Die Untersuchung von Übertragungs- und Gegenübertragungsmodellen steht im Zentrum dieses Werkes, das sich an der intersubjektiven Triebtheorie von Jean Laplanche orientiert. Kai Rugenstein bietet ein modernes Verständnis verschiedener Übertragungsphänomene und verknüpft theoretische Ansätze mit praktischen Aspekten der Behandlungstechnik. Durch die Analyse dieser Konzepte wird ein tieferer Einblick in die Dynamik therapeutischer Beziehungen ermöglicht.
Lehr- und Lernbuch für die Approbationsprüfung Psychotherapie
464 Seiten
17 Lesestunden
Die umfassende Vorbereitung auf die Approbationsprüfung wird durch methodische Anleitungen und konkrete Strategien zur Bearbeitung von Klausurfragen unterstützt. Das Repetitorium orientiert sich an den aktuellen Anforderungen des IMPP und bietet eine prägnante Darstellung der relevanten Examensinhalte, ergänzt durch praxisnahe Beispiele. Die vierte, aktualisierte Auflage enthält neue Kapitel zur Systemischen Therapie und Gesprächspsychotherapie sowie hilfreiche Tipps für Prüfungsfälle und mündliche Prüfungen. Zudem berücksichtigt es die Ausbildungsreform und die Änderungen in der ICD-11.
Die intersubjektiv ausgerichtete Triebtheorie wird durch die Ideen von Sigmund Freud und Jean Laplanche beleuchtet, wobei die Bedeutung der Übertragung in der psychoanalytischen Praxis hervorgehoben wird. Der Autor zeigt, wie durch eine tiefere Deutung des unbewussten Sexuellen in der Übertragung blockierte Entwicklungsmöglichkeiten bei Patientinnen und Patienten aktiviert werden können. Ein zentraler Aspekt ist die Arbeit mit der Übertragungsliebe, die entscheidend für den therapeutischen Prozess ist.
Die Verflüssigung des Subjekts bei Hippokrates, Jean Paul, Kierkegaard und Freud
340 Seiten
12 Lesestunden
Humor entpuppt sich als eine vergleichsweise ernste Angelegenheit: Es geht nicht darum, über etwas hinweg, sondern auf etwas hin zu scherzen. Dieses Etwas ist das Subjekt des Humoristen. Die Frage, was Humor ist, lässt sich nicht mit einer Inventur dessen beantworten, was lachen macht. Den Ausgangspunkt der vorliegenden Studie bildet stattdessen eine Analyse jener historischen Bruchstellen, an denen der Begriff des Humors aus dem physiologischen System der Vier Säfte in die psychologische Ordnung des Komischen übertritt und damit seine uns vertraute Form gewinnt. Kai Rugenstein beschreibt, wie die hippokratische Lehre von der flüssigen Natur des Menschen im Hintergrund des modernen Humors ihren fortwährenden Einfluss geltend macht. Dazu werden Jean Pauls „Vorschule“, Kierkegaards „Nachschrift“ und Freuds „Der Witz“ sowie „Der Humor“ auf die Frage nach dem Zusammenspiel von Subjekt und Humor hin gelesen.