Wasser ist eine essentielle Grundlage menschlicher Existenz, symbolisiert Reinheit und Leben, kann jedoch auch unermessliches Leid durch Unwetter und Überschwemmungen verursachen. In Österreich waren die 1950er und 1960er Jahre von Hochwässern geprägt, und seitdem kam es in jedem Jahrzehnt zu weiteren Hochwasserkatastrophen, besonders in den Jahren 2002, 2005, 2009 und 2010. Während der Mensch keinen Einfluss auf das Eintreten solcher Naturgefahren hat, kann er aus der Vergangenheit lernen und durch Forschung sowie gesetzliche Regelungen präventive Maßnahmen ergreifen. Ein erheblicher Teil des Schadens resultiert aus Mängeln in der Katastrophenvorsorge, wobei die Herausforderungen im Hochwasserrisikomanagement vor allem in der Verknüpfung verschiedener Fachgebiete und deren Koordination liegen. Das Buch behandelt die rechtliche Gestaltung des Umgangs mit Hochwässern anhand des 2011 novellierten Wasserrechtsgesetzes, welches die EU-Richtlinie von 2007 zur einheitlichen Handhabung solcher Naturgefahren umsetzt. Der Fokus liegt auf der Risikoerfassung, Bewertung und den erforderlichen Maßnahmen. Zudem wird das neue Managementsystem für den Hochwasserschutz in Österreich beschrieben und die Novelle kritisch bewertet, einschließlich der Stellungnahmen von WissenschaftlerInnen und Interessenvertretungen, die in den Gesetzesentwurf einflossen. Das Gesamtkonzept des novellierten WRG wird umfassend dargestellt und analysiert.
Christina Faye Weiss Bücher
