"Nachdem Ersten Akt sagte mir der Churfürst überlaut Bravo. - weil er nicht wuste, ob er so lange da bleiben kann, so muste man ihm die Concertirende aria und das Donnerwetter zu anfangs zweyten Ackt machen.- nach diesem gab er mir wieder auf das freundlichste seinen Beyfall, und sagte lachend; - 'man sollte nicht meynen, daß in einem so kleinen kopf, so was grosses stecke.'" Mozart in einem Bericht vom 27. Dezember 1780 über eine Probe zu 'Idomeneo' in München
Wolfgang Amadeus Mozart Bücher
Wolfgang Amadeus Mozart war ein außerordentlich begabter und einflussreicher Komponist der Klassik, dessen Werke bis heute als Höhepunkte der symphonischen, konzertanten, Kammermusik, Klaviermusik, Opern- und Chormusik gelten. Schon in seiner frühesten Kindheit zeigte er sein außergewöhnliches Talent, und sein Stil, der sich aus der Aufnahme vielfältiger Einflüsse entwickelte, umfasste sowohl Leichtigkeit und Anmut als auch dunkle Leidenschaft. Mozarts Musik verkörperte oft die Vision einer Menschheit, die „durch Kunst erlöst, vergeben und mit der Natur und dem Absoluten versöhnt“ ist. Sein Einfluss auf die nachfolgende westliche Kunstmusik ist tiefgreifend und sein Talent wurde auch von seinen Zeitgenossen bewundert.







Attila Csampai, geboren 1949 in Budapest, Studium der Musikwissenschaft, Theatergeschichte, Philosophie, Soziologie und Mathematik in München. Seit 1983 Musikredakteur und Moderator beim Bayerischen Rundfunk; umfangreiche Rezensionstätigkeit in Musikzeitschriften und Schallplattenmagazinen, Juror bei Schallplattenpreisen und Musikwettbewerben, wissenschaftliche Leitung der Toblacher Mahler-Wochen, zahlreiche Zeitschriften- und Buchveröffentlichungen. Dietmar Holland, geboren 1949, Studium der Musikwissenschaften, Philosophie und Theatergeschichte in München. Freier Mitarbeiter beim Bayerischen Rundfunk sowie bei der «Neuen Musikzeitung». Zahlreiche Veröffentlichungen.
In ihrer Unverblümtheit sind Mozarts Briefe auch heute noch eine höchst vergnügliche Angelegenheit. Aus dem reichen Angebot scherzhafter und unterhaltsamer Passagen und Bonmots ist in diesem Band das Beste zusammengestellt. Er gewährt einen farbenreichen und sehr unmittelbaren Einblick in Mozarts Lebensumstände, seine Dienstverhältnisse und Arbeitsweise. Im Anhang informiert eine Zeittafel über Mozarts wichtigste Lebensstationen.
Die von Rudolph Angermüller, dem wissenschaftlichen Leiter des Mozarteums, erstmals 1990 vorgelegte Ausgabe vereint die Textbücher aller 22 Opernwerke, die Mozart zwischen 1767 und 1791 komponiert hat. Die Textfassungen folgen der Neuen Mozart-Ausgabe, die Übersetzungen sind zum besseren Verständnis von Inhalt und Handlung in Prosa ausgeführt. Jedem Libretto sind Informationen zu Werkentstehung, Aufführung und Besetzung vorangestellt. Damit liegt ein Kompendium vor, das nicht nur in die Stoffe der Mozart-Opern einführt, sondern auch Einblicke in die Arbeit der über 15 Librettisten gewährt - allen voran Lorenzo Da Ponte, der die Textbücher für die Bühnenmagneten 'Die Hochzeit des Figaro', 'Don Giovanni' und 'Cosi fan tutte' schrieb.
Briefe
- 183 Seiten
- 7 Lesestunden
Mozarts Briefe sind Berichte und Botschaften, oft von mitreißender Eloquenz, selbst wenn das Thema Geld umso mehr in den Vordergrund rückt. Sie zeigen die zunehmende Leichtigkeit, mit der er seine phänomenale geistige Beweglichkeit artikuliert. Die Mittel, die ihn zum größten Musiker machten, kamen ihm auch beim Schreiben zugute: Er verfügte über ein beeindruckendes emotionales Register, hinter dem er sich ungeniert verstecken konnte. Diese Selbstdokumentation ist keine bewusste Wiedergabe seines Seelenzustands, sondern eine diskrete Mitteilung. In seinen Briefen finden wir ein eindringliches Zeugnis von Selbstbeherrschung, die bei den „Großen“ selten ist. Paradoxerweise zeigt sich in der Ungezwungenheit Mozarts ein Reichtum an Stilmethoden, besonders in den Briefen, die von materieller Bürde unbelastet sind. Dazu zählen die Briefe an seine Schwester von den Italienreisen zwischen 1770 und 1773 sowie die Briefe an seine Cousine, „das Bäsle“, in denen er seiner Lust an verbaler Ausschweifung freien Lauf lässt. Er lässt Maskenzüge vorüberziehen, zaubert theatralische Effekte herbei und persifiliert das Tagesgeschehen. Der vorliegende Band bietet eine Auswahl an revidierten und erweiterten Briefen, die sich auf drei entscheidende Lebensperioden konzentriert: die Aufenthalte in Mannheim und Paris (1777-1779), die ersten Jahre als freier Künstler in Wien (1781-1782) und die Jahre der Vereinsamung (1789-1791).
Mozarts Briefe an seine Frau Constanze erscheinen in einer exquisiten bibliophilen Ausgabe. Der erste Brief, ein liebevoller Gruß an die Langschläferin, zeugt von einer Ehe, die trotz ihrer Herausforderungen fast neun Jahre lang von Intimität und Vertrauen geprägt war. Um Constanze Weber zu heiraten und eine Familie zu gründen, stellte Mozart sogar die Beziehung zu seinem dominanten Vater auf die Probe. Über das gemeinsame Leben in Wien und die Höhen und Tiefen ihrer Ehe, aus der sechs Kinder hervorgingen, ist wenig bekannt. Doch in den Briefen, die Mozart in seinen letzten Lebensjahren während seiner Reisen nach Prag, Berlin und Frankfurt an Constanze schrieb, sowie denen aus Wien nach Baden, wird ihre menschliche und erotische Vertrautheit lebendig. Diese Briefe sind Zeugnisse einer zärtlichen, fast verzweifelten Liebe, in der Mozart in Zeiten wachsender Einsamkeit und gesellschaftlicher Isolation Halt suchte. Zum ersten Mal werden Mozarts Briefe an Constanze in einer speziellen Edition zusammengefasst, mit ausführlichem Kommentar und ansprechender Ausstattung. Silke Leopold, eine der renommiertesten Musikwissenschaftlerinnen Deutschlands, hat zahlreiche Werke zu Musik und Oper veröffentlicht.
Wie es euch gefällt
Shakespeare, William – Literaturklassiker; deutsche Übersetzung – 469
In "Wie es euch gefällt" entmachtet Herzog Friedrich seinen Bruder, der in den Ardenwald flieht. Rosalind, die Tochter des Seniors, bleibt am Hof und verliebt sich in Orlando. Als dieser flieht, plant Rosalind mit ihrer Freundin Celia die Flucht. Ein Klassiker der Weltliteratur, der die Themen Liebe und Identität erkundet.
„Ich sah aber mit ganzem Vergnügen zu, wie alle diese leute auf die Musick meines figaro, in lauter Contretänze und teutsche verwandelt, so innig vergnügt herumsprangen; - denn hier wird von nichts gesprochen als vom - figaro; nichts gespielt, geblasen, gesungen und gepfiffen als - figaro: keine Opera besucht als - figaro und Ewig figaro; gewis grosse Ehre für mich.“ Mozart, in einem Brief vom 15. Januar 1787 aus Prag



