An ihrem 31. Geburtstag erfährt die New Yorkerin Kate Thackery, wer ihr Vater ist. Die Freude über das Vermögen, das er ihr hinterlässt, ist allerdings getrübt. Einige seiner wertvollen Kunstwerke sind seit dem Krieg verschollen. Außerdem gibt es in Deutschland vermutlich Miterben. Kate reist nach Hannover, um Antworten zu finden. Wer ist diese Familie, in deren Wohnung in den zwanziger Jahren berühmte Künstler wie Kurt Schwitters und Ringelnatz ein und aus gingen? Wer ist diese Nora, die Briefe an ihren verstorbenen Bruder schrieb und sich dem Widerstand gegen Hitler anschloss? Nicht jeder in der Stadt ist über Kates Besuch erfreut. Ein Familienroman über Verrat, Vergebung und gegen das Vergessen. Er erinnert an eine schillernde Kunstszene in Hannover, die es so – oder so ähnlich – gab.
Hans-Peter Wiechers Bücher




Leben ist schon schwer genug
Lüttje Lagen aus der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung
- 95 Seiten
- 4 Lesestunden
Es gibt die großen Themen und es gibt die kleinen Themen. Auch wenn von den großen viel prominenter die Rede ist, mit den kleinen Themen – der ersten Yogastunde, dem Verkauf eines Gebrauchtwagens und den vielen gescheiterten Versuchen, den eigenen Ehepartner zu verstehen – bringen die Menschen die meiste Zeit zu. Es gibt die großen Getränke und es gibt die kleinen Getränke, den 'Grand vin du Château Margaux' und die 'Lüttje Lage'. Über die großen Getränke wird viel geschrieben, die Lüttje Lage aber, dieses typisch hannöversche Doppelgetränk, wird viel getrunken. Hans-Peter Wiechers‘ charmante und beliebte Glossen aus der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung sind Lüttje Lagen des Geistes. Sie behandeln die unscheinbaren, kleinen Probleme des Alltags mit einem Augenzwinkern, denn: Leben ist schon schwer genug.
Der Mordverdacht
Hat die Justiz die Krebsärztin Mechthild Bach in den Tod getrieben? Eine Reportage
- 140 Seiten
- 5 Lesestunden
Im Mai 2003 wird die Internistin Mechthild Bach von einer Krankenkasse angezeigt. Die Ärztin, die viele Krebskranke in ihrer letzten Lebensphase versorgt, soll dreizehn Patienten mit Überdosen an Morphium und Beruhigungsmitteln in den vorzeitigen Tod geschickt haben: fahrlässige Tötung, gar Mord – oder palliative Fürsorge und indirekte Sterbehilfe für Todkranke? Acht Jahre lang kämpft Mechthild Bach gegen Vorverurteilungen und übereifrige Gutachter. Sie beteuert stets, ausschließlich Schmerzlinderung für ihre Patienten angestrebt zu haben. Doch Richter und Sachverständige sehen auch Heimtücke als mögliches Motiv ihres Handelns an. Anfang 2011 nimmt Mechthild Bach sich mit einer Überdosis Morphium das Leben, nachdem das Gericht ihr die letzte Hoffnung auf einen Freispruch und auf einen Neuanfang als Ärztin genommen hat. Ihre Geschichte erzählt vom Versagen der Justiz, von selbstherrlichen Gutachtern, die sich als Ankläger aufspielen, und von einer Medizin, die für ein Sterben in Würde noch keinen Ort hat.