Das Recht der Verbraucherinformation entwickelt sich dynamisch und ist politisch sowie medial stark begleitet. Mit dem Verbraucherinformationsgesetz (VIG) von 2008 hat der deutsche Gesetzgeber eine spezielle Regelung geschaffen, die nun durch das »Gesetz zur Änderung des Rechts auf Verbraucherinformation« grundlegend überarbeitet wurde. Ziel dieser Änderungen ist die Erleichterung der Auskunftserteilung an Verbraucher und Medien, wobei das VIG nun auch für technische Verbraucherprodukte gilt. Zudem wurden spezielle Regelungen eingeführt, die Behörden zur öffentlichen Berichterstattung über bestimmte Rechtsverstöße verpflichten. Zukünftige Regelungen, wie die »Hygieneampel« und das »Kontrollbarometer« für Lebensmittelbetriebe, sollen den amtlichen Kontrollstatus visuell darstellen. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch Schnellwarnsysteme und Internetportale, die den Übergang zu einer »Verwaltung durch Information« unterstützen. Diese Entwicklungen werfen zahlreiche Fragen für Behörden, Unternehmen und Verbraucher auf. Unternehmen streben nach effektivem Schutz ihrer Interessen, während Behörden rechtskonform handeln müssen. Journalisten und Interessenvertreter suchen nach umfassenden Informationen. Das Werk bietet eine vollständige Kommentierung des neuen VIG, des § 40 LFGB sowie der relevanten unionsrechtlichen Vorgaben und erläutert auch presserechtliche Vorschriften und Konzepte zur Veröffentlichung von Kontrollergebnissen im
Markus Grube Bücher


Krisenmanagement in der Lebensmittelwirtschaft
Ein Praxisleitfaden zu Produktrücknahme, Produktrückruf, Meldung bei Behörden, Information der Öffentlichkeit und Schnellwarnungen im RASFF
- 88 Seiten
- 4 Lesestunden
Jeder Lebensmittelunternehmer in Deutschland gerät im Laufe seiner Tätigkeit zumindest einmal in die Nähe einer so genannten Lebensmittelkrise. Häufig sind es unscheinbare Auslöser, die eine Lebensmittelkrise ins Rollen bringen. Schlimmstenfalls endet ein solcher Fall mit einem Produktrückruf oder einer Medienwarnung. Beispielsweise kann schon eine einfache Kundenreklamation, die nicht hinreichend bearbeitet wurde, dem unzufriedenen Kunden Anlass geben, die Überwachungsbehörden oder die Medien einzuschalten. Viele Rückrufszenarien gehen jedoch unmittelbar von behördlichen Beanstandungen aus. Die vorliegende Publikation erklärt das Wesen einer so genannten Lebensmittelkrise, ihre Ursachen, den geltenden Rechtsrahmen sowie Strategien der Prävention und Bewältigung einer akuten Krise. Sie richtet sich gleichermaßen an Hersteller und Handel. Die Verfasser greifen bei ihrer Darstellung auf die praktischen Erfahrungen zurück, die sie bei der Bewältigung von Krisensituationen einerseits als Leiter der Abteilung Verbraucherschutz im Verbraucherschutzministerium NRW und andererseits als anwaltlicher Spezialist für Lebensmittelrecht erworben haben.