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Margit Ammer

    Krieg und Folter im Asylverfahren
    • Krieg und Folter im Asylverfahren

      Eine psychotherapeutische und juristische Studie

      • 374 Seiten
      • 14 Lesestunden

      Im Leben von Flüchtlingen stellt erlittene Folter einen tiefgreifenden Einschnitt dar. Die während der Folter erfahrene Machtlosigkeit kann zu erheblichen psychischen Veränderungen führen, die das gewohnte Leben und die eigenen Werte in Frage stellen. Die Traumata, die durch Folter entstehen, wirken oft weit über die unmittelbaren, lebensbedrohlichen Ereignisse hinaus. Nach einer gefährlichen Flucht, die oft mit Gewalt verbunden ist, finden sich die Opfer in Österreich erneut in einer rechtlich unsicheren Lage. Diese Studie untersucht die Situation von Flüchtlingen im österreichischen Asylverfahren anhand von 14 Einzelfällen aus psychotherapeutischer und rechtswissenschaftlicher Perspektive. Der psychotherapeutische Fokus liegt auf den Auswirkungen des Asylverfahrens auf die Betroffenen sowie den Konsequenzen von Traumatisierung und Psychotherapie auf das Verfahren. Die rechtswissenschaftliche Perspektive behandelt die Identifizierung der Flüchtlinge als Gewaltopfer, das Dublin-Verfahren und die Glaubwürdigkeitsprüfung der Asylsuchenden. Zudem werden der Zugang zu medizinischer, psychologischer und psychotherapeutischer Betreuung in Österreich sowie die Rolle des Weltstrafrechts und des Weltzivilrechts erörtert.

      Krieg und Folter im Asylverfahren