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Jutta Reinisch

    Beiträge zur Kunstwissenschaft - 91: Poesie der Poesie
    „Landschaftlich das Schönste von allem“
    • „Landschaftlich das Schönste von allem“

      Deutsche und italienische Landschaftsmaler und der Blick aus der Kapuzinergrotte bei Amalfi im 19. Jahrhundert

      Um 1820 entdeckten deutsche Landschaftsmaler den Blick aus der Grotte des Kapuzinerklosters bei Amalfi. Der deutsche Landschaftsmaler Franz Ludwig Catel skizzierte vermutlich als Erster das Motiv mit dem charakteristischen Grottenrahmen und vermittelte es an Kollegen in Deutschland, den Niederlanden und der neapolitanischen Scuola di Posillipo. Die Ansicht wurde schnell populär. Die Publikation untersucht die konzeptionelle Kanonisierung des Motivs in Grand Tour und Bildungsreise, Literatur und Kunst und setzt die Bildfindung in den Kontext der Grotte zwischen antiker Mythologie, geologischem Disput und romantischer Verklärung. Sie bietet einen motivgeschichtlichen Abriss über die Gestaltung des Grottenausblicks und dessen Transfer unter Künstlern. Konzepte des Erhabenen, Pittoresken und Romantischen erweiterten die Grand Tour um „unklassische“ Orte. Künstler waren Pioniere bei der Entdeckung Amalfis und des Grottenausblicks, gefolgt von Literatur und Nachfrage. Der Erfolg des Motivs lag auch in der mehrschichtigen Bedeutung der Grotte, die zuvor als antiker Kultort galt, aber auch als romantische Zuflucht inszeniert wurde. Neben der Untersuchung der Konzepte und Sehgewohnheiten der Künstler werden die Verflechtungen deutscher und italienischer Künstler in Rom und Neapel nachverfolgt. Nach dem Einsturz der Grotte ersetzte eine Weinlaube bald den Grottenrahmen als kanonisches Motiv.

      „Landschaftlich das Schönste von allem“
    • Beiträge zur Kunstwissenschaft - 91: Poesie der Poesie

      Die Randzeichnung des 19. Jahrhunderts seit Runge und Neureuther zwischen Arabeske und Groteske - Teil II: Abbildungsband

      • 575 Seiten
      • 21 Lesestunden

      Die Randzeichnung des 19. Jahrhunderts ist ein Phänomen, das sich eher am Rand dessen bewegt, was sein Name verheißt: Sie ist meist gedruckt, nicht gezeichnet, und sie drängt in kurzer Zeit vom Rand ins Zentrum vor und verdrängt den Text, den sie zu Beginn begleiten sollte. Widersprüche zeichnen die Randzeichnung in ihrer Entwicklung aus. Die verstärkte künstlerische Auseinandersetzung mit der Randzeichnung setzte ein, als 1808 Johann Nepomuk Strixner die Randzeichnungen Albrecht Dürers zum Gebetbuch Kaiser Maximilians I. von 1515 in der neu erfundenen Technik der Lithographie veröffentlichte.

      Beiträge zur Kunstwissenschaft - 91: Poesie der Poesie