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Bénédicte Savoy

    22. Mai 1972
    Die Schule der neuen Prächtigkeit
    Atlas der Abwesenheit
    Afrikas Kampf um seine Kunst
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    Fröhliche Wissenschaft: Die Provenienz der Kultur
    • Fröhliche Wissenschaft: Die Provenienz der Kultur

      Von der Trauer des Verlusts zum universalen Menschheitserbe

      • 72 Seiten
      • 3 Lesestunden

      Die Frage nach der Herkunft von Kunstwerken und Artefakten ist nicht erst seit dem Streit um die Ausrichtung des Humboldt Forums in Berlin höchst umstritten. Bénédicte Savoy plädiert im Umgang mit Kunst für eine radikal neue Perspektive, die von den Objekten, ihrer individuellen Biografie und ihrem Weg »zu uns« ausgeht. Dabei wird nicht nur ihre Herkunft transparent gemacht, sondern auch die Kolonial- und Gewaltgeschichte und darüber hinaus in zwei Wörtern die Handels- und Austauschbeziehungen und die wissenschaftlich begründete Neugier, die sie ins Museum brachten. Entgegen der Abschottung aus Angst vor Restitutionen kann ein solcher Blick zusammenführen und zur Idee eines gemeinsamen Welterbes beitragen.

      Fröhliche Wissenschaft: Die Provenienz der Kultur
      4,6
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      Eine Anthologie zu Kunstraub und Kulturerbe

      • 430 Seiten
      • 16 Lesestunden

      Die Frage der Restitution geraubter und enteigneter Kulturgüter ist nicht neu, es handelt sich vielmehr um eine Frage, die unweigerlich mit allen Kriegen in der Menschheitsgeschichte und den damit einhergehenden wechselnden Herrschafts- und Besitzverhältnissen verknüpft ist - und über die sich Intellektuelle und Autoren aller Zeiten und Kulturen den Kopf zerbrochen haben. Schon der antike Geschichtsschreiber Polybios tritt vehement gegen die Zurschaustellung erbeuteter griechischer Kunst in Rom auf, Cicero stellt die Frage, ob die Ankäufe eines sizilianischen Statthalters ohne Zwang vonstattengegangen seien. Auch Petrarca und Goethe haben zu dieser Frage Stellung bezogen, ebenso wie Victor Hugo und Emil Nolde. Bis hinein in die Gegenwart, über Aimé Césaire und François Mitterrand zu Aminata Traoré reichen die rund sechzig Quellen, die in diesem Band abgedruckt, kontextualisiert und analysiert werden. Sie machen deutlich: Europas Kunstsammlungen müssen sich der Frage der Provenienz stellen, wenn sie weiterhin als Stätten des Kulturtransfers und der Wissensvermittlung gelten wollen - und nicht als Orte der hegemonialen Machtdemonstration

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      Über die Restitution afrikanischer Kulturgüter

      • 224 Seiten
      • 8 Lesestunden

      "Mit der Veröffentlichung des von Präsident Macron beauftragten Berichtes zur Rückgabe des in französischen Museen befindlichen afrikanischen Kulturerbes entflammte im November 2018 sofort eine kontroverse Debatte, die weit über Frankreichs Grenzen hinausging und bis heute anhält. Nicht von ungefähr, zeigt die Untersuchung doch klar, dass ein großer Teil der afrikanischen Sammlungen in den ethnologischen Museen Europas gewaltvoll im Zuge des Kolonialismus oder durch die Übervorteilung der Einheimischen angeeignet wurde ‑ heute befinden sich ca. 90 Prozent des afrikanischen Kulturerbes außerhalb des Kontinents. Nötig ist eine radikale Revision der bisherigen Sammlungspraxis, die auch deutsche Museen und nicht zuletzt das geplante Humboldt Forum berührt. Die deutsche Übersetzung des hitzig diskutierten, aber nur wenig gelesenen Berichtes soll helfen, die Debatte um Geschichte, Restitution und die Zukunft der Museen, die hierzulande erst an ihrem Anfang steht, für die breite Gesellschaft zu öffnen und sie gleichzeitig zu versachlichen. Denn letztlich geht es um viel mehr: Die Debatte über die Rückgabe des afrikanischen Kulturerbes kann der Anstoß sein für ein neues Gespräch zwischen Afrika und Europa und möglicherweise ein erster Schritt hin zu einem neuen Verhältnis auf Augenhöhe. "

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      4,2
    • Afrikas Kampf um seine Kunst

      Geschichte einer postkolonialen Niederlage

      • 256 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Vor 50 Jahren kämpfte Afrika um seine Kunst, die während der Kolonialzeit massenhaft in europäische Museen gelangte, und fand Unterstützung im Westen. Doch der Kampf wurde nicht nur vergebens, sondern auch erfolgreich vergessen gemacht. Bénédicte Savoy erzählt die gespenstische Geschichte einer verpassten Chance und einer Niederlage, die heute mit umso größerer Wucht zurückschlägt. Afrikas Bemühungen um die in der Kolonialzeit nach Europa verbrachte Kunst sind keineswegs neu. Schon bald nach 1960, als 18 ehemalige Kolonien unabhängig wurden, entstand eine enorme Dynamik unter afrikanischen Intellektuellen, Politikern und Museumsleuten. In Europa suchten Politiker, Journalisten, Akademiker und einige Museumsmitarbeiter nach Wegen, afrikanische Kulturgüter im Sinne einer postkolonialen Solidarität zurückzugeben. Die Argumente, mit denen andere die Forderungen aus Afrika entkräften und Lösungen verhindern wollten, ähneln frappierend denen von heute. Letztlich verlief alles im Sand. Savoy verfolgt den postkolonialen Aufbruch und sein Ersticken und fragt, welche Akteure, Strukturen und Ideologien dafür sorgten, dass das Projekt einer geordneten, fairen Rückgabe von Kulturgütern scheiterte.

      Afrikas Kampf um seine Kunst
      3,8
    • Atlas der Abwesenheit

      Kameruns Kulturerbe in Deutschland

      Über 40.000 Objekte aus Kamerun (darunter Waffen, Musikinstrumente, Statuen, Alltagsgegenstände, Handschriften, Schmuckstücke u. v. m.) werden heute in öffentlichen Museen der Bundesrepublik Deutschland aufbewahrt – der größte Bestand weltweit. Seit der deutschen Kolonialzeit (1886–1916) lagern die Stücke in den Depots der Institutionen. Sie wurden bisher meist nicht gezeigt und auch nicht in Publikationen zugänglich gemacht. Die Autor: innen aus verschiedenen Disziplinen (Geografie, Geschichte, Museumsgeschichte, Ethnologie, Sprachwissenschaft) zeichnen erstmalig diese nicht sichtbare Präsenz von Kamerun in deutschen Museen nach. Damit wird auch nachvollzogen, was die Abwesenheit des Kulturerbes für Kamerun bedeutet. Zahlreiche Karten, Schaubilder und Grafiken veranschaulichen die geografische und statistische Verteilung des materiellen Kulturerbes von Kamerun in Deutschland. Ergänzt werden sie durch Biografien der damaligen Akteure und einen Bildteil mit Fotos der Objekte. Das Projekt Die Publikation basiert auf dem Projekt »Umgekehrte Sammlungsgeschichte. Kunst und Kultur aus Kamerun in deutschen Museen« der Deutschen Forschungsgemeinschaft unter Leitung von Albert Gouaffo (Université de Dschang) und Bénédicte Savoy (Technische Universität Berlin). Koordiniert wird die Publikation von Andrea Meyer (Technische Universität Berlin) und Bénédicte Savoy.

      Atlas der Abwesenheit
    • Die Schule der neuen Prächtigkeit

      Bluth, Grützke, Koeppel, Ziegler: Gemälde und Dokumente einer Künstlergruppe

      • 192 Seiten
      • 7 Lesestunden

      'Rettet euch aus der Kläglichkeit: Werdet Schüler der Neuen Prächtigkeit!' Als sich im Jahr 1973 mit diesem Appell die vier Berliner Maler Johannes Grützke, Matthias Koeppel, Manfred Bluth und Karlheinz Ziegler zur 'Schule der Neuen Prächtigkeit' zusammenschlossen, war nicht nur der Name, den sich die Künstlergruppe gegeben hatte, ein Affront: Auch das ästhetische Programm, nämlich gegenständlich (wenn auch in ironischer Brechung) zu malen, passte so gar nicht in eine Zeit, die sich scharf gegen den 'Realismus in der Kunst' wandte. Die Kraft der Provokation und die Schärfe der Satire hat sich die 'Schule der Neuen Prächtigkeit' in großer Unabhängigkeit und durch alle Zeitströmungen hindurch bis heute erhalten – in ihren Gemälden, aber auch in ihren Theateraufführungen und skurrilen Selbstinszenierungen. Ihre Aktivitäten waren immer, auch in politischer Hinsicht, anstößig, und immer warfen sie aus schrägem Winkel ein bezeichnendes Licht auf unsere gesellschaftliche Wirklichkeit. Dieses Buch bietet eine Auswahl der wichtigsten Gemälde von Grützke, Koeppel, Bluth und Ziegler aus einem Zeitraum von rund 35 Jahren. In Essays von renommierten Kunsthistorikern, Kunstkritikern, Dichtern und Wegbegleitern werden einzelne Werke eingehend kommentiert und übergreifende Zusammenhänge erläutert. Und schließlich veranschaulicht das Buch mit einer Fülle von Fotodokumenten, Schriften und weiteren Zeugnissen das hemmungslos kreative gesellschaftliche Wirken dieser Gruppe.

      Die Schule der neuen Prächtigkeit