Seit ihrer Erfindung ist die Fotografie von der Gewinnung und Ausbeutung natürlicher Rohstoffe abhängig. Während die analoge Bildproduktion im 19. und 20. Jahrhundert auf Kupfer, Kohle, Silber und Papier basierte, benötigt die Fotografie im Smartphone-Zeitalter seltene Erden und Metalle wie Koltan, Kobalt und Europium. Die Publikation beleuchtet die Materialgeschichte dieser Rohstoffe im Kontext der Fotografie und verknüpft sie mit der Geschichte ihres Abbaus, der Entsorgung und dem Klimawandel. Sie erzählt die Geschichte der Fotografie als Teil der industriellen Fertigung und zeigt, wie das Medium in die menschgemachten Veränderungen der Natur verwickelt ist. Die Ausstellung präsentiert zeitgenössische Arbeiten von Künstlern wie Ignacio Acosta, Lisa Barnard, F&D Cartier, Susanne Kriemann und vielen anderen sowie historische Werke von Eduard Christian Arning, Hermann Biow und weiteren, ergänzt durch Material aus dem Agfa Foto-Historama, dem Eastman Kodak Archive und dem FOMU Antwerpen sowie Mineralproben von Alexander von Humboldt aus dem Museum für Naturkunde in Berlin. Esther Ruelfs ist Kunsthistorikerin und leitet die Sammlung Fotografie und Neue Medien im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg. Boaz Levin ist Schriftsteller, freier Kurator und Mitbegründer des Research Center for Proxy Politics.
Esther Ruelfs Bücher


Objekte erzählen Geschichte
Die Sammlung des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg
- 288 Seiten
- 11 Lesestunden
Die Publikation zur Sammlung des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg erzählt in elf Kapiteln die kulturraumübergreifende Geschichte menschlicher Kreativität und Erfindungsgabe. Die Darstellung ist chronologisch aufgebaut und umfasst einen Zeitraum von über 4000 Jahren. Mehr als 250 Objekte aus den Sammlungen eines der bedeutendsten Kunst- und Gewerbemuseen Europas werden im Kontext ihrer jeweiligen Epoche gezeigt, sodass gleichzeitige Entwicklungen und Innovationen sichtbar werden. Die Darstellung beginnt im Alten Orient und endet bei aktuellen Beispielen zum Überlebensdesign für die Dritte Welt.