Fundamentalismus
- 239 Seiten
- 9 Lesestunden






Wirtschaftliche Aspekte - regionale Hot Spots - Dynamiken - Lösungsansätze
Die Fluchtthematik wird in diesem Fachbuch umfassend analysiert und in theoretische Zusammenhänge eingeordnet. Es beleuchtet globale Fluchtbewegungen und Migrationsrouten, insbesondere aus europäischer und schweizerischer Perspektive. Der Autor Christian J. Jäggi betrachtet Migration nicht als linearen Prozess, sondern als bilokale Lebensformen, die durch ökonomische, kriegerische und natürliche Ursachen bedingt sind. Zudem werden die ökonomischen Auswirkungen auf Migranten sowie die Herkunfts- und Einwanderungsländer thematisiert, während internationale Lösungsansätze kritisch untersucht werden.
Ökonomische, gesellschaftliche und psychologische Auswirkungen
Die Analyse der COVID-19-Pandemie beleuchtet die weitreichenden wirtschaftlichen, politischen und psychologischen Auswirkungen der Krise. Der Fokus liegt auf den ökonomischen Konsequenzen wie Lockdowns, Lieferengpässen und steigender Arbeitslosigkeit sowie auf den politischen Herausforderungen, einschließlich der Einschränkung von Grundrechten und der Isolation gefährdeter Gruppen. Der Autor warnt vor verkürzten Schlussfolgerungen und bietet nachhaltige Lösungen an, um aus den Erfahrungen der Pandemie zu lernen, insbesondere im Kontext der benachteiligten Länder des globalen Südens.
Eine judaistisch-ethische Analyse
Die Analyse beleuchtet den Einfluss jüdischer Werte und Normen auf die europäische Geistesgeschichte, trotz jahrhundertelanger Marginalisierung und Verfolgung des Judentums. Christian J. Jäggi untersucht, wie die jüdische Tradition, insbesondere der Tanach und der Talmud, zur Entwicklung von Wirtschaftsordnungen und gerechten sozialen Institutionen beiträgt. Durch systematische Analysen der hebräischen Bibel zu Themen wie Armut, Reichtum und Migration sowie rabbinische und zeitgenössische jüdische Perspektiven wird ein umfassendes Bild der ethischen Grundlagen des Judentums in Wirtschaft und Gesellschaft gezeichnet.
In der heutigen Zeit haben aktuelle politische Fragen - wie etwa die Konflikte im Nahen Osten - häufig eine religiöse Dimension oder werden auch über die Religion ausgetragen. Eine globale Friedensordnung ist nur denkbar, wenn die großen weltanschaulichen Systeme, also auch die großen Religionen, einbezogen werden. Die großen Religionen haben auch einen wichtigen Beitrag an die Friedensthematik zu leisten. Der vorliegende Band analysiert, diskutiert und entfaltet schwergewichtig die Beiträge der jüdischen Tradition und besonders des jüdischen Schrifttums, also Tanach und Talmud, zu Fragen der Friedensordnung, zu einer übergreifenden politischen Ethik und zu Themen wie Krieg, Gewalt, Frieden und Versöhnung. Zur Sprache kommen neben den Schriften des antik-klassischen Judentums punktuell auch rabbinische Stellungnahmen, jüdische Autoren des Mittelalters und moderne jüdische Autoren. Das Buch ist Bestandteil einer fünfbändigen Reihe. Bereits erschienen ist Frieden, politische Ordnung und Ethik. Fragestellungen - Erklärungsmodelle - Lösungsstrategien (2018).
Zwischen 1,6 und 1,8 Milliarden Menschen islamischen Glaubens leben auf der Erde. Sie sind nicht nur in mehrheitlich islamischen Ländern, sondern weltweit ein wichtiger sozio-demografischer Faktor. Neben säkularen Konzepten, jüdischen, christlichen und vielen weiteren Glaubensvorstellungen wird die Zukunft deshalb auch entscheidend von islamischen Werten und Normen geprägt sein. Christian J. Jäggi stellt Standpunkte, Ideen und Konzepte des Islam zu den Themen Wirtschaftsordnung und soziale Gerechtigkeit vor: Ausgehend vom Koran und der islamischen Tradition (Sunna) diskutiert er zentrale Inhalte des islamischen Denkens, die in der westlichen Welt bis in die Gegenwart nur wenig Beachtung gefunden haben. Er betrachtet Fragen der islamischen Wirtschaftsordnungsethik, erklärt die Bedeutung sozialer und wirtschaftlicher Gerechtigkeit im Islam und gibt Einblicke in aktuelle wirtschaftswissenschaftliche Diskurse. Daraus ergeben sich konkrete ethische Folgerungen für eine gerechte Wirtschaftsordnung aus islamischer Sicht.
Die Reaktion der Weltwirtschaft auf Epidemien globalen Ausmaßes zeigt, wie anfällig ein global-vernetztes Wirtschaftssystem für Störungen ist. Zentrale volkswirtschaftliche Themen wie Armut, Existenzsicherung, ungleich verteilter Reichtum, Arbeit und Arbeitslosigkeit, Verschuldung, Migration und Schwächen des weltweiten Handels- und Finanzsystems sind zudem nach wie vor ungelöst. Christian J. Jäggi zeigt, dass die großen Weltreligionen – darunter das Judentum, das Christentum und der Islam – wichtige Beiträge zur Lösung dieser Fragen leisten könnten. In diesem Buch analysiert und diskutiert er Standpunkte des biblischen Christentums zu zentralen volkswirtschaftlichen Fragen. Er skizziert mögliche Elemente einer christlichen Wirtschaftsordnungsethik, erarbeitet Lösungsansätze aus christlicher Perspektive und hinterfragt neuere und neueste Texte der christlichen
Viele der aktuellen Probleme haben eine ökonomische Grundlage: Armut und soziale Ungleichheit, Migration, Klimawandel, die Bedrohung durch Pandemien und Krankheiten sowie der weltweite Terrorismus sind die Folge wirtschaftlicher und sozialer Ungerechtigkeit. Christian J. Jäggi diskutiert in diesem Buch säkulare, jüdische, christliche und islamische Vorstellungen einer gerechten Wirtschaftsordnung. Er betrachtet diese Sichtweisen nebeneinander, thematisiert Gemeinsamkeiten und Unterschiede und skizziert mögliche Lösungsansätze für eine gerechte Weltwirtschaftsordnung, die sich sowohl in säkularen Weltanschauungen als auch in jüdischen, christlichen und islamischen Glaubensvorstellungen verankern lassen. Bereits erschienen sind von ihm: • Grundbausteine einer gerechten Wirtschaftsordnung im biblischen Christentum – eine ethisch-exegetische Analyse • Grundbausteine einer gerechten Wirtschaftsordnung im biblischen und rabbinischen Judentum – eine judaistisch-exegetische Analyse • Grundbausteine einer gerechten Wirtschaftsordnung im Islam – eine ethisch-exegetische Analyse
Die großen Probleme unserer Zeit – Terrorismus, Klimawandel, globale Migration und jüngst die Corona-Pandemie – überschreiten die Grenzen der Nationalstaaten. Allein und ohne die Kooperation mit anderen kann kein Staat diese Probleme lösen. Die Handlungsoptionen sind reduziert und gelten in der Regel nur für das eigene Staatsgebiet. Im besten Fall fußen sie auf freiwilligen und damit wenig belastbaren, zwischenstaatlichen Absprachen. Dem gegenüber steht die Instrumentalisierung globaler Krisen durch einzelne Großmächte. Es fehlt ein globales Korrektiv, das im Bedarfsfall gezielt eingreifen kann und auf der Basis eigener Ressourcen handlungsfähig ist. Es ist deshalb an der Zeit, die Diskussion über eine demokratische und föderale Weltregierung wieder aufzunehmen. Christian J. Jäggi legt mit diesem Buch einen Beitrag dazu vor.