Tipp des Lektorats: Wer fürchtet sie nicht, die dunklen Geheimnisse, die sich hinter den verschlossenen Türen einer friedlichen Kleinstadtidylle verbergen? Immer wieder schockieren uns die unfassbaren Verbrechen, die unter der Oberfläche lauern. Stefan Kiesbye gelingt mit „Nebenan ein Mädchen“ das Kunststück, ein solch düsteres Szenario in große Literatur umzusetzen. Vergleichbar allenfalls mit Andrea Maria Schenkels „Tannöd“ erzeugt er in wenigen Worten und ohne billige Schockeffekte eine beklemmende Atmosphäre, die den Leser bis zum erschütternden Ende nicht mehr loslässt. Die Krimi-Experten sind sich einig: ein Meisterwerk! Markus Naegele, Lektorat
Gerrit Hendrik Lambertus Bussink Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)






Der Anfang von etwas
- 236 Seiten
- 9 Lesestunden
Das Schreiben von Kurzgeschichten, sagte Siegfried Lenz, habe er bei Hemingway studiert: »Man kann schreiben, mit dem einzigen Wunsch, verstehen zu lernen.« So beginnt Lenz, eben aus englischer Kriegsgefangenschaft entlassen, seine literarische Arbeit. Heute gehören seine Erzählungen zum Allerbesten, was an deutscher Kurzprosa verfasst wurde. Dieser Band versammelte so bekannte Meisterwerke wie Das Wunder von Striegeldorf, Ein Freund der Regierung, Der sechste Geburtstag oder Der Anfang von etwas, das jetzt für das ZDF kongenial verfilmt wurde.
Alle sieben Wellen
- 219 Seiten
- 8 Lesestunden
Erstens: Sie kennen Emmi Rothner und Leo Leike? Dann haben Sie also „Gut gegen Nordwind“ gelesen, jene ungewöhnliche Liebesgeschichte, in der sich zwei Menschen, die einander nie gesehen haben, per E-Mail rettungslos verlieben. Zweitens: Für Sie ist die Geschichte von Emmi und Leo und ihrer unerfüllten Liebe abgeschlossen. Mag sein. Aber nicht für Emmi und Leo! Drittens: Sie sind der Ansicht, dass die Liebenden zumindest eine einzige wirkliche Begegnung verdient hätten und der Roman eine zweite Chance auf ein anderes Ende? Bitte, hier haben Sie's! Viertens: Sie haben keine Ahnung, wovon hier die Rede ist? Kein Problem. In diesem Buch erfahren Sie alles: von Leos Rückkehr aus Boston, von Emmis Eheproblemen und von der siebenten Welle, die immer für Überraschungen gut ist.
Kompromisslos und gleichzeitig unwiderstehlich komisch erzählt Anne, eine Frau Anfang Dreissig, ihre Geschichte. Sie hat sich auf den Weg zum schon seit der Schulzeit unglücklich geliebten Schwarm gemacht. Während des Fluges nach London rekapituliert sie ihre bislang allesamt vergeblich verlaufenen Bemühungen um das andere Geschlecht. Liegt es an ihrem Äusseren? Wie ein roter Faden zieht sich das Thema Selbstachtung bzw. der durch vergebliche Liebe ausgelöste Mangel daran durch Annes Entwicklung. Kein Wunder, das ihre Schwierigkeiten, sich mit dem eigenen Körper wohl zu fühlen, immer grösser werden
Heksenketel
- 220 Seiten
- 8 Lesestunden
Tijdens het carnaval in Kleef wordt een privé-detective vermoord die aan drie zaken werkte: vergiftigingen, vermoorde renpaarden en bedrijfsspionage.
Ich : Roman
- 377 Seiten
- 14 Lesestunden
Der Schriftsteller und Stasi-Spitzel »Cambert« soll einen mysteriösen Autor beschatten, der »feindlich-negativer« Ziele verdächtigt wird. Da dieser Autor nie den Versuch macht, seine Texte zu veröffentlichen, ist der Verdacht jedoch schwer zu erhärten. »Camberts« Zweifel an der Notwendigkeit seiner Aufgabe, die ihn zu unheimlichen Expeditionen durch Berliner Kellergewölbe zwingt, wachsen mit der Unsicherheit, ob sich das Ministerium für Staatssicherheit für seine Berichte überhaupt interessiert. Immer öfter plagt ihn die Ahnung, nicht einmal seine Person werde ernst genommen. In dem muffigen Zimmer zur Untermiete bei Frau Falbe, die ihm keineswegs nur Kaffee kocht, verschwimmen ihm Dichtung und Spitzelbericht so sehr, daß er bald nichts mehr zu Papier bringen kann. Tief sitzt die Angst, unter dem Deckmantel »Cambert« könnte der lebendige Mensch längst verschwunden sein. Hilbigs Thema in diesem Roman ist die Verwicklung von Geist und Macht. Er untersucht sie am Beispiel eines Literaten, der zu einem Spitzel der Staatsgewalt geworden ist.
Die linkshändige Frau
- 130 Seiten
- 5 Lesestunden
Marianne, dreißig Jahre alt, und ihr achtjähriger Sohn Stefan warten auf die Rückkehr Brunos, des Mannes und Vaters, von einer mehrmonatigen Geschäftsreise. Als er zurück ist, erzählt Bruno von seinem Allein- und Fremdsein in Finnland, von seiner Angst und der daraus resultierenden Verbundenheit mit Marianne und Stefan »auf Leben und Tod... und das Seltsame ist, daß ich sogar ohne euch sein könnte, nachdem ich das erlebt habe«. Am Tag darauf beschließen beide, sich zu trennen. »Für immer?« fragt Bruno. Und nach und nach hören sie auf, die Tage zu zählen, die sie allein sind. Die neue Form des Daseins beginnt sie zu schützen und zu stärken.
Fänä und seine Freunde, aufgewachsen in den engen Wohnungen eines roten Viertels und kaum älter als das 'Dritte Reich', wissen nicht, was das wirklich ist: Frieden. Ihre Väter, Arbeiter in einer kleinen Stadt des Ruhrgebiets, sind im Krieg oder im KZ gefallen oder erschossen. Die Dreizehn- und Vierzehnjährigen hecken Streiche aus, trinken einen Schnaps zuviel, leisten Kurierdienste, verteilen Flugblätter, helfen beim Bombenbasteln. Ihre Abenteuer und Erfahrungen verbinden sich zu einem plastischen Stück Zeitgeschichte und einem Roman von großer Eindringlichkeit. Zündschnüre hat einen so festen Bezugrahmen, daß man kaum glauben kann, daß es sich um einen frei erfundenen Roman handelt. Das Geschilderte besteht großteils aus Versatzstücken aus der Realität der damaligen Zeit. Der Roman füllt eine schmerzliche Lücke in den landläufig kaum vermittelten Geschichte der unteren Klassen in Deutschland.

