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Raymond Radiguet

    18. Juni 1903 – 12. Dezember 1923

    Raymond Radiguet war ein französischer Romanautor, der trotz seines kurzen Lebens einen unauslöschlichen Eindruck in der literarischen Welt hinterließ. Seine Werke, insbesondere seine Romane, wurden für ihre kühne Auseinandersetzung mit unerlaubten Beziehungen und moralischem Verfall bekannt. Radiguet untersuchte die Komplexität menschlicher Begierden und gesellschaftlicher Erwartungen durch seine scharfe Prosa und seine objektive Perspektive. Obwohl jung, schuf er Literatur mit einer zeitlosen Anziehungskraft, die Leser bis heute provoziert und fasziniert.

    Raymond Radiguet
    Cheeks on Fire
    Le diable aus corps
    Der Ball des Comte d'Orgel
    Den Teufel im Leib: Der moderne Klassiker neu übersetzt von Hinrich Schmidt-Henkel
    Den Teufel im Leib und Der Ball des Comte d'Orgel
    • Radiguet, das Wunderkind der französischen Prosa, schrieb Der Teufel im Leib mit neunzehn Jahren und Der Ball des Comte d'Orgel mit zwanzig Jahren. Mit einundzwanzig Jahren lebte er bereits nicht mehr. Der Teufel im Leib erregte großes Aufsehen in Frankreich, obwohl die Novelle den bereits gut bekannten Traditionen des französischen psychologischen Romans folgt und das Thema – die ehebrecherische Liebe – in der französischen Literaturszene, die an Aufregungen und Skandalen gewöhnt ist, nichts Neues darstellt. Wahrscheinlich ist es die erstaunlich scharfe und frische, literarische Konventionen nicht kennende, nicht beschönigende und dennoch bemerkenswert geübte und präzise Ausdrucksweise des genialen Teenagers, die für die Aufmerksamkeit und die ungewöhnlich schnelle Anerkennung verantwortlich ist. Der Ball des Comte d'Orgel ist eine würdige Fortsetzung des großartigen Debüts.

      Den Teufel im Leib und Der Ball des Comte d'Orgel
      4,2
    • Mit siebzehn Jahren schrieb Raymond Radiguet dieses Meisterwerk, das zu einem der erfolgreichsten Bücher des 20. Jahrhunderts wurde. Hinrich Schmidt-Henkel, für seine Neuübersetzung von Célines »Reise ans Ende der Nacht« gefeiert, überträgt den Roman erstmals in einen zeitgemäßen Ton. »Ich weiß, dass ich mich Vorwürfen aussetze. Aber kann ich etwas dafür? Ist es mein Fehler, dass ich wenige Monate vor Kriegsbeginn zwölf Jahre alt wurde? Alle, die mich verurteilen, sollten sich vor Augen führen, was der Krieg für so viele Heranwachsende wie mich bedeutete: vier Jahre große Ferien.« François ist fünfzehn Jahre alt, als er sich in die achtzehnjährige Marthe verliebt, deren Ehemann im Ersten Weltkrieg kämpft. Zwischen den Heranwachsenden entspinnt sich eine ebenso leidenschaftliche wie aussichtslose Affäre. Als Marthe von François ein Kind erwartet, bricht eine Katastrophe über die Liebenden herein. Das Erscheinen des Romans, der durch seinen unschuldigen und zugleich kühl analysierenden Ton besticht, löste 1923 einen Skandal aus, verschaffte Radiguet aber auch glühende Bewunderer wie Paul Valéry, Jean Cocteau und Pablo Picasso.

      Den Teufel im Leib: Der moderne Klassiker neu übersetzt von Hinrich Schmidt-Henkel
      3,8
    • In dieser Liebesgeschichte mit dem Titel "Der Ball des Comte d''Orgel" sind die autobiographischen Bezüge bis zur Unkenntlichkeit kaschiert Radiguet verwendete ein klassisches Schnittmuster: das Dreiecksverhältnis zwischen zwei Freunden und der Frau des einen, die gleichzeitig Geliebte des anderen ist.

      Der Ball des Comte d'Orgel
      3,7
    • Cheeks on Fire

      • 112 Seiten
      • 4 Lesestunden

      Shortly before his death at the age of twenty, the young literary sensation Raymond Radiguet compiled a volume of his poetry, composed between the ages of fourteen and eighteen. Presented here, this prodigious oeuvre is notable as much for its homage to classical style as it is for its risqu� and even licentious undertones: it is, by Radiguet's own admission, an interpretation of ""the birth of Venus,"" a depiction of the awakening of the senses. Based on the authoritative 1925 text, this dual-language edition also contains Radiguet's foreword to the collection, providing an invaluable insight into the history and interpretation of the works.

      Cheeks on Fire