„Bildung beginnt mit Neugierde. Man töte in jemandem die Neugierde ab, und man nimmt ihm die Chance, sich zu bilden. Neugierde ist der unersättliche Wunsch zu erfahren, was es in der Welt alles gibt.“ „Der Gebildete ist einer, der ein möglichst breites und tiefes Verständnis der vielen Möglichkeiten hat, ein menschliches Leben zu leben.“
Pascal Mercier Bücher
Pascal Mercier, das Pseudonym von Peter Bieri, ist ein Schweizer Schriftsteller und Philosoph. Mercier taucht tief in die komplexen Fragen der menschlichen Existenz, der Identität und der Suche nach Sinn in einer chaotischen Welt ein. Seine Prosa ist bekannt für ihre introspektive Tiefe, ihre philosophische Resonanz und ihre Fähigkeit, die subtilen Nuancen der menschlichen Psyche einzufangen. Mercier erforscht oft Themen wie Erinnerung, Verlust und die Reise der Selbsterkenntnis.







Erstmals liegt hier ein Überblick vor über das, was man in den letzten drei Jahrzehnten in angelsächsischen Ländern unter "Philosophie des Geistes" verstanden hat. Die Themen: (1) Wie kann man die kausale Rolle mentaler Phänomene in der kausal geschlossenen physischen Welt verstehen? Was ist die Beziehung zwischen Gehirn und Bewusstsein? (2) Was ist Intentionalität? Was ist die Beziehung zwischen Sprache und Denken? (3) Was ist Bewusstsein und Selbstbewusstsein? Was sind die spezifischen Eigenschaften von Erlebnissen? Wie kann unsere subjektive Erlebnisperspektive ein Teil der objektiven Welt sein? (4) Was sind Personen? Welche Bedingungen muss ein Wesen erfüllen, damit es unter diesen Begriff fällt?
Über die Würde als Lebensform – von einem der bedeutendsten deutschsprachigen Philosophen und Romanciers Was ist das eigentlich, die Würde? Der bekannte Philosoph und Romancier Peter Bieri (›Nachtzug nach Lissabon‹) hat sie zum Gegenstand seines Nachdenkens gemacht. Unter Rückgriff auf eigene Erlebnisse und anhand von Beispielen aus der Literatur erforscht er die Würde nicht als Recht oder als Eigenschaft, sondern als eine bestimmte Art zu leben. Drei Fragen geben dabei den Rahmen ab: Wie behandeln mich die anderen? Wie stehe ich zu den anderen? Wie stehe ich zu mir selbst? Die philosophische Antwort, so stellt sich heraus, ist eine Antwort auf die fundamentale Frage, was das für ein Leben ist, das wir als Menschen leben müssen. Eine so lebendige wie klare Analyse eines der wesentlichen Begriffe unseres Menschseins, ein reiner Lesegenuss.
Erkenne dich selbst! Spätestens seit der Aufklärung sind Selbstbestimmung, Vernunft und freier Wille wesentlich für ein würdiges, zufriedenes, glückliches Leben. Doch was genau bedeutet das? Wie hängen Selbsterkenntnis und Selbstbestimmung zusammen? Unser Denken, Fühlen und Handeln sind ja auch von äußeren Umständen geprägt. Wie können wir trotzdem Einfluss auf unser Leben nehmen, sodass es uns nicht einfach nur zustößt? Welche Rolle spielen die anderen, und wie kann es gelingen, das, was wir wollen, in Einklang mit unserer Umgebung zu bringen? Anschaulich und abwechslungsreich erkundet Peter Bieri diese Kernthemen der menschlichen Existenz und regt dazu an, zum Verfasser der eigenen Lebensgeschichte zu werden.
Das Handwerk der Freiheit
Über die Entdeckung des eigenen Willens
„Ist über die Freiheit nicht schon viel, allzuviel, alles gesagt worden? Nein. Das Buch von Peter Bieri entdeckt die Freiheit, die wir haben - ob wir wollen oder nicht -, wieder neu. Es ist klar bis zur Schönheit, spannend wie ein Roman, mit Anschauung gesättigt. Ein notwendiges Buch auch weil zur Zeit die Versuche, Freiheit wegzuerklären, hohe Konjunktur haben. Ein befreiendes Buch.“ Rüdiger Safranski
Mitten im Unterricht verlässt ein Lehrer seine Schule und macht sich auf den Weg nach Lissabon, um den Spuren eines geheimnisvollen Autors zu folgen. Immer tiefer zieht es ihn in dessen Aufzeichnungen und Reflexionen, immer mehr Menschen lernt er kennen, die von diesem Mann, den ein dunkles Geheimnis umgibt, zutiefst beeindruckt waren. Eine wundervolle Reise – die vergeblich sein muss und deren Bedrohungen der Reisende nicht gewachsen ist. Endlich kann er wieder fühlen, endlich hat er von seinem Leben zwischen Büchern aufgeblickt – aber was er sieht, könnte ihn das Leben kosten …
Der Klavierstimmer
Roman - Geschenkausgabe
Jetzt, da alles vorbei ist, wollen wir unsere Erlebnisse aufschreiben und den Erinnerungen allein gegenübertreten, ohne den Einfluss des anderen. Unsere Berichte sollen wahrhaftig sein, egal wie schmerzhaft sie sind. Nur so, hast du gesagt, können wir die Fesseln unserer Liebe zerschlagen, die mit unserer gemeinsamen Geburt begann und bis heute andauert. Wir standen in der Küche, tranken die letzten Schlücke Kaffee aus den Zwillingsbechern, die Maman für uns hervorgeholt hatte. Ihre zitternden Hände versuchten, ein verlorenes Lächeln zu bewahren. Wir tauschten einen unsicheren Blick aus und hielten die Becher wie früher, doch stießen wir nicht an. In diesen Tagen waren wir wie aus Glas: hart und zerbrechlich zugleich. Du hast den leeren Becher an die Lippen geführt, bevor du ihn abspültest. Als du zögernd das Küchentuch griffst, hoffte ich, du würdest ihn in die Reisetasche stecken, die im Entrée stand. Stattdessen legtest du ihn behutsam in die Geschirrablage. Dein Blick war voller erschöpfter Tapferkeit und Resignation, denn du musstest den Abschied vollziehen. Ich zitterte vor dem Moment, wo wir nachher unter der Haustür stehen würden, um den letzten Blick zu tauschen. Während du deinen Mantel anzogst, standest du mit gesenktem Kopf vor mir. Nie wieder würde ich deine Hände auf mir spüren. Ein schrecklicher Augenblick ließ mich glauben, du würdest mir die Hand geben, was wir nie getan hatten. Doch dann hast du dich gebü
Perlmanns Schweigen
- 638 Seiten
- 23 Lesestunden
Der angesehene Sprachwissenschaftler Philipp Perlmann trifft sich mit einer Gruppe von berühmten Kollegen in einem Hotel an der ligurischen Küste. Konfrontiert mit den hohen Erwartungen der anderen, zieht er sich so sehr in sich zurück, dass er bald in eine ausweglose Situation gerät, die ihn sogar an den Rand eines Mordes treibt.
Seit seiner Kindheit ist Simon Leyland von Sprachen fasziniert. Gegen den Willen seiner Eltern wird er Übersetzer und verfolgt unbeirrt das Ziel, alle Sprachen zu lernen, die rund um das Mittelmeer gesprochen werden. Von London folgt er seiner Frau Livia nach Triest, wo sie einen Verlag geerbt hat. In der Stadt bedeutender Literaten glaubt er den idealen Ort für seine Arbeit gefunden zu haben – bis ihn ein ärztlicher Irrtum aus der Bahn wirft. Doch dann erweist sich die vermeintliche Katastrophe als Wendepunkt, an dem er sein Leben noch einmal völlig neu einrichten kann.



