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Bookbot

Angela Wernberger

    Soziale Exklusion und ihre subjektive Verarbeitung
    Einelternfamilien im ländlichen Raum
    Professionalitätsforschung in der Sozialen Arbeit
    • Wie lässt sich professionelles sozialarbeiterisches Handeln beschreiben? Der Begriff „Professionalität“ erzeugt Erwartungen an die Qualität organisierten sozialen Handelns. Der Wissenschaft dient er zur Reflexion und Modellbildung. In den Blick geraten dabei hauptsächlich zweckrationale Aspekte berufsgebundener Tätigkeiten. Unberücksichtigt bleiben oft atheoretische Praktiken und performative Logiken, die die Praxis maßgeblich orientieren und konstituieren, mithin im situativen Vollzug sozialisatorisch wirken. Der Sammelband leistet einen Beitrag zur Rekonstruktion solcher Praktiken.

      Professionalitätsforschung in der Sozialen Arbeit
    • ‚Doing Einelternfamilie‘ ist unter den soziokulturellen und infrastrukturellen Gegebenheiten ländlicher Räume eine besondere Herausforderung. Anhand eines praxeologisch erweiterten Sozialisationsverständnisses werden sowohl deren Herstellungsprozesse als auch damit verbundene Prozesse der Handlungsbefähigung und Modifikation von Wertorientierungen erwachsener Alleinerziehender in den Blick genommen. Im Zentrum der qualitativen Analyse steht das praktische, alltägliche Tun in Einelternfamilien.

      Einelternfamilien im ländlichen Raum
    • Unter dem Label „soziale Exklusion“ erfährt die bislang auf die unterschiedliche materielle Res-sourcenausstattung fokussiert Diskussion um soziale Ungleichheit eine perspektivische Erweite-rung. Nicht mehr Armut als materielles Defizit, sondern als Integrationsdefizit steht im Zentrum der Aufmerksamkeit und verweist auf die Zunahme fehlenden oder mangelhaften gesellschaftli-chen Zugehörigkeitsoptionen. Die überwiegend quantitativ ausgerichteten Untersuchungen las-sen dabei häufig die individuellen Erfahrungen sozial Exkludierter unberücksichtigt. Soziale Ex-klusionslagen werden aber erst in alltagsweltlichen Praxen erfahrbar und evozieren dort subjekti-ve Modi ihrer Verarbeitung. Wie Prozesse sozialer Ausgrenzung wahrgenommen und wie darauf reagiert wird hängt im Wesentlichen von individuellen Deutungs- und Handlungsmustern ab. Die vorliegende qualitative sozialwissenschaftliche Studie will ein Beitrag sein, diese empirische Lücke zu schließen. Anhand einer Gruppe von Münchner Wohnungsflüchtern werden exemplarisch verschiedene subjektive Verarbeitungsmodi sozialer Exklusionslagen herausgearbeitet.

      Soziale Exklusion und ihre subjektive Verarbeitung