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Simon Sahner

    Gegen die Fußgängermentalität
    Beim Lösen der Knoten
    Der Wirklichkeit verfallen
    Die Sprache des Kapitalismus
    • Die Sprache des Kapitalismus

      Nominiert für den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis 2024

      4,0(2)Abgeben

      Wir müssen anders über Geld und Wirtschaft sprechen, wenn wir zu einem gerechteren Miteinander gelangen wollen: Der Literaturwissenschaftler Simon Sahner und der Ökonom Daniel Stähr gehen der Sprache des Kapitalismus auf den Grund. Preise steigen nicht von alleine. Es gibt jemanden, der sie erhöht. Das zu verstehen, ist entscheidend. Sprache schafft Realitäten und festigt Machtstrukturen. Das gilt nicht nur für Diskriminierungsformen wie Rassismus oder Sexismus, sondern auch für unser Wirtschaftssystem, den Kapitalismus. Wenn Ökonomen, Unternehmen und die Politik Finanzkrisen als Tsunamis und Stürme bezeichnen, suggerieren sie ihre und unsere Machtlosigkeit. Es gibt aber Akteure im kapitalistischen System und es gibt Möglichkeiten, auf andere Weise über Geld und Wirtschaft zu sprechen und davon zu erzählen. Anhand von zahlreichen Metaphern und Sprachbildern, einschlägigen Beispielen aus Film und Literatur sowie den Selbsterzählungen von Unternehmern wie Steve Jobs oder Elon Musk analysieren Simon Sahner und Daniel Stähr die Sprache des Kapitalismus und seine Geschichten. Was steckt hinter Begriffen wie »Rettungsschirm«, »Gratismentalität« und »too big to fail«? Wieso erfreut sich die Figur des »Unternehmergenies« so großer Beliebtheit? Und: Wie können wir neue Narrative schaffen, um uns aus der scheinbaren kapitalistischen Alternativlosigkeit zu befreien und Veränderungsmöglichkeiten aufzuzeigen?

      Die Sprache des Kapitalismus
    • Beim Lösen der Knoten

      Nachdenken über Krebs

      Narrative einer Krankheit Im Sommer 2008 wurde bei Simon Sahner fälschlicherweise die Diagnose Knochenkrebs gestellt, dabei handelte es sich eigentlich nur um eine harmlose Erkrankung am Knie. Unerwartet entwickelte sich jedoch innerhalb von neun Jahren tatsächlich ein bösartiger Tumor an dieser Stelle, der mit Chemotherapien und einer Operation behandelt werden musste. Der Autor erlebte die Krankheit als etwas, das von Geschichten umgeben ist, von Mythen und Bildern, die sein Erleben dieser Zeit stark beeinflusst haben. In „Beim Lösen der Knoten“ geht Simon Sahner dem eigenen Erleben auf den Grund - der Unsicherheit vor der Diagnose, dem Schock, den die Krankheit auslöst, den Monaten der Therapie und dem Leben danach. Seine individuellen Erfahrungen verknüpft er dabei mit anderen autobiografischen und fiktionalen sowie dokumentarischen Erzählungen über Krebs.

      Beim Lösen der Knoten
    • „Schreiben war gut. Besser als die Gemeinschaft mit Menschen war, über sie zu schreiben, und dann nicht an ihnen haften zu bleiben, sondern weiterzuhüpfen wie die Kugel im Roulettekessel.“ Jörg Fauser. Ende der 1960er Jahre zeigt die Gruppe 47 erste Auflösungserscheinungen, während Hans Magnus Enzensberger den „Tod der Literatur“ beklagt. In kleinen Verlagen erscheinen die ersten Romane von Jürgen Ploog und Jörg Fauser. Zur gleichen Zeit trifft der Übersetzer Carl Weissner in New York City auf Allen Ginsberg und Diane di Prima sowie auf Charles Bukowski in Los Angeles. Unbemerkt vom literarischen Establishment entwickelt sich in der Bundesrepublik eine Strömung, die sich an der US-amerikanischen Beat- und Undergroundliteratur orientiert und gegen die „Fußgängermentalität“ der deutschen Nachkriegsliteratur anschreibt. Während Rolf Dieter Brinkmann amerikanische Gegenwartslyrik in größeren Verlagen publiziert, suchen Fauser, Ploog und Weissner im Underground nach Wegen, den Geist amerikanischer Highways und Großstadtdschungel in ihrem Umfeld zu finden. Diese Strömung zeigt sich als Nebenrichtung westdeutscher Literaturgeschichte und bildet zwischen 1960 und 1980 einen Gegenpol zur Literatur der Gruppe 47, geprägt von Authentizitätsdiskursen, Männlichkeitsritualen und einem Schreiben, das stets an die Grenzen gehen will.

      Gegen die Fußgängermentalität