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Jutta Steiner

    Nostalgie im upside down
    Der vererbte Krieg
    • 2024

      Der vererbte Krieg

      Transgenerationale Traumaspuren in Melitta Brezniks Werk

      • 220 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Traumata werden über Generationen hinweg weitergegeben und beeinflussen das Unterbewusstsein nachhaltig. Melitta Breznik, eine steirische Psychiaterin und Schriftstellerin, thematisiert in ihren Werken die emotionalen Erben des Zweiten Weltkriegs, inspiriert von ihrer eigenen Familiengeschichte und der Arbeit mit Traumapatienten. Jutta Steiner analysiert Brezniks multiperspektivisches Erzählverfahren in den Erzählungen „Das Umstellformat“ und „Nordlicht“, das es ermöglicht, komplexe Traumafolgen und das Zusammenspiel von Familiengeschichten literarisch darzustellen und die Grenzen zwischen Tätern und Opfern zu hinterfragen.

      Der vererbte Krieg
    • 2019

      Nostalgie im upside down

      Das progressive Potenzial von Nostalgie in der Retro-Serie »Stranger Things«

      Nostalgie und Retro prägen die postmoderne Medienkultur, indem sie Narrative, Bilder und Stile aus einer nicht allzu fernen Vergangenheit recyceln. Oftmals werden Retroprodukte als oberflächliche Simulationen der Vergangenheit kritisiert, da viele Revival-Trends nostalgisches Kapital erfolgreicher Vorgänger nutzen, ohne diese kritisch zu hinterfragen. Dennoch existieren Filme und Serien, die nostalgische Rückblicke mit sozialkritischen und emanzipatorischen Ansätzen verbinden. Ein Beispiel ist die Netflix-Serie, die generationsübergreifend eine Nostalgiewelle auslöste. Jutta Steiner argumentiert, dass Nostalgie unterschiedliche Rückblickformen kennt und untersucht, wie sie zur Fortführung oder Infragestellung von Rollenbildern, Klischees und Diskriminierungen genutzt wird. Sie analysiert das nostalgische Angebot der Serie und identifiziert Trigger sowie Funktionen verschiedener Nostalgieformen. Steiner zeigt auf, dass die Serie Nostalgie als kreative Ressource nutzt und durch die Neubearbeitung von Stilmitteln und Figurenkonstellationen aus den 1970er und 1980er Jahren einen originären Status mit kritischem Potenzial erreicht. Dadurch fordert sie ihr Publikum zu einer aktiven, reflektierten Auseinandersetzung auf.

      Nostalgie im upside down