Die Veröffentlichung erschließt erstmals systematisch deutsche und chinesische Archivalien zu den Anfängen der preußisch-deutsch-chinesischen Beziehungen in den Bereichen Politik, Wirtschaft und Kultur. Die Dokumente bieten neue Perspektiven auf das gegenseitige Verhältnis, die in der bisherigen Forschung kaum Beachtung fanden. Der Band resultiert aus einem gemeinsamen Forschungsprojekt des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz und des Ersten Historischen Archivs in Peking. Die Auswahl der Dokumente folgt dem Ansatz der histoire croisée und betont die enge Interaktion beider Seiten. Es wird deutlich, dass China nicht nur passiv auf das westliche Vordringen reagierte, sondern aktiv eigene Initiativen entwickelte und seine Handlungsspielräume nutzte. Deutschland hingegen bewegte sich zwischen imperialistischer Machtpolitik und dem Streben nach einem partnerschaftlichen Sonderverhältnis. Die Gliederung umfasst eine Einleitung, einen Überblick über den Forschungsstand, die Entwicklung der deutsch-chinesischen Beziehungen von 1842 bis 1911 sowie detaillierte Analysen der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Aspekte dieser Beziehungen. Zudem enthält der Band ein Verzeichnis der Dokumente, eine Bibliographie und einen Personenindex.
Cord Eberspächer Bücher



Mit der Edition des Tagebuchs von Patrick Thornhill (1900-1990) aus den Jahren 1918/19 legt die DGSM als Herausgeber und die Bearbeitung von Cord Ebers-pächer und Gerhard Wiechmann ein wichtiges Werk des frühen 20. Jahrhunderts vor. Der Weg des 17-jährigen Zahlmeister-Hilfssekretärs der Royal-Navy führt von Scapa Flow, wo er auf eine letzte große Seeschlacht der Kaiserlichen Marine hoffte, über den Waffenstillstand mit dem Osmanischen Reich in Konstantinopel in das vom Russischen Bürgerkrieg erschütterte Sewastopol, das Briten und Franzosen auf-grund der anrückenden Roten Armee bald verlassen mussten. Anstatt wie gehofft nach England zurückkehren zu können, wurde Thornhill überraschend über Geor-gien nach Baku/Aserbeidschan abkommandiert. Hier hatte die Royal Navy auf dem Kaspischen Meer als Drehscheibe Zentralasiens die British Caspian Naval Force aufgebaut. – Eine spannende Story!
Kleine Schriftenreihe zur Militär- und Marinegeschichte - 8: Die deutsche Yangtse-Patrouille
Deutsche Kanonenbootpolitik in China im Zeitalter des Imperialismus 1900-1914
- 382 Seiten
- 14 Lesestunden