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Michael Thimann

    1. Januar 1970
    An den Wassern Babylons saßen wir
    Goethe und Umkreis
    • Goethe und Umkreis

      Gemälde / Graphik / Skulpturen / Goetheana

      Johann Wolfgang von Goethe hat als Dichter und Naturforscher die Epoche von etwa 1780 bis 1830 geprägt, die als „Goethezeit“ bekannt ist. Sein Einfluss erstreckte sich auch auf die bildenden Künste, wo er aktiv an deren Entwicklung teilnahm. Als Sammler von Zeichnungen und Druckgraphik, produktiver Kunstschriftsteller und Initiator der „Weimarer Preisaufgaben“ (1799-1805) strebte er danach, das Niveau der Historienmalerei in Deutschland zu heben. Goethes Auseinandersetzung mit den Künsten ist facettenreich und eng mit der deutschen Kunst- und Geistesgeschichte um 1800 verbunden, was es schwierig macht, all seine Äußerungen und seinen Einfluss auf Künstler vollständig zu erfassen. Der Katalog „Goethe und Umkreis“ beleuchtet Konstellationen, Verknüpfungen und Repräsentationen im Kosmos Goethe durch ausgewählte Objekte. Neben genuinen Kunstwerken, die Goethe zeigen oder von ihm inspiriert wurden, liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der Kunst der Goethezeit, insbesondere der deutschen Romantik. In der präsentierten Sammlung agiert Goethe als zentrales Ausstrahlungsphänomen seiner Epoche. Seine Persönlichkeit, das Bild, das Zeitgenossen von ihm hatten, sein Kunstgeschmack, seine Sammelaktivitäten und sein Einfluss auf die zeitgenössische Kunst sowie seine Auseinandersetzung mit der Romantik werden anschaulich dargestellt.

      Goethe und Umkreis
    • An den Wassern Babylons saßen wir

      Figurationen der Sehnsucht in der Malerei der Romantik, Ferdinand Olivier und Eduard Bendemann

      • 173 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Um 1830 entdeckten fast zeitgleich zwei Maler das Thema der trauernden Juden im babylonischen Exil. Ferdinand Olivier wählte eine klassische Ideallandschaft, in die er das Bildpersonal staffageartig integrierte. Eduard Bendemann schuf hingegen eine figürliche Allegorie und stellte die trauernden Menschen in den Vordergrund seines elegischen Stimmungsbildes. Beide Gemälde zeigen sich dabei als Folie für ganz verschiedene Sehnsüchte: Die Darstellung von Psalm 137 („An den Wassern zu Babylon saßen wir und weinten, wenn wir an Zion gedachten“) ruft zum einen die politisch brisante Frage der jüdischen Emanzipation auf, veranschaulicht jedoch zugleich die Sehnsucht des deutschen Bürgertums nach nationaler Einheit. In der Tradition nazarenischer Kunst verbirgt sich hinter dem ersehnten Jerusalem jedoch auch das himmlische Jerusalem und damit ein christlich-heilsgeschichtlicher Aspekt. Die Ausstellung ist ein wissenschaftliches Experiment, das den Wandel im Bildverständnis des 19. Jahrhunderts anhand einer konkreten ikonographischen Innovation aufzeigt.

      An den Wassern Babylons saßen wir