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Agne s. Arp

    Mein Land verschwand so schnell...
    VEB, Vaters ehemaliger Betrieb
    Wie erinnern und vergessen wir?
    Mein Land verschwand so schnell...
    Die DDR nach der DDR
    • Die DDR nach der DDR

      Ostdeutsche Lebenserzählungen

      Die französischen Historikerinnen Agnès Arp und Élisa Goudin-Steinmann gehen der Frage nach, wie die DDR als Gesellschaft im Leben der Ostdeutschen bis heute nachwirkt. Die von ihnen mit ehemaligen DDR-Bürger*innen geführten lebensgeschichtlichen Interviews lassen Nähe und Unmittelbarkeit, Zwischentöne und Differenzierungen zu – jenseits der einseitigen öffentlichen Wahrnehmung unter dem Stichwort »Leben in der Diktatur«. Nachdem die Schilderungen von Entwertung, Wiederaneignung und Aufwertung ostdeutscher Lebenswege bereits in Frankreich auf positive Resonanz stießen, eröffnet sich nun auch einer west- wie ostdeutschen Leserschaft eine vielfältige Sicht auf wichtige Themen wie Bildungschancen, Geschlechterverhältnisse, Umgang mit Kunst und Kultur oder Möglichkeiten politischer Teilhabe und deren Deutung im vereinigten Deutschland.

      Die DDR nach der DDR
      4,5
    • Mein Land verschwand so schnell...

      • 216 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Die DDR im Jahr 1989: Ein frisch gekürter Kulturstadtrat (einer Kleinstadt) fügt sich ratlos und verzweifelt einer Anweisung zur Wahlmanipulation. Ein Elektromonteur, der nie auffallen wollte, weil sein Vater in Bautzen inhaftiert war, stellt zum Zeichen des Protestes jeden Abend Kerzen in seine Fenster. Ein Schriftsteller fährt in die Sowjetunion, weil er Glasnost und Perestrojka studieren will, und erlebt den Fall der Berliner Mauer an einem flackernden Bildschirm. Studierende am Historischen Institut der FSU Jena fragten im Jahr 2008 sechzehn Männer und Frauen, die ihre Eltern oder Großeltern hätten sein können, nach deren Lebensgeschichten und nach jener entscheidenden Zäsur am Ende der Achtzigerjahre, die heute meist „Wende“ genannt wird und die alle ostdeutschen Biografien in der Rückschau unweigerlich in ein „Vorher“ und ein „Nachher“ teilt. Die Geschichten, die ihre Interviewpartner ihnen erzählten und die hier aufgezeichnet sind, entziehen sich meist einfachen Zuordnungen. Es handelt sich um sechzehn ganz unterschiedliche Perspektiven auf das Leben im ostdeutschen Staat und auf die Jahre 1989/90, aufregend und alltäglich zugleich, weder schwarz noch weiß, sondern mit vielen Abstufungen von Farbund Grautönen. Ein spannendes Stück Zeitgeschichte aus der subjektiven Sicht der Betroffenen.

      Mein Land verschwand so schnell...
      4,0
    • Wie erinnern und vergessen wir?

      Psychologische, neurophilosophische und geschichtswissenschaftliche Zugänge

      • 300 Seiten
      • 11 Lesestunden

      Wie erinnern wir uns und warum vergessen wir? Welche neurobiologischen Vorgänge werden dabei aktiviert und welche Rolle spielt der soziale Rahmen für das Erinnern? Wie gehen wir mit den Erinnerungen um, von denen uns andere Menschen erzählen? Diesen und weiteren Fragen zum Thema Erinnern und Vergessen gehen die Autorinnen und Autoren nach und beleuchten sie aus den Blickwinkeln der Bereiche Neurowissenschaften, Psychologie, Neurophilosophie, Oral History und Psychoanalyse. Mit Beiträgen von Agnès Arp, Marie Busch, Sascha Benjamin Fink, Hariet Kirschner, Christiane Kuller, Carsta Langner, Hans J. Markowitsch, Ilka Quindeau, Sabine Schmolinsky, Angelica Staniloiu, Bernhard Strauß, Alexander von Plato und Grit Wesser

      Wie erinnern und vergessen wir?
    • VEB, Vaters ehemaliger Betrieb

      • 240 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Nach anfänglichen Schwierigkeiten in den Nachkriegsjahren konnten viele langjährige Familienunternehmen in der Planwirtschaft Fuß fassen. Ab 1956 begann der DDR-Staat, sich aufgrund ihrer überdurchschnittlichen Produktivkraft stark an diesen Betrieben zu beteiligen. Bis Ende der 50er Jahre waren nahezu alle ehemaligen Privatunternehmen in Betriebe mit staatlicher Beteiligung umgewandelt. Die staatlichen Beihilfen gewährten den Unternehmern eine gute wirtschaftliche Entwicklung bei weitgehender Selbstbestimmung. Mit der Ära Honecker endeten 1972 die Jahre der Toleranz, und viele Betriebe wurden in „Nacht-und-Nebel-Aktionen“ verstaatlicht. Die Eigentümer, von denen viele später als staatliche Leiter ihrer ehemaligen Unternehmen agierten, wurden in den 80er Jahren durch linientreue SED-Kader ersetzt. Nach der Wende gelang es einigen, ihre Betriebe erfolgreich weiterzuführen, während andere in zähen Verhandlungen mit der Treuhand scheiterten. Die Französin Agnès Arp interviewte acht ehemalige Privatunternehmer und -unternehmerinnen, die ihre wechselhafte Geschichte von den Anfängen der DDR bis zur Reprivatisierung während der Wendezeit erzählen. Arp begegnete engagierten Menschen, die versuchten, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, und sie zeichnet deren Erfahrungen verständnisvoll und kritisch nach, ohne auf die übliche Täter-Opfer-Rhetorik zurückzugreifen.

      VEB, Vaters ehemaliger Betrieb