Eine meisterhafte Biographie über Père Joseph, den geheimen Vertrauten und Berater Kardinals Richelieus - und das Psychogramm eines tiefreligiösen Menschen in einem Leben zwischen Religion, Politik, Mystik und Macht Die »graue Eminenz« wurde er einst von seinen Gegnern genannt. Grau deshalb, um ihn von seinem Herrn in der scharlachroten Robe zu unterscheiden. Die Macht des Einflusses und die historische Wirkung, die von dem stets im Hintergrund bleibenden asketischen Kapuzinerpater ausgingen, machten seine Stellung beispielhaft für viele Jahrhunderte und gaben dem einstigen Spottnamen einen gefürchteten Beiklang. In der Biographie dieser faszinierenden Persönlichkeit eines Mannes, der von politischem Sendungsbewusstsein und religiösem Feuer gleichermaßen durchglüht war, zeichnet Huxley das Bild einer ganzen Epoche und ihrer geheimen Kraftströme. »Eine großartige Untersuchung der Verquickung von Mystik und Politik« (Ludwig Marcuse, DIE ZEIT)
Herberth E. Herlitschka Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)






Zeit muss enden
- 384 Seiten
- 14 Lesestunden
»Ein versöhnliches, heiteres Werk mit köstlichen Szenen und eigenwilligen Gestalten« Die Welt Als Sebastian Barnack zu einer festlichen Party eingeladen wird, gerät er in Verlegenheit, denn er besitzt keinen Abendanzug. Sein Vater, überzeugter Sozialist, weigert sich ihm dieses bürgerliche Klassen- und Statussymbol zu kaufen. An Sebastians Versuchen, dieses Kleidungsstückes habhaft zu werden, knüpfen sich Schuld und Verbrechen, die ihn schließlich erkennen lassen, dass nichts, was man tut ohne Konsequenzen bleibt ...
Flush
- 123 Seiten
- 5 Lesestunden
Große, sanftmütige und leuchtende Augen, ein rotes Fell, das in der Sonne golden glitzert, lockige Ohren und fransengesäumte, schmale Füße, das ist Flush, ein Cocker Spaniel edler Abstammung, der in ärmlichen Verhältnissen geboren wird und den seine Herrin in frühester Jugend an eine junge, bettlägerige Dichterin aus herrschaftlichem Hause verschenkt. Flush, der es gewohnt ist, durch Wiesen und Felder zu tollen und dem inneren Ruf seiner Urahnen zu folgen, die ihn zur Jagd anspornen, verbringt nun fünf stille Jahre in einem verdunkelten Schlafzimmer am Fußende von Miss Barretts Lager. Doch es ist Liebe auf den ersten Blick, beide Wesen, obwohl so verschieden, sehen sich in gewisser Weise ähnlich und spüren, daß sie sich in vielerlei Hinsicht ergänzen. So opfert Flush aus Liebe zu Miss Barrett seine Lebendigkeit, seinen Mut und seine Jagdgelüste und so sind sie eine lange Zeit miteinander allein, während Flush, bereits von Natur aus einer einfühlsamen Rasse angehörend, ein erstaunliches Gespür für menschliche Empfindungen entwickelt und zum geheimen und äußerst verschwiegenen Mitwisser des intimen Lebens seiner neuen Herrin wird.
Meistererzählungen
- 358 Seiten
- 13 Lesestunden
Selection of short stories translated to German - Cheramour - Die Geschichte vom stählernen Floh und dem Linkshänder aus Tula - Ein kleiner Fehler - Das erlesene Korn - Psychopaten von dazumal - Der Alexandrit - Fischsuppe ohne Fisch
Der achte Schöpfungstag
- 360 Seiten
- 13 Lesestunden
National Book Award für den besten amerikanischen Roman des Jahres 1967 Vordergründig ist diese amerikanische Saga eine Kriminalgeschichte: Ein unschuldig wegen Mordes zum Tode Verurteilter wird auf der Fahrt zur Hinrichtung von Maskierten befreit. Er beginnt seine Flucht, seine Familie sieht ihn nie wieder. In Rückblenden und Perspektiven des Zukünftigen wird Stück um Stück, durch mehrere Generationen, die Geschichte zweier amerikanischer Familien aufgerollt, die des Ermordeten und die des angeblichen Mörders. Dahinter steht in diesem großen Roman die Frage nach dem Sinn von Leben und Tod.
Die Wellen
- 293 Seiten
- 11 Lesestunden
›Die Wellen‹, Virginia Woolfs sechster Roman, wurde 1931 veröffentlicht. Es ist das originellste und tiefgründigste all ihrer Bücher, vielleicht ein Meisterwerk, ein »Klassiker« (E. M. Forster). »Die Wellen«, schrieb Stephen Spender, »das mir als größtes Werk Virginia Woolfs erscheint, ist einer dieser Romane unserer Zeit, der seit dem Tag, an dem er veröffentlicht wurde - vor beinahe zwanzig Jahren -, eine immer größere Wirkung entfaltet hat.«In den ›Wellen‹ sind sechs Personen versammelt. Ihre Stimmen evozieren die Intensität der Kindheit, die Zuversicht und sinnliche Erfahrung der Jugend, das Losgelöstsein des mittleren Alters. Sinneswahrnehmungen, Emotionen, Reflexionen kommen und gehen im Voranschreiten des Erzählstroms wie die Jahreszeiten, wie die Wellen, die Sonne.Virginia Woolfs farbig instrumentierte Beschwörung der Entwicklung von Bernard, Louis, Neville, Rhoda, Jinny und Susan - sechs ganz unterschiedliche Stimmen -, ihre kunstvolle Darstellung der Ebbe und Flut ihrer sinnlichen und intellektuellen Erfahrungen stellt eines der radikalsten Experimente der Literatur des zwanzigsten Jahrhunderts dar. ›Die Wellen‹ ist die höchst eigenwillige Antwort der Moderne auf das traditionsreiche Genre des Bildungsromans.
Im Jahre 1714 reißt an einem Sommertag eine Hängebrücke in Peru. Bei dieser Katastrophe finden fünf Menschen den Tod: die einsame alternde Marquesa de Montemayor, ihre junge Gesellschafterin Pepita, der um seinen Zwillingsbruder trauernde Estebán, der von einem abenteuer-lichen Leben gezeichnete Onkel Rio und der Knabe Don Jaime, den Pio in Lima erziehen wollte. Bruder Juniper, den fast das gleiche Los getrof-fen hätte, nimmt dieses Verhängnis zum Anlaß, Nachforschungen über das Leben der Unglücklichen anzustellen. War ihr Ende Fügung oder bloßer Zufall? Seine Fragen bleiben ohne Antwort, und das Buch, in dem er seine Erfahrungen sammelt, fällt, wie er selbst, dem Urteil der Inquisition zum Opfer.


