gilt als eines der revolutionärsten des 20. Jahrhunderts. Dieses Buch beleuchtet sein Leben, geprägt von der norddeutschen Heimat, und untersucht das Zusammenspiel von Licht, Farbe und Landschaft in seinen Bildern. Günter Kunert, Anna Brenken und Heinz Teufel erforschen die Einflüsse auf Nolde und sein Schaffen.
Günter Kunert (1929-2019) war ein bekannter Dichter, der jedoch auch als Filmautor über 48 Jahre hinweg 63 Filme, Serien und Essays verfasste. Seine Texte zeichnen sich durch Fabulierfreude, Bilderreichtum und intelligenten Witz aus. Kunert kritisierte die DDR-Zensur und hinterfragte die Zumutbarkeit von Wahrheit für den Menschen. Diese Sammlung präsentiert erstmals alle seine filmischen und nicht realisierten Werke.
In diesem Band versammelt Günter Kunert Geschichten, Parabeln und Grotesken, die eine auf den Kopf gestellte Realität und den Einbruch des Phantastischen in die Normalität thematisieren. Sie erkunden den Zwischenbereich der plötzlichen Grenzüberschreitung.
Verspätete Monologe
- 153 Seiten
- 6 Lesestunden
German
Literatur im Widerspruch
- 131 Seiten
- 5 Lesestunden
Berlin beizeiten
Gedichte
Kunert widmet den ersten Teil seines Gedichtbandes seinen Erinnerungen an Berlin, wo er geboren wurde und wo er nach dem Krieg mit dem Schreiben begann. Seine neue Heimat Norddeutschland, Reisen und Veränderungen bestimmen thematisch den zweiten und dritten Teil. Im vierten kommen die Dichterkollegen zur Sprache, denen er sich besonders verbunden fühlt.
Grammatisches Beiheft
- 68 Seiten
- 3 Lesestunden
Gedichte
- 47 Seiten
- 2 Lesestunden
Jeder Wunsch ein Treffer
- 76 Seiten
- 3 Lesestunden
Die befleckte Empfängnis
- 190 Seiten
- 7 Lesestunden
Aus vergangener Zukunft
- 214 Seiten
- 8 Lesestunden
Erzählen, das heißt für Günter Kunert, dem Leser die Wahrheit zumuten. Seine pointierten, bösartigen und immer ungeheuer komischen Geschichten halten der menschlichen Spezies einen Spiegel vor, in dem diese sich nicht immer gern erkennt. In seinen Geschichten aus Ost und West, von gestern und morgen, erzählt er vom Alltäglichen und vom Ungewöhnlichen – und vom Ungewöhnlichen im Alltäglichen. „Günter Kunert ist ein bemerkenswert bissiger Chronist, der das Ungeheuerliche nicht übersieht, sondern es benennt“, so charakterisierte ihn das Deutschlandradio. Für die deutschsprachige Literatur der Gegenwart ist dieser Erzähler unverzichtbar.
Zisterzienserdörfer
- 137 Seiten
- 5 Lesestunden
Die Ansiedlung der Zisterzienser in der Mark Brandenburg beginnt im 12. Jahrhundert. Vom späten Mittelalter bis in die frühe Neuzeit gehörten die Dörfer Werder, Rehfelde, Zinndorf, Hennickendorf, Herzfelde, Lichtenow, Rüdersdorf, Kagel, Kienbau, Klosterdorf und Hönow den Zisterziensermönchen des Klosters Zinna. An die Mönchszeit erinnern die Feldsteinkirchen in den ehemaligen Klosterdörfern.
Freundschaft
- 256 Seiten
- 9 Lesestunden
Freundschaften bereichern unser Leben und machen uns glücklicher. Und gerade in Zeiten, in denen sich traditionelle Bindungen auflösen, werden Freunde zunehmend wichtiger. Freundschaft hat viele Formen. Es gibt Freunde fürs Leben, die von klein auf zusammenhalten, und es gibt Freunde, die wie eine Familie zusammenleben. Es gibt Freundschaften, die Grenzen überwinden, Kontinente überspannen oder Generationen verbinden, und es gibt andere, die nur in den sozialen Netzwerken des Internets bestehen. Für den vorliegenden Band hat Richard Riess mehr als fünfzig namhafte Autoren aus allen Bereichen von Gesellschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur versammelt, die ihre persönliche Sicht auf die Freundschaft darlegen. Zu den Autoren gehören u. a. Dietrich Grönemeyer, Henry Kissinger, Jens Jessen, Rüdiger Safranski, Uwe Timm und Eva Zeller. Sie alle zeigen, wie wichtig die Freundschaft für uns ist und machen das Buch zu einem einzigartigen Leseerlebnis.
Katzen
- 96 Seiten
- 4 Lesestunden
Auf leisen Pfoten
- 104 Seiten
- 4 Lesestunden
Der Sturz vom Sockel
- 149 Seiten
- 6 Lesestunden
Kunert kann kein Mitleid und kein Verständnis dafür aufbringen, daß heute Intellektuelle von einer »bedrohten Identität« sprechen, wenn sie nach Osten blicken, denn diese »Identität« gab es bestenfalls in den Machtzentralen der Partei. Statt Lamento und Larmoyanz ist jetzt Selbstbewußtsein und Selbstverständnis gefordert, um die Wahrheit hinter der ideologischen Verblendung zu retten.
Toskana
- 155 Seiten
- 6 Lesestunden
"Elbsandsteingebirge, Berlin, Buchenwald (das ehemalige Konzentrationslager), Schleswig-Holstein, London, Prag, Amsterdam, Avignon und Bomarzo. Das sind nur einige Stationen von Kunerts "ziellosen Umtrieben," den Reisen der letzten beiden Jahrzehnte. Der Ost-Berliner Lyriker, der seit Ende 1979 in der Bundesrepublik wohnt, ist empfänglich für die Erfahrung der Fremde. Landschaft trägt für ihn das Gesicht der Geschichte und ist zugleich auch sinnlicher Eindruck, Erlebnis. Tagebuchartige Frische und sprachliche Präzision, die auf das Wesentliche vorstösst, geben diesen Texten den Reiz der Begegnung."
Für die hier gesammelten Aufsätze Günter Kunerts, die die Motivation des Schreibers und den Vorgang des Schreibens auf eine so mustergültige wie subtile Weise erläutern, gilt, dass sie selber Teil der schriftstellerischen Praxis sind: Lyrik und Reflexion haben aufs engste miteinander zu tun. Wie Brecht, der sich auf beides verstand, hat auch sein ehemaliger Schüler Günter Kunert sowohl die Neigung wie auch die Kenntnisse, nicht nur eigene, sondern auch historische Texte zu analysieren. Er geht immer von seiner Praxis aus, was nicht nur die Lebendigkeit und den unakademischen Zugriff garantiert, sondern vor allem Einblicke gewährt in die Werkstatt des Schriftstellers, die amüsanter und genauer nicht zu bekommen sind.
Mein Lesebuch
- 206 Seiten
- 8 Lesestunden
Unter dem Titel "Mein Lesebuch" veröffentlicht der Fischer Taschenbuch Verlag Anthologien, in denen Schriftsteller von heute ganz subjektiv ausgewählte Texte der Weltliteratur vorstellen.
Frankfurter Anthologie 34
- 320 Seiten
- 12 Lesestunden
Rare Book
Ganz persönlich: In Schleswig-Holstein
Zwischen den Meeren
Schriftenreihe der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung - 8: Aus fremder Heimat
Zur Exil-Situation heutiger Literatur
- 115 Seiten
- 5 Lesestunden
Eine neue Art von Exilliteratur, Exil im eigenen Land, wird in Deutschland sichtbar. Der kritische Autor wird innerhalb seiner Gesellschaft, weil er von deren Norm abweicht, zum Exilanten gemacht, bis er sich in letzter Konsequenz unter dem wachsenden Druck ins reale Exil begibt. Die Autoren: Michael Hamburger, Barbara Honigmann, Sarah Kirsch, Lew Kopelew, Günter Kunert, Erich Loest, Gunther R. Lys, Hans Mayer, Christa Moog, Herta Müller, Hans Noll, Raissa Orlowa, Werner Söllner und Richard Wagner.
Der Kuss - ein Lippenbekenntnis
Aphorismen. Mit Zeichnungen und einem Vorwort von Günter Kunert
- 94 Seiten
- 4 Lesestunden
Polemiken, Lobgesänge, ironische Kommentare und tiefes Nachdenken über Schreiben und Lesen, Moral und Literatur prägen diesen Band, der unveröffentlichte Aufsätze, Reden und Notate versammelt. Vor über drei Jahrzehnten stellte Kunert die Frage „Warum schreiben?“ und betrachtete das Schreiben und Lesen als lebensnotwendige Prozesse, die untrennbar miteinander verbunden sind. Er reflektiert über sein eigenes Schreiben und zieht Parallelen zu den großen Schriftstellern der Literaturgeschichte, wobei er Kleist und Goethe immer wieder neu interpretiert. Auch Thomas Mann und Gustav Meyrinks Golem werden in überraschende Zusammenhänge gebracht. Kunert bleibt nicht im Theoretischen stecken, sondern teilt auch biografische Erfahrungen. Anekdoten über die Rivalität zwischen Becher und Brecht oder Walter Kempowskis Hühnerzucht zeigen das Zusammenspiel von hohem Anspruch und Understatement. Er fordert einen hohen Anspruch an Literatur und die Moralität schriftstellerischer Arbeit ein, während er gleichzeitig scharfen Spott über den Gratismut mancher Autoren übt und die inneren Konflikte zwischen Dr. Jekyll und Mr. Hyde auch in sich selbst erkennt. Der Inhalt umfasst verschiedene Themen und Persönlichkeiten, die Kunerts tiefgehende Auseinandersetzung mit der Literatur widerspiegeln.






































































