Para-Plattformen
Die Raumpolitik des Rechtspopulismus
Markus Miessen ist ein Architekt und Schriftsteller, dessen Arbeit zeitgenössische architektonische und städtische Theorien kritisch untersucht. Er erforscht, wie politische und soziale Kräfte unsere physischen Umgebungen prägen und wie wir diese Dynamiken besser verstehen und beeinflussen können. Durch seine Schriften und Lehrtätigkeit fördert Miessen ein tieferes Verständnis der komplexen Beziehung zwischen Architektur, Macht und Gesellschaft.



Die Raumpolitik des Rechtspopulismus
Die aufstrebenden Städte der Golf-Region und konfliktreiche Schauplätze im Mittleren und Nahen Osten sind zentrale Themen der aktuellen Medienberichterstattung. Der westliche Blick ist von den extremen Bildern aus diesen Gebieten geprägt. Die Publikation konterkariert deren manipulative Ästhetik mit Werken, die insofern einen vielschichtigeren Ansatz zeigen, als sie sich mit den dortigen gesellschaftlichen Bedingungen auseinandersetzen. Common Grounds bezieht sich auf das wissenschaftliche Modell des Grounding, die Annahme, dass zwischen Kommunikationspartnern ein gemeinsamer Wissensraum besteht, der den Dialog gelingen lässt. Dieser öffentliche Raum bildet das Sujet der präsentierten Arbeiten, die subjektive Erzählweisen jenseits kollektiver Geschichtsschreibung aufzeigen. In Christian Palestinian Archive (CPA) etwa gestaltet Dor Guez Archivmaterial, das persönliche Geschichten von Palästinensern christlichen Glaubens aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts dokumentiert. Die vorgestellten Künstler (Auswahl): Abbas Akhavan, DAAR, Parastou Forouhar, Babak Golkar , Dor Guez, Joana Hadjithomas & Khalil Joreige, Hazem Harb, Susan Hefuna, Bouchra Khalili, Sophia Al Maria, Ahmed Mater, Nasser Al Salem Ausstellung: Museum Villa Stuck, München 12.2.–17.5.2015
What exactly is Europe? Is it an actual place or just a temporarycommunity based on shared political and economic interests? Editedby London-based architect and writer Markus Miessen, this compilationof essays, cartoons and other writings presents the world's mostdensely populated continent as a conflicted political space whoseidentity must be continuously negotiated. As the European Unionmaintains its eastward march to countries like Turkey, bleeding beyondits classically understood political boundaries, the questions continue.Produced to expound on Miessen's work from the Lyon Biennial in2007, this dense paperback accumulates diverse opinions exploringwhat it means to live in Europe today.