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Mariusz Wilk

    Dieser Absolvent der polnischen Philologie war eine Schlüsselfigur der polnischen demokratischen Opposition und engagierte sich aktiv in der Veröffentlichung von Oppositionszeitungen und -zeitschriften während einer Ära der Unterdrückung. Sein literarisches Schaffen schöpft aus tiefen Erfahrungen im Kampf für Freiheit und erinnert an die Solidarność-Bewegung. Nach dem Fall des Kommunismus verlagerte sich sein Fokus auf Russland, wo er als Korrespondent tätig war und abgelegene Regionen des Nordens erkundete. Seine Werke zeichnen sich durch ein starkes soziales Bewusstsein und scharfe Beobachtungen der menschlichen Verfassung in turbulenten historischen Zeiten aus und erscheinen oft in angesehenen literarischen Publikationen.

    Konspira. O podzemní Solidaritě
    Das Haus am Onegasee
    Schwarzes Eis
    • Schwarzes Eis

      • 286 Seiten
      • 11 Lesestunden

      „Wie das Meer in einem Wassertropfen, so sieht man Rußland von den Solowjezki-Inseln aus“, schreibt der polnische Schriftsteller und Reporter Mariusz Wilk am Beginn von „Schwarzes Eis“, das auf einzigartige Weise von der russischen Geschichte und der postsowjetischen Gegenwart erzählt. Wilk berichtet von glühend weißen Nächten, märchenhaften Wäldern, aber auch von verwitterten Baracken und Stacheldrähten, von Gebeinen und Teilen von Raketen und U-Booten, die aus Schnee und Boden ragen. Es gelingt ihm, auf engstem Raum, durch eigenwillige Analysen religiöser, ideologischer und politischer Zusammenhänge, jene Prozesse zu erfassen, die sich in Rußland auf riesiger Fläche abspielen.

      Schwarzes Eis
      4,0
    • 2003 kaufte Mariusz Wilk im Dorf Konda Bereschnaja am Onegasee im Norden von Russland ein riesiges, hundert Jahre altes Holzhaus. Als er es bezog, war es eine Ruine ohne Strom, die 37 Fenster und Türen waren mit Brettern vernagelt, die sechs großen gemauerten Öfen zerstört, der Wind pfiff vom Parterre bis hinauf in die Mansarde. Um das Überleben in dieser fast menschenleeren Gegend zu sichern, musste er selbst Hand anlegen. Anschaulich und kenntnisreich gelingt es Mariusz Wilk in dieser Reportage, aus einem unwirtlichen Winkel der Welt seinen Blick auf das große Ganze Russlands zu werfen. Er erzählt von den „Skomorochy“, wilde russische Minnesänger, die einst den orthodoxen Klerus verhöhnten, vom unerbittlichen Winter und dem Einsetzen des Sommers, der hier nur einen Monat dauert und die Natur gleichsam explodieren lässt.

      Das Haus am Onegasee
      3,8