Die Briefe Wilhelm Ahlmanns an Ellen Rhodius, geb. Richter, von 1926-1943
Ein Beitrag zur Ahlmann-Forschung
- 132 Seiten
- 5 Lesestunden
Dr. jur. Dr. phil. Wilhelm Ahlmann (1895-1944) zählt zu den weniger bekannten Widerständlern gegen den NS-Staat und war Teil des Goerdeler- und Stauffenberg-Kreises. Diese Festschrift zum 90. Geburtstag von Caroline Eschweiler, die Ahlmann als Kind kannte, bietet im ersten Teil eine kommentierte Edition der wenigen Briefe Ahlmanns aus der Zeit von 1926-1943, die in der Familie Rhodius erhalten geblieben sind. Die Briefe thematisieren selten politische Ereignisse, lassen jedoch die Rastlosigkeit und Anspannung spüren, unter der Ahlmann, der im Ersten Weltkrieg durch einen Suizidversuch erblindete, als Widerständler lebte. Der zweite Teil beschreibt die enge Freundschaft zwischen Ellen Rhodius, geb. Richter, und Ahlmann, die bis in ihre Kindheit in Kiel zurückreicht. Diese Liebesgeschichte brachte Ellen Rhodius in Lebensgefahr, als sie als Mitwisserin der Anschlagspläne auf Hitler agierte. Sie rekonstruierte ihre Erlebnisse in einer Gedichtsammlung, die Werke von Goethe, Rilke, Hans Carossa und Gottfried Benn umfasst. Die Gedichte reflektieren ihr Wiedersehen nach über zehn Jahren, Ahlmanns Suizidversuch, seine Erblindung, seine Wandlung zum Widerständler, die Krisen ihrer Beziehung sowie die gegenseitigen Ermutigungen zum Widerstand und die Tragödie ihres Abschieds.

