Marián Čunderlík Bücher






Anna Karenina ist neben Effi Briest und Madame Bovary die wohl berühmteste Ehebrecherin der Weltliteratur. Glücklos mit einem hohen Beamten verheiratet, verfällt die bezaubernde, kluge und sanftmütige Anna dem jungen Offizier Graf Wronski in unwiderstehlicher Liebe. Eine leidenschaftliche Affäre, die sie weder vor ihrem Mann noch vor der Gesellschaft verheimlicht, nimmt ihren Lauf. Anna Karenina ist bereit, dieser Liebe alles zu opfern …
Drei Generationen einer rheinischen Architektenfamilie werden sich an diesem 6. September 1958 versammeln, um den achtzigsten Geburtstag ihres Oberhauptes zu feiern. Heinrich Fähmel hatte 1907 den Auftrag erhalten, die Abtei St. Anton zu erbauen. Sein Sohn Robert - er spielt täglich von halb zehn bis elf im Hotel Prinz Heinrich Billard - hat als Sprengmeister der Wehrmacht diese Abtei in den letzten Kriegstagen zerstört. Der Enkel Joseph wird am Wiederaufbau beteiligt. In den Gesprächen Roberts mit dem Hotelboy, in Rückblenden und Erinnerungen seines Vaters verknüpfen sich Vergangenheit und Gegenwart, werden die Situationen der einzelnen Zeitabschnitte deutlich. Der Grundkonflikt, den Böll dabei mit der Symbolik vom »Lamm« und vom »Büffel« thematisiert, ist der Konflikt zwischen den selbständig denkenden und handelnden einzelnen und der opportunistischen Mehrheit.
Brutal ehrlich in der Darstellung menschlicher Verzweiflung, untersucht das Stück Themen wie Gier, Verrat und moralischen Verfall im Kontext des Lebens armer Bauern. Anisyas Verführung des Landarbeiters Nikita, getrieben von der Angst, ihren Bauernhof zu verlieren, führt zu Manipulation und Tragödie, insbesondere für die Waise Marinka. Tolstoj kontrastiert die romantisierte Sicht auf das Landleben mit den harten Realitäten und schafft eine Erzählung, die den Konflikt zwischen Mensch, Natur und dem Selbst erforscht.
V znamení kruhu : Marián Čunderlík, Anastázia Miertušová, Marianna Arvay-Čunderlíková
- 167 Seiten
- 6 Lesestunden
Marián Čunderlík, 1926-1983
Slovenská národná galéria, Galéria súčasného umenia, Bratislava, marec-apríl 1992
- 62 Seiten
- 3 Lesestunden


