Peter Wortsman Bücher
Peter Wortsman schreibt Erzählungen, die sich mit der menschlichen Verfassung und der Komplexität des Reisens auseinandersetzen. Sein Schreiben erkundet häufig die Grenzbereiche zwischen Realität und Vorstellungskraft und verwendet dabei eine reiche Sprache und lebendige Bilder. Wortsman zeichnet sich durch eine tiefe Auseinandersetzung mit der menschlichen Psyche und gelebten Erfahrungen aus, wobei er oft Themen wie Erinnerung, Identität und die Suche nach Sinn in einer komplexen Welt anspricht. Sein Einfluss als Übersetzer deutscher Literatur ins Englische ist ebenfalls bedeutend, da er die Werke zahlreicher wichtiger Autoren einem breiteren Publikum zugänglich gemacht hat.



DER TÄTOWIERTE MANN ist ein literarisches Produkt, das sich sehr frei auf eine Reihe von Interviews bezieht, die der Autor Peter Wortsman 1975 in Wien mit Zeugen und Überlebenden der schlimmsten Exzesse der westlichen Zivilisation durchgeführt hat. Wortsman hat dieses Material vom Band und aus der Erinnerung transkribiert, übersetzt und bearbeitet und war damit zugleich Sekretär mittleren Alters für sein 23-jähriges Ich, nahm den Faden dort auf, wo der junge Mann ihn verlor. Es war schmerzlich, den auf Band aufgenommenen Austausch wieder zu durchleben, schmerzlich wegen der gnadenlosen Direktheit seiner Gesprächspartner, aber ebenso wegen der Unzulänglichkeit des Autors, seiner Reaktionen und der langen Zeit, die er brauchte, um etwas daraus zu machen. Das Thema war einst ein Tabu, das man am liebsten gar nicht anrührte; doch inzwischen bekam es ein bleischweres Etikett, wurde idealisiert und auf ein Podest gehoben, von Scheinwerfern durchbohrt, zur moralischen Aufrüstung mit Fackeln beleuchtet, voller Ehrfurcht, die früher der Kreuzigung vorbehalten war, geradezu heiliggesprochen. Dieses Stück ist den Dingen gewidmet, die ungesagt blieben.
Ghost Dance in Berlin
A Rhapsody in Gray
Every great city is a restless work in progress, but nowhere is the urban impulse more in flux than in Berlin, that sprawling metropolis located on the fault line of history. A short-lived fever-dream of modernity in the Roaring Twenties, redubbed Germania and primped up into the megalomaniac fantasy of a Thousand-Year Reichstadt in the Thirties, reduced in 1945 to a divided rubble heap, subsequently revived in a schizoid state of post-World War II duality, and reunited in 1989 when the wall came tumbling down ? Berlin has since been reborn yet again as the hipster hub of the 21st century. This book is a hopscotch tour in time and space. Part memoir, part travelogue, Ghost Dance in Berlin is an unlikely declaration of love, as much to a place as to a state of mind, by the American-born son of German-speaking Jewish refugees. Peter Wortsman imagines the parallel celebratory haunting of two sets of ghosts, those of the exiled erstwhile owners, a Jewish banker and his family, and those of the Führer's Minister of Finance and his entourage, who took over title, while in another villa across the lake another gaggle of ghosts is busy planning the Final Solution.