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Guy Helminger

    20. Januar 1963
    Rost. Kurzgeschichten
    Morgen war schon. Roman
    Etwas fehlt immer
    Die Ruhe der Schlammkröte
    Die Lombardi-Affäre
    Etwas fehlt immer. Erzählungen
    • Etwas fehlt immer. Erzählungen

      • 268 Seiten
      • 10 Lesestunden

      Guy Helmingers Erzählungen zeichnen sich durch schwarzen Humor, Raffinesse und eine brutale wie komische Abgründigkeit aus. Besonders hervorzuheben ist die stichhaltige Erklärung, warum manche Männer vom Zigarettenholen nicht mehr zurückkommen.

      Etwas fehlt immer. Erzählungen
      3,0
    • Georges Husen erzählt dem Psychologen Dr. Laurent, warum er seinen Nachbarn getötet hat. Er fühlt sich Dr. Laurent überlegen, weil der immer nur das Unmittelbare sieht. Husen hingegen glaubt, dass alle Geschehnisse auf der Welt miteinander verbunden sind und sich beeinflussen. In seinem Erzählen geht er daher bis in die Französische Revolution zurück, streift die Geschichte Italiens und Chinas. Die sprichwörtliche umgefallene Sackkarre in China hat eben langfristig doch Einfluss auf das Geschehen in Luxemburg.Der zweite Aspekt, der dem Schriftsteller Husen wichtig ist, ist die Verschwörung politischer Kräfte gegen die zeitgenössische Kunst. Husen erzählt von der Lombardi-Affäre, bei der ein Museumsdirektor in einem Interview die Contenance verlor und schließlich von seinem Posten zurücktrat. Husen arbeitete zu der Zeit beim Luxemburger Fernsehen und verlor durch die Affäre seinen Job. Ein abgekartetes Spiel zwischen Medien und Politik, wie er sagt, das ihn schließlich zwang, zu töten.

      Die Lombardi-Affäre
      4,0
    • Eine philologische Untersuchung zu Trunkenheit und Erinnerung. Der Roman „Die Ruhe der Schlammkröte“ von Guy Helminger, entstanden in der legendären Punk-Kneipe „Station“, wird von Manuel Andrack in einer historisch-kritischen Ausgabe neu herausgegeben. Andracks Anmerkungen beleuchten die Essenz der abendländischen Literatur seit Shakespeare.

      Die Ruhe der Schlammkröte
      3,6
    • Etwas fehlt immer

      • 268 Seiten
      • 10 Lesestunden

      „Esst Bücher! Lest Kuchen!“ fordert der Autor auf seiner Homepage und zeigt, wie aufregend und verrückt Lesen sein kann. In seinen Erzählungen geraten Menschen in abenteuerliche Situationen, oft geprägt von einem Gefühl des Unbehagens und der Absurdität. Da ist der junge Mann, der beim Radfahren Passanten auf den Hinterkopf haut, und die Schauspielerin Verena, die nach jeder Vorstellung von einer Familie am Bühnenausgang erwartet wird – ein Wahnsinn, den sie immer wieder erträgt. Ein weiteres Beispiel ist die Frau, die nach einem Autounfall von einem jungen Mann gerettet wird, der gegen ihren Willen in ihr Leben eindringt, während er sich um sie kümmert. „Ich habe mir noch Urlaub genommen, solange du mich noch brauchst“, sagt er, und es wird deutlich, dass dies ein Albtraum ist. Helminger erzählt mit diabolischer Freude und tief schwarzem Humor, führt seine Charaktere an den Rand des Wahnsinns und zeigt, wie fragil unser Zusammenleben ist. Emotionen entladen sich, und die Geschichten sind kunstvoll miteinander verbunden, durch wiederkehrende Szenen oder Figuren. Helmingers Sprache ist einfallsreich und seine Fantasie kennt keine Grenzen. Er malt Bilder, die den Leser in eine bizarre Welt entführen, in der das Gewöhnliche jederzeit aus den Fugen geraten kann.

      Etwas fehlt immer
      2,2
    • Morgen war schon. Roman

      • 331 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Louise träumt von Neuseeland, während ihr cholerischer Mann Feltzer mit Stoffgiraffen als Fahrgästen zufrieden ist. Ihre Ehe scheint glücklich, doch Alltagssehn-süchte und ein leises Unbehagen belasten das Zusammenleben. Ein fremder Mann sitzt vertraut mit Louise auf dem Sofa und verschwindet nach einer Taxifahrt.

      Morgen war schon. Roman
      2,0
    • Hat der Psychotherapeut Konrad Schnittweg ein Attentat geplant? Das lässt der Brief vermuten, der in seinem Namen an die Presse ging, bevor er verschwand. Der ermittelnde Beamte Schnok versucht, das Leben des Untergetauchten zu rekonstruieren, um ihm auf die Spur zu kommen. Aber die Befragten, egal ob Ehefrau, Freunde, frühere Kameraden beim Bund oder der recherchierende Journalist, widersprechen sich grundlegend. Für die einen ist Schnittweg der reflektierte, hilfsbereite Zeitgenosse, für die anderen die Wiederbelebung des politischen Terrors. Hat Schnittweg, dieser Mann des Wortes, für den das Gespräch immer Teil der Lösung war, sich über die Jahre durch die politischen Verhältnisse in Europa radikalisiert? Oder stand er einem der Befragten im Weg? Ein Motiv hätten einige.

      Lärm
    • Das Geräusch der Stillleben

      • 352 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Wenn Stillleben ins Rutschen geraten, ist danach nichts mehr, wie es war. Bei Herrn Frell hängen auf einmal keine Bilder mehr an den Wänden; ein Rendezvous führt seinen Sohn nach Kroatien, wo nichts ist, wie erwartet; ein Einbruch zeigt den Bewohnern, dass es so etwas wie eine Wohnung hinter der Wohnung gibt; und ein Buch, das immer wieder zu einer bestimmten Uhrzeit aus dem Regal fällt, wirft Ole Briddel völlig aus der Bahn. Was schlummert in den Tiefen unserer Existenz, was atmet dort und beißt die Zähne zusammen? »Das Geräusch der Stillleben« ist ein kunstvoll verwobenes Vexierspiel. Nebenfiguren einer Story werden in einer anderen zur Hauptfigur, Gegenstände wechseln von Erzählung zu Erzählung den Besitzer. Irgendwann hat das stille Leben eine Neigung von 56,75 Grad und ist nicht mehr aufzuhalten.

      Das Geräusch der Stillleben