Einheit und Vielheit - Europa pluralisieren?
Ordnungsmodelle und Pluralisierung
- 102 Seiten
- 4 Lesestunden
In Europa reagierte man auf Ungleichheit und Andersartigkeit, die seit der Frühen Neuzeit in sozialen, kulturellen und religiösen Bereichen sichtbar wurden. Die Dichotomie von "Einheit und Vielheit" prägt das europäische Selbstverständnis und wirft Fragen zum Umgang mit Differenz auf. Der Band untersucht, wie Europa auf diese Herausforderungen reagierte und welche Formen der Regulierung oder Begrenzung des Andersartigen entwickelt wurden. Dabei wird analysiert, inwiefern die Einhegung von Differenz zur Bewahrung und Herstellung von Pluralität beitrug. Das Spannungsfeld zwischen angestrebter Einheit und fortdauernder Vielheit wird beleuchtet. Unter dem Aspekt von "Ordnungsmodellen und Pluralisierung" werden historische Verfahren im Umgang mit religiöser Vielfalt und (religions-)politischer Differenz betrachtet. Zudem wird erforscht, wie Unterschiede durch Integration, Marginalisierung, Versöhnung oder ökumenische Ansätze überwunden werden sollten und unter welchen Bedingungen Toleranz, Akzeptanz und Wertschätzung für Vielheit und Differenz entstanden.
