Der Band beschäftigt sich mit jüdischen Auslegungen der Genesis-Erzählungen in Talmud und Midrasch, aber auch in späteren klassischen Kommentaren. Das Spektrum reicht dabei vom Mittelalter, über die Aufklärung und Mystik bis hin zu den unterschiedlichen Strömungen der Gegenwart. Das Werk möchte die akademische Theologie sensibilisieren für die oft übersehene jüdische Rezeption dieser Texte. Aber es will auch für Laien lesbare Impulse für den interreligiösen Dialog liefern, gerade was deren Zugang zu den biblischen Texten angeht.
Anlässlich des 75. Jahrestags wurde die verstreute und oft schwer zugängliche Fachliteratur über jüdisches Leben in der Region in einen gut lesbaren Kulturreiseführer zusammengefasst. Diese Initiative stammt vom Arbeitskreis Kirche und Judentum der Evangelischen Kirche der Pfalz und der Arbeitsgemeinschaft Christentum-Judentum des Bistums Speyer. Das reich bebilderte Werk weist auf die Zeugnisse jüdischer Kultur hin, die in der Pfalz noch sichtbar sind. Die Kapitel orientieren sich an den Regionen und bieten zunächst einen kurzen historischen Überblick. Danach folgen Exkursionsvorschläge zu Lernorten wie Synagogen, Ritualbädern, jüdischen Friedhöfen sowie Museen und Gedenkstätten. Ein zentrales Anliegen der Herausgeber ist es, Möglichkeiten für einen lebendigen Dialog mit den wieder erstarkten jüdischen Gemeinden aufzuzeigen. Am Ende jedes Kapitels finden sich praktische Hinweise wie Kontaktadressen, Öffnungszeiten und Internetressourcen. Ergänzt wird das Angebot durch Übersichten in Listenform, ein Glossar und eine Literaturliste. Zu den Autoren zählen Fachleute wie Marita Hoffmann, Bernhard Kukatzki und andere, die auch eigene (Teil-)Kapitel beigetragen haben. Das Buch richtet sich insbesondere an Multiplikatoren in Kirche und Bildung, um interessierten Laien Einblicke in die facettenreiche jüdische Zivilisation zu ermöglichen.