Parallel zur großen Welt, in der große Menschen und große Dinge leben, existiert die kleine Welt mit kleinen Menschen und kleinen Dingen . Unvergessen ist die literarische Reise des sowjetischen Duos Ilf und Petrow durch die Vereinigten Staaten in den dreißiger Jahren: Wäre Amerika sowjetisch, dann wäre es das Paradies . Zu literarischen Stars der jungen Sowjetunion wurden Ilja Ilf und Jewgeni Petrow als satirische Ethnografen des eigenen Landes: Wie dort Das Goldene Kalb oder die Jagd nach der Million hat 1931 erscheinen können, bleibt eigentlich ein Rätsel. Ihr Kultbuch ist eine Tour auf den Irrwegen des ersten Fünfjahresplans unter Stalin und überführt das junge Sowjetreich in eine gigantische Farce. Ostap Bender als Romanheld ist der große Kombinator , der Kopf einer Bande skurriler Existenzen, grandioser Gauner, die sich als Söhne eines Revolutionshelden das Leben schmarotzend erschwindeln. Und sie alle sind auf den Spuren eines illegalen Millionärs, der sich als getreuer Sowjetbürger und Buchhalter seines Betriebskollektivs verbirgt. Seine komödiantische Enttarnung wird zur wahnwitzigen Reise durch die Alltagswelt der Bürokraten und Kleinbürger.
Arie van der Ent Bücher






Italiaanse les
- 288 Seiten
- 11 Lesestunden
Het leven van de tweeënveertigjarige Ivan Ogarjov is nooit makkelijk geweest: zijn liefdeloze kindertijd werd opgevolgd door een tragisch ongeluk tijdens zijn dienst in het leger. Nu bestaan zijn dagen uit zijn werk, zijn vreugdeloze huwelijk, zondagse bezoekjes aan zijn schoonouders en boodschappen doen op zaterdag. Wanneer Ivan de vierentwintigjarige Malja ontmoet, verandert alles drastisch. Hun intense liefdesaffaire haalt Ivan uit zijn sombere bestaan en voert hem mee naar een wereld waarin poëzie, lekker eten, de liefde en Italië het enige is wat ertoe doet. Vastbesloten als hij is om een nieuw leven met Malja op te bouwen, zegt Ivan zijn vrouw en baan gedag. Maar Malja heeft andere plannen. Italiaanse les is stilistisch briljant, zintuigelijk en evocatief.
Reise in den siebenten Himmel
- 512 Seiten
- 18 Lesestunden
Russland am Ende der Revolution. Der berühmte Gynäkologe Pawel Kukotzki will sich den allgegenwärtigen Zwängen des neuen Systems nicht unterordnen und flüchtet in die Rolle des verantwortungslosen Trinkers. Doch dann rettet er einer jungen Frau mit einer fast aussichtslosen Operation das Leben und verliebt sich in sie. Jelena zieht mit ihrer Tochter Tanja zu Pawel - und erhält am selben Tag die Nachricht vom Tod ihres Mannes. Das Gefühl, an seinem Tod mitschuldig zu sein, wird sie nie wieder verlassen. Über viele Jahre leben Pawel und Jelena in einer harmonischen Ehe. Es gelingt ihnen immer wieder, sich dem gierigen Griff des Sowjetregimes zu entziehen - bis eine schreckliche Auseinandersetzung ihr Glück zerstört. Vor dem Hintergrund eines halben Jahrhunderts russischer Geschichte erzählt dieses grandiose Epos von Schuld und Sühne, von Glück und Verzweiflung, von Leben und Tod.
Traum im Polarnebel
- 369 Seiten
- 13 Lesestunden
Nach einem Unfall wird der Kanadier MacLennan auf einem Hundeschlitten durch die eisige Tundra, im äußersten sibirischen Norden, zu einer rettenden Schamanin gebracht. Bei seiner Rückkehr zur Küste ist sein Schiff längst in See gestochen. Er muss als einziger Weißer unter dem Volk der Tschuktschen überwintern. Aus einem Winter wird ein ganzes Leben.
Verhalen over Sovjetsoldaten in Afghanistan in de jaren negentig.
In Putins Russland
- 314 Seiten
- 11 Lesestunden
Wladimir Putin hat seit seinem Amtsantritt im März 2000 Russland radikal verändert. Ob Pressefreiheit oder Unabhängigkeit der Justiz - ein autoritäres, „neo-sowjetisches“ Russland ist entstanden: Putins Russland. Auf der Grundlage eines einmaligen Informantennetzes, anhand von konkreten Fällen und unter Auswertung zahlreicher Prozessakten beschreibt Anna Politkowskaja die Entwicklungen ihres Landes. 'Der Mord an Anna Politkowskaja ist der letzte Beweis dafür, dass Präsident Putin nicht mehr als eine ganz gewöhnliche Diktatur etabliert hat, mit all der dazugehörigen üblichen Missachtung der Gesetze.' Die Welt 'Politkowskajas Buch ist viel persönlicher als alles, was bisher in Deutschland über Putins Russland erschienen ist - weil sie von Menschen berichtet, deren Leben auch in diesem neuen Russland nicht zählt.' Der Tagesspiegel
Ein Glanzstück der Weltliteratur - unzensiert und neu übersetzt. Auf der Suche nach einem Juwelenschatz jagen drei Gauner durch das nachrevolutionäre Rußland und stolpern von einem Abenteuer ins andere. Die treffende Realsatire, die umwerfende Situationskomik und die originelle Sprache dieses großen Schelmenromans machen ihn zu einem Meisterwerk, das nun erstmals unzensiert und vollständig vorliegt. Am Sterbebett seiner Schwiegermutter erfährt Ippolit Worobjaninow von einem gut gehüteten Geheimnis: In einem der zwölf Stühle aus dem alten Eßzimmer hat sie ihre Juwelen versteckt. Der ehemalige Adelsmarschall, der nun als Standesbeamter lebt, begibt sich auf die Suche, um seinem armseligen Leben ein Ende zu setzen. Doch er hat Konkurrenz: Väterchen Fjodor, der gewitzte Pope, hat ebenfalls das Geheimnis erfahren und macht sich sofort auf die Jagd. Der dritte im Bunde ist Ostap Bender, ein kleiner Gauner, der Worobjaninow seine Dienste anbietet und ihn ständig überlistet. Die drei hetzen von Stuhl zu Stuhl, durchqueren halb Rußland und geraten in amüsante Turbulenzen. Diese Gaunerkomödie, die 1928 erstmals erschien, wurde durch die sowjetische Zensur verstümmelt. Die neue Übersetzung folgt nun dem Originalmanuskript und ist kommentiert. Ilja Ilf und Jewgeni Petrow arbeiteten in den zwanziger Jahren als Journalisten für verschiedene Satireblätter.
Der Bienenzüchter Sergej lebt im Donbass, wo ukrainische Kämpfer und prorussische Separatisten Tag für Tag aufeinander schießen. Er überlebt nach dem Motto: Nichts hören, nichts sehen – sich raushalten. Ihn interessiert nur das Wohlergehen seiner Bienen. Denn während der Mensch für Zerstörung sorgt, herrscht bei ihnen eine weise Ordnung. Eines Frühlings bricht er auf: Er will die Bienen dorthin bringen, wo sie in Ruhe Nektar sammeln können.
Mord auf der Leviathan
- 280 Seiten
- 10 Lesestunden
Als „James Bond des 19. Jahrhunderts“ hat Detektiv Fandorin Kultstatus erlangt. Sein neuester Fall führt ihn auf das Luxusschiff „Leviathan“, das 1878 auf Jungfernfahrt nach Kalkutta ist. Dort begegnet er dem französischen Kommissar Coche, der ein Jahrhundertverbrechen aufklären will: In Paris wurden Lord Littleby, ein Sammler orientalischer Kostbarkeiten, sieben seiner Bediensteten und zwei Kinder ermordet. Coche hat alle Tatverdächtigen an seinen Tisch geladen - auch den geheimnisvollen Russen Fandorin. Mit ungewöhnlichen Methoden schaltet dieser sich in die Ermittlungen ein. „Boris Akunin setzt auf Tempo und feine Ironie. Empfehlenswert.“ Westdeutsche Allgemeine Zeitung „Ein absolut kultverdächtiger Historienheld.“ Brigitte „Akunin erzählt in bester russischer Tradition, grotesk wie Gogol, dunkel wie Dostojewski, unterhaltsam bis zuletzt.“ Die Woche
Nicholas Fandorin hat in der Gegenwart wenig Grund zur Freude. Sein Unternehmen für moderne Dienstleistungen läuft schlecht, und er verbringt die Zeit im Büro mit der Entwicklung von Computerspielen, in denen seine Vorfahren als digitale Helden auftreten. Diese Langeweile endet abrupt, als ein geheimnisvoller Mann, Nikolaj Iwanowitsch Kusnezow, als „Korrespondent“ auftaucht und Fandorin merkwürdige Fragen über Leben und Tod stellt. Kurz darauf erhält Fandorin einen anonymen Drohbrief in Form eines Todesurteils. Zur gleichen Zeit im St. Petersburg der Ära Katharinas der Großen: Der hochbegabte Mithridates Fandorin, erst sechs Jahre alt, gelangt an den Hof der Zarin und gewinnt schnell ihre Gunst. Doch als er einen Giftanschlag auf die Zarin vereitelt, bringt er sich in höchste Gefahr. Der Hofstaat scheint voller Verräter zu sein. Einige wollen die Thronfolge von Katharinas Sohn Pawel beschleunigen und wünschen ihren raschen Tod, während andere Katharinas Enkel als zukünftigen Herrscher sehen und alles daran setzen, die Zarin am Leben zu halten, bis sie eine entscheidende Unterschrift leistet. Mithridates, als Favorit der Zarin, wird von beiden Parteien als Bedrohung wahrgenommen und sieht sich bald selbst in Lebensgefahr.
Medea und ihre Kinder
- 344 Seiten
- 13 Lesestunden
Jedes Jahr im April beginnt die „Familiensaison“. Bis zu zwanzig Verwandte haben Platz in Medeas großem Haus auf der Krim. Und von überall kommen sie, um dem Alltag zu entfliehen: aus Moskau und Taschkent, aus Litauen und Georgien. Medea Mendez, selbst kinderlos und über siebzig, ist zu ihrer Urmutter geworden. Mit Gleichmut, Güte und warmer Nachsicht begegnet sie dem bunten Treiben ihrer jungen Gäste, die sie immer wieder mit neuen Geliebten, Partnern und Kindern überraschen. Als sich ihre Nichten Nika und Mascha in den gleichen Mann verlieben und es für eine von beiden nur tragisch ausgehen kann, fühlt sich Medea an die Wunden des eigenen Lebens erinnert. Sie, die mit sechzehn die Rolle ihrer verstorbenen Mutter übernehmen und drei ihrer insgesamt dreizehn Geschwister großziehen mußte, hatte es nicht leicht - die Kraft, mit Unglücken und Enttäuschungen fertig zu werden, fand sie in sich selbst. Ljudmila Ulitzkajas Roman ist kurzweilige Sommergeschichte, Familiensaga und Porträt einer durch ihre heitere Weisheit beeindruckenden Frauengestalt. Mit spielerischer Leichtigkeit und einer feinsinnigen, ironischen Sprache schlägt die Moskauer Schriftstellerin immer wieder Brücken zwischen den großen Ereignissen des Jahrhunderts und den kleinen Leuten, den einfachen Dingen des Lebens.
Die Moskauer Schönheit Irina ist eine provozierende, verführerische slawische femme fatale, eine Aufsteigerin aus der Provinz, die mit Hilfe ihrer weiblichen Reize die schillernden Höhen ihrer Traumstadt Moskau erklimmt. Sie bewegt sich in der spezifischen gesellschaftlichen Sphäre, in der sich Geld, Macht, Kunst und der Einfluß des Westens zu einer sowjetischen Variante des süßen Lebens verbunden haben. Die Handlung erstreckt sich über wenige Monate im Leben Irinas und endet mit ihrem freiwilligen Tod. Erzählt wird der Roman von Irina selbst, einer herrlich skandalösen Chronistin, die ihren Platz neben den Emmas, Nanas und Mollys der Weltliteratur einnehmen wird. Die Moskauer Schönheit setzt neue, aufregende Akzente in der sowjetischen Gegenwartsliteratur - und dies nicht nur, was die Brisanz des Themas angeht, sondern vor allem in bezug auf die kunstvolle Komposition und den kompromißlosen Stil. Vielleicht ist Jerofejew mit der Darstellung der schönen, lasziven, korrupten Irina der Sprung in den modernen russischen Roman gelungen.
De tijd wast alles schoon
Het huidige Rusland volgens Poetins persoonlijke gevangene
- 487 Seiten
- 18 Lesestunden
Autobiografie van de Russische zakenman (1963), topman van het oliebedrijf Yukos, die sedert 2003 gevangen zit op beschuldiging van corruptie en economische delicten.
Tien verhalen over kinderen en over menselijk falen.







