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Andrea Baumgartl

    Havelpark
    Deutsch lernen
    • „Seit nun mehr als 2 Jahren helfe ich beim Deutschlernen in einem Übergangswohnheim für Geflüchtete im Havelland. In diesem Zeitraum sind immer wieder neue Teilnehmer in unseren Kurs gekommen. Als einen der ersten Schritte bitten wir sie, ihren Namen auf ein kleines Schild zu schreiben, damit wir einander beim Namen rufen können. Viele unserer Teilnehmer sind mit den lateinischen Buchstaben noch nicht vertraut, wissen noch nicht: wie schreibt man ihren Namen eigentlich in unserer Schrift, wie geht Schreiben von links nach rechts. Die Namen auf diesen Schildern sind mit einer Unbeholfenheit geschrieben, welche mich rührt. Für mich sind diese Namensschilder Ausdruck für alles, was neu ist im Leben dieser neu Angekommenen. Die Menschen, deren Namen hier versammelt sind, kommen aus unterschiedlichen Ländern: Afghanistan, Albanien, Eritrea, Irak, Kamerun, Kenia, Montenegro, Pakistan, Serbien, Somalia, Syrien, Tschad, Tschetschenien.“ Andrea Baumgartl, September 2017

      Deutsch lernen
    • Havelpark

      Fotografien. Mit einem Auszug aus dem Gedicht 'alphabet' von Inger Christensen und aus 'Die Lehrlinge zu Sais' von Novalis

      „Den Eindruck, den etwas bei mir hinterlässt, das Gefühl, das die sichtbaren Dinge in mir hervorruft, das halte ich in meinen Fotografien fest, mehr als die Dinge in ihrer Tatsächlichkeit. So ist meine Fotografie nicht dokumentarisch, ist keine detailreiche, abbildende Fotografie. Mein Vorhaben ist kaum in Worte zu fassen: Das Bewahren, das Festhalten von Vergänglichem. Das Staunen vor der Natur in ihrem immer wiederkehrenden Wandel, das Bewundern ihrer Schönheit. Mein Wunsch, ein Bild zu schaffen, wie ich es noch nicht gesehen habe und doch so gern sehen möchte. In Umgebungen, die ich kenne, die einfach sind, nicht spektakulär und nicht exotisch, bewege ich mich, um meine Bilder zu finden. Dort finde ich meine Landschaften. Sind es nicht Landschaften, die ich fotografie, sondern Stilleben, suche ich Vertrautes, das Häusliche, Orte, wo der Mensch mit sich ist. Im Portrait wiederum interessiert mich das Gesicht, isoliert von typischen Merkmalen der Zeit. Zeitlosigkeit ist all meinen Bildern eigen. Still, leise. Ruhig.“ Andrea Baumgartl, März 2013

      Havelpark