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Hans J. Hans Joachim Weitz

    Galante Feste
    Die Wahlverwandtschaften
    West-östlicher Divan
    • Die Wahlverwandtschaften

      • 391 Seiten
      • 14 Lesestunden

      Goethes Versuch über die Versuchung führt das Ehepaar Eduard und Charlotte auf ihrem Landgut mit dem befreundeten Hauptmann und Charlottes Nichte Ottilie zusammen − und damit in ein auswegloses Dilemma von erotischem Verlangen und Entsagung im Zeichen christlich-bürgerlicher Ehemoral. Von der Prüderie des 19. Jahrhunderts als unsittlich verpönt, wird Goethes vielschichtiger Roman heute als Meisterwerk geschätzt, in welchem es dem Dichter gelingt, die erschütternde Tragik kühl-distanziert zu schildern und ein psychologisch nuanciertes Porträt der zeitgenössischen Gesellschaft zu zeichnen. »Der sehr einfache Text dieses weitläufigen Büchleins«, erklärte Goethe 1821 Joseph Stanislaus Zauper, »sind die Worte Christi: Wer ein Weib ansieht, ihr zu begehren. Ich weiß nicht, ob irgend jemand sie in dieser Paraphrase wieder erkannt hat.« Die Stelle lautet im Ganzen: »Wer ein Weib ansieht, ihrer zu begehren, hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.«

      Die Wahlverwandtschaften1997
      3,8
    • Johann Wolfgang Goethe, geboren am 28. August 1749 in Frankfurt am Main, studierte Jura und trat in den Regierungsdienst am Hof von Weimar ein. 1773 veröffentlichte er anonym Götz von Berlichingen, gefolgt von Die Leiden des jungen Werthers (1774) und weiteren bedeutenden Werken wie Italienische Reise (1816/1817), Wilhelm Meisters Lehrjahre (1798) und Faust (1808). Goethe starb am 22. März 1832 in Weimar. Hugo von Hofmannsthal, geboren am 1. Februar 1874 in Wien und gestorben am 15. Juli 1929 in Rodaun, studierte Jura und Romanistik. Nach seiner Heirat mit Gerty Schlesinger lebte er ab 1901 als freier Schriftsteller und unternahm zahlreiche Reisen. Während des Ersten Weltkriegs war er Reserveoffizier. Oskar Loerke, geboren am 13. März 1884 in Jungen, studierte verschiedene Fächer in Berlin und veröffentlichte 1907 seine erste Erzählung. Er erhielt 1913 den Kleist-Preis und arbeitete während des Ersten Weltkriegs als Lektor im S. Fischer Verlag bis zu seinem Tod am 24. Februar 1941. Karl Krolow, geboren am 11. März 1915 in Hannover, studierte von 1935 bis 1942 Germanistik und Philosophie. Ab 1940 veröffentlichte er Gedichte und lebte ab 1942 als freier Schriftsteller. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Georg-Büchner-Preis und den Rainer-Maria-Rilke-Preis für Lyrik, und war in verschiedenen akademischen Institutionen aktiv bis zu seinem Tod am 21. Juni 1999 in Darmstadt.

      West-östlicher Divan1974
      3,9