Die Explosion des Tambora im Jahre 1815, auf einer kleinen indonesischen Insel gelegen, löschte nicht nur die Inselkultur aus, sondern führte weltweit zu Wetterextremen. Durch die globale Klimaabkühlung folgte 1816 das berühmte „Jahr ohne Sommer“. Erstmals beleuchtet der Autor die ganze Dimension der Auswirkungen des heftigsten Vulkanausbruchs der Neuzeit: Überschwemmungen, Fröste im Sommer und Stürme führten zu Missernten, Hungersnöte trieben die Menschen in die Verzweiflung und lösten soziale Aufstände aus, die USA wurden in die erste wirtschaftliche Depression gestoßen, aber auch die erste Cholera-Pandemie war eine Folge des Ausbruchs. Verständlich und anschaulich erklärt der Autor die sensible Abhängigkeit der menschlichen Gesellschaft vom Klima. Das Buch macht uns bewusst, dass ein Klimawandel, wie er uns heute wieder droht, in ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Sicht eine Gefahr für uns alle darstellt.
Heike Rosbach Bücher





Um die Welt mit James Cook
- 320 Seiten
- 12 Lesestunden
James Cook ist einer der größten Entdecker aller Zeiten. Zwischen 1768 und 1779 begab er sich auf drei Expeditionen, um den damals weitgehend unbekannten Pazifik zu erforschen. Zu dieser Zeit existierten noch die Legenden von einem unentdeckten Südkontinent - terra australis incognita - und einer Nordwestpassage, die Pazifik und Atlantik verbinden sollte. Und so machte sich Cook auf die abenteuerliche Reise, um diese weißen Flecken zu tilgen. James Cooks großartiges Vermächtnis sind seine detaillierten Kartierungen des Pazifiks und seine umfangreichen kulturellen und wissenschaftlichen Studien. Mit seinen Forschungsreisen hat er der Nachwelt nicht weniger als ein neues Bild der Welt hinterlassen. Erstmalig liegen seine Reisebeschreibungen in einer prächtigen, großformatigen und eindrucksvoll illustrierten Ausgabe vor - ergänzt durch Aufzeichnungen seiner Begleiter Georg Forster und James King. Begeben Sie sich zusammen mit James Cook auf große Fahrt und entdecken Sie die Welt neu.
„Man hält dafür, dass schon zu St. Elisabeth Zeiten Gießen eine Stadt gewest“ – so berichtet Martin Zeiller in den Texten zu den Sammelbänden des Verlegers und Kupferstechers Matthäus Merian. In der 1655 veröffentlichten „Topographia Hassiae“ wird Gießen, neben der Erwähnung der gesunden Luft, als Stadt beschrieben. Im „Conversations-Lexicon“ von 1824 wird Gießen als Hauptstadt des großherzoglich hessischen Fürstentums Oberhessen mit etwa 5200 Einwohnern und der bedeutenden Universität, die 1607 gegründet wurde, vorgestellt. Während es schwierig war, Lob über die Stadt zu sammeln, da Hölderlin Heidelberg als „Vaterlandsstädte ländlichschönste“ bezeichnete, finden sich dennoch Zitate von Goethe, der über einen Besuch in Gießen bei Professor Höpfner berichtet. Auch andere Schriftsteller wie Werner Beergengruen und Georg Büchner haben Gießen thematisiert. Der Band bietet ein umfassendes Bild der Stadt in alter und neuer Zeit, beleuchtet ihre Entwicklung und Atmosphäre in verschiedenen Epochen. Kritische Stimmen von Besuchern heben sowohl die wenig belebten Straßen als auch die angenehme Lebensweise hervor. Ein gesondertes Kapitel widmet sich den Sehenswürdigkeiten und Erinnerungen, in dem lokale Autoren wie Hans Otto Becker und Ludwig Geil zu Wort kommen, um die kulturelle Identität Gießens zu skizzieren.
Köln
Ein Lesebuch : die Stadt Köln einst und jetzt in Sagen und Geschichten, Erinnerungen und Berichten, Briefen und Gedichten
- 160 Seiten
- 6 Lesestunden
German