In dieser intellektuellen Autobiografie erklärt der Autor von „Vrijdag oder die andere Insel“, „Der Elzenkönig“, „Die Meteoriten“, „Der Fetischist“ und anderen Geschichten sein Werk. Von Anekdote bis Metaphysik, von Chronik bis literarischer Ästhetik versucht er, das Geheimnis der Schöpfung zu ergründen. Das Buch, das man gelesen haben muss, um den Schriftsteller und sein Werk zu verstehen.
Jeanne Holierhoek Bücher






Die Wohlgesinnten
- 1383 Seiten
- 49 Lesestunden
Die Wohlgesinnten wurden von der Kritik als ein neues Krieg und Frieden gefeiert: die fiktiven Lebenserinnerungen des SS-Obersturmführers Maximilian Aue, Jahrgang 1913, Sohn eines deutschen Vaters und einer französischen Mutter, promovierter Jurist, frühes NSDAP-Mitglied, in die SS eingetreten, um sich der Strafverfolgung nach §175 zu entziehen, aber lebenslang seiner Zwillingsschwester inzestuös verbunden. Es sind die verstörenden Erinnerungen an die Schauplätze des Zweiten Weltkriegs und an das Grauen der Verfolgung und Vernichtung der Juden von Juni 1941 bis April 1945, an die Einsatzkommandos und Massenhinrichtungen in der Ukraine und im Kaukasus, an Babi Jar, den Kessel von Stalingrad, Auschwitz und Krakau, an Mittelbau Dora, das besetzte Paris oder das kriegszerstörte Berlin. Es sind die beklemmenden Erinnerungen an all die Begegnungen mit den Nazigrößen, an Himmler, in dessen persönlichen Stab Aue 1943 aufgenommen wird, an Abendessen mit Eichmann, an Heydrich, Höß oder Speer. Es ist ein erschreckend detailgenauer Roman über die nazistischen Verbrechen, konsequent erzählt aus der Perspektive eines Täters, der sich nach dem Zweiten Weltkrieg in die sichere Existenz eines Fabrikdirektors in Frankreich gerettet hat. Es ist eines der eindrucksvollsten Bücher, die je über den Nazismus geschrieben wurden."
Nach Jahren des Glücks scheint das Ehepaar Yves Oudalle und seine Frau Nadège vor dem Ende ihrer Beziehung zu stehen. Sie beschließen, sich zu trennen und laden an einem Sommerabend all ihre Freunde zu einem großen Fischmahl ein, um diese unangenehme Entscheidung bekannt zu machen. Doch als alle neunzehn Gäste versammelt sind, bringen sie Geschichten und Erzählungen mit, die der fortschreitenden Nacht eine ganz andere Wendung geben. Als Nadège und Yves, nachdem der letzte Gast gegangen ist, ihre Vorhänge öffnen, um die ersten Sonnenstrahlen hereinzulassen, erkennen sie, dass ihre Liebe gerettet ist. „Was uns fehlte“, sagt Nadège, „war ein Haus aus Worten, in dem wir gemeinsam wohnen können. Unsere Freunde haben uns all die notwendigen Materialien dafür gebracht.“
Fanny, das Kind einer Mesalliance, kehrt ins Dorf ihrer Kindheit zurück, doch ihre Familie erkennt sie nicht, will sie nicht haben. Das Mädchen versucht mit aberwitziger Hartnäckigkeit, doch noch angenommen zu werden. In zahlreichen komischen, grotesken Situationen, die von beklemmender Aktualität sind, wird Fanny zu einer tragikomischen Figur.
Eine heruntergekommene Großstadt in Afrika, wer hierher kommt, hat ein Ziel: Geld zu machen, egal wie. Das „Tram 83“ ist der einzige Nachtclub der Stadt, ihr pulsierendes Zentrum. Verlierer und Gewinner, Profiteure und Prostituierte, Ex-Kindersoldaten und Studenten, sie alle treffen in dieser Höhle aufeinander, um sich zu vergessen. Hier, an diesem von Kriegen, Korruption und Globalisierung gezeichneten Ort, sehen sich auch zwei ungleiche Freunde wieder: Lucien, der Schriftsteller, findet auf der Flucht vor Erpressung und Zensur Schutz bei Requiem, der sich durch das Leben gaunert. Rhythmisch und rau erzählt Mwanza Mujila ihre Geschichte, mit einem Drive, der an die Musik von John Coltrane erinnert.
Die vierzigjährige Norah gibt dem Drängen ihres Vaters nach und besucht ihn in Dakar: Die Juristin soll ihren Bruder aus dem Gefängnis holen. Das schwierige Treffen mit dem Vater führt die Frau an den Rand des Wahnsinns. Fanta hat im Unterschied zu Norah Dakar verlassen, um ihrem Ehemann Rudy in die französische Provinz zu folgen. Sie gibt sich dort vor Langeweile auf, so meint Rudy, durch dessen Perspektive wir von Fanta erfahren - doch ihm entgeht Entscheidendes. Von Afrika aus betrachtet erscheint ihre Existenz geradezu luxuriös und begehrenswert, weshalb Khady, die junge Afrikanerin, illegal nach Frankreich einzuwandern sich bemüht - doch sie endet, tot, an Grenzen. Drei Lebensläufe, drei starke Frauen, die ihre Würde verteidigen, indem sie sich im entscheidenden Moment weigern, so zu handeln, wie es die Umgebung verlangt: drei Frauen, die selbst in extremster Situation ihre Würde verteidigen.
Autobiografie van de Spaanse cineast.
Het beeld van de dood
- 240 Seiten
- 9 Lesestunden
Philippe Ariès is een van de grote geschiedschrijvers van de beleving van dood en vergankelijkheid. In 'Het beeld van de dood' heeft hij met superieure hand zijn studies op dit terrein samengevat, in woord én beeld. Hij roept de wisselende belevingen van onze verhouding met de dood op aan de hand van de beeldende kunst: de grafkunst in de kerken tot in de achttiende eeuw, de religieuze en profane schilderkunst en grafiek, de kerkhofkunst van de negentiende eeuw. De beeldende kunst is de meest rechtstreekse uitdrukking van hoop en vrees, van verwachting en wanhoop, van het niets of van het voortleven dat op de dood volgt, van aanvaarding en ontroostbaarheid. De schone slapers van de Middeleeuwen, de kadavers en skeletten vanaf de vijftiende eeuw, de Vanitas-pedagogiek van de Renaissance en Barok, de schilderingen van hel, hemel en vagevuur, de barokke praalgraven, de familietaferelen en de liefdesdood van de Romantiek: ze markeren de scherpe wendingen in onze sensibiliteit voor leven, dood en voortleven.
Hedendaagse Marokkaanse variant op het Duizend-en-een-nacht-verhaal, waarin een jonge vertelster erotiek en maatschappijkritiek verstrengelt.


