Kreationismus und Antikreationismus in den Vereinigten Staaten von Amerika
Eine konfliktsoziologische Untersuchung
Die religiös begr|ndete Ablehnung der Evolutionstheorie und Versuche, sie durch akzeptable Alternativen zu ersetzen, sind in den Vereinigten Staaten weit verbreitet. Während jedoch eine Mehrzahl der US-Amerikaner die Behandlung solcher kreationistischer Theorien im Schulunterricht bef|rwortet, werden diese nur von einer kleinen Zahl von Akteuren entwickelt und verbreitet.Tom Kaden beleuchtet in seiner religionssoziologischen Untersuchung die Geschichte dieser professionellen Kreationisten seit den 1960er-Jahren bis in die j|ngste Vergangenheit und bezieht dabei systematisch die säkulare Opposition dagegen mit ein. Mithilfe der Feldtheorie Pierre Bourdieus zeigt er, wie Kreationismus in seinen verschiedenen Varianten als Resultat eines ständigen Aushandlungs- und Anpassungsprozesses professioneller Kreationisten und Antikreationisten verstanden und erklärt werden kann.Die Arbeit wurde mit dem Promotionspreis des Graduiertenzentrums Geisteswissenschaften der Research Academy Leipzig 2014 und mit dem Rolf-Kentner-Dissertationspreis des Heidelberg Center for American Studies 2015 ausgezeichnet.Link zum Heidelberg-Center for American
