„Orte haben viele Besitzer. Dem, der nachts kommt und sich den Ort aneignet, für einen kleinen Zeitraum, dem gehört der Ort ebenso. Es ist ein spiritueller Besitz." -Bus126. „Wir machen Bilder. Für mich kann diese ganze Diskussion, Kunst oder Vandalismus, endlich beendet werden." -Moses. Wie stehen Straße, Institution und Gegenwartskunst zueinander? Und wie passt der Begriff „Post-Vandalismus“ dazu, der aktuelle Entwicklungen zu fassen sucht? Diese Fragen werden in Under the Milky Way. Abstraktion, Autonomie und post-vandalistische Tendenzen in der Kunst der Gegenwart behandelt. Die Publikation umfasst Interviews mit Künstler:innen der gleichnamigen Ausstellung im Kunstverein Hannover (28.3.-19.7.2026) sowie Essays von Larissa Kikol und Christoph Platz-Gallus. Sie reflektieren die Grenzverläufe zwischen Subkulturen, vandalischen Eingriffen in die Stadt und zeitgenössischer Kunst. Die These besagt, dass Post-Vandalismus eine offene Perspektive auf künstlerische Praktiken zwischen Widerstand, Selbstermächtigung und Autonomie ermöglicht.
Amy Patton Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)


Noir Complex
- 60 Seiten
- 3 Lesestunden
Der amerikanische Schriftsteller James Ellroy zitiert 1993 in einem autobiografisch gefärbten Prosastück C. G. Jung: 'Was nicht ins Bewusstsein gebracht wird, kommt als Schicksal auf uns zu.' Das ist Noir: der Spannungsbogen, der zwischen Determination und Analyse, Instruktion und Destruktion, Verstrickung und Ausweg entsteht. C. G. Jungs Diktum lässt sich präzise fassen: Der Aufgabe, das eigene Lebensrätsel zu lösen, entgeht niemand. Wer sich den Tatsachen heute nicht stellt, wird früher oder später vom Echo der Vergangenheit eingeholt. Das eigene Schicksal wird zum Fixstern. Die Dispositionen der Biografie werden zum Zwang. Egoismus ohne Ausweg. Schicksal und Tiefenpsychologie, Zufall und Bestimmung ergeben im Sinne der Noir-Logik immer nur: Aufbegehren und Scheitern. Lemmy Caution in Alphaville: 'Man versteht nichts und am Ende stirbt man daran.' – Aus dem begleitenden Text „noir complex/complex noir“von Maik Schlüter. Mit Fotografien von Andreas Schulze, Clare Strand, David Deutsch, Amy Patton, Caroline Hake, Marco Poloni, Jerry Berndt, Charles Gaines, Laura Bielau.