Non scolae, sed vitae discimus. Die alten Römer glaubten, dass wir nicht nur für die Schule, sondern für das Leben lernen. In der heutigen Zeit jedoch verändern sich Gesellschaft, Ökonomie und Technik so schnell, dass das Wissen der Eltern oft für die Kinder nicht mehr relevant ist. Doch wie steht es um die Geschichte? Sie bleibt unverändert und bietet uns die Möglichkeit, daraus zu lernen. Hätte Hitler aus Napoleons Fehlern gelernt, wäre er vielleicht nicht in Russland einmarschiert. Geschichte umfasst nicht nur Feldherrn und Politiker, sondern auch Philosophen, Künstler und Dichter. Indem wir ihre Stärken und Schwächen kennenlernen, werden sie uns menschlich näher. Gleichzeitig kommunizieren Menschen der Gegenwart, die durch die Erfindung des Professors Zweystein mit historischen Figuren in Kontakt treten. Dieses Zusammentreffen offenbart sowohl Unterschiede als auch Gemeinsamkeiten in ihren Ansichten. Die heutigen Menschen, die Gruppe um den Erfinder, sind ebenso von Ehrgeiz, Eitelkeiten und Begierden geprägt. Durch die Jahrhunderte hinweg zeigen sich ähnliche Motivationen und Handlungen. Nichts Menschliches bleibt uns fremd. Der heitere utopische Roman vermittelt, dass Geschichte kein trockenes Lehrfach sein muss, sondern eine Fülle an Informationen bietet und zur Beschäftigung mit der Vergangenheit anregt.
Alfred Heinrich Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)






Tristan
- 595 Seiten
- 21 Lesestunden
Der Fragment gebliebene Versroman »Tristan« um die Liebe zwischen dem Wunderkind Tristan und der wunderschönen Isolde liest sich wie ein psychologischer Krimi: Was durch die zufällige gemeinsame Einnahme des Liebestranks als Affäre entflammt, entfaltet sich zu einem intrigenreichen Wettstreit beider Liebender und Isoldes Verdacht schöpfendem Gatten König Marke. Gottfried von Straßburg paart dabei in über 20.000 Versen ›moderne‹ Gegenentwürfe zur klassischen Artusepik mit philosophischen Einschüben zu Literatur, Liebe und Gesellschaft. Der konfliktreiche irische Sagenstoff wurde vielfach bearbeitet und adaptiert, so etwa in Richard Wagners Oper »Tristan und Isolde«. Die hier vorliegende Ausgabe enthält die bewährte Edition des mittelhochdeutschen Textes und Übersetzung ins Neuhochdeutsche von Rüdiger Krohn.
Kritische Sketches und Texte über das politische Leben in Österreich sowie Kabarettnummern