Die Haftungsfrage bei Verkehrsunfällen beschäftigt Rechtswissenschaft und -praxis intensiv, dennoch sind viele damit verbundene Fragen nicht abschließend geklärt. Eine zentrale Problematik betrifft die Finanzierung von Kraftfahrzeugen, insbesondere wenn Halter und Eigentümer unterschiedliche Personen sind. Dies betrifft viele Fahrzeuge auf deutschen Straßen und wirft Fragen auf, die über den § 17 III 3 StVG hinausgehen, der zwar das Thema anspricht, jedoch keine endgültige Lösung bietet. Die Problematik zieht sich durch die gesamte Schadensabwicklung – von der Entstehung des Schadens über die außergerichtliche bis zur gerichtlichen Geltendmachung der Ersatzansprüche. Konflikte können bereits bei der Geltendmachung des Ersatzanspruchs im Innenverhältnis der Gläubiger oder im Außenverhältnis zum Schuldner entstehen. Die Arbeit beleuchtet die von der Rechtsprechung anerkannten Abrechnungsmethoden auf Reparaturkosten- oder Wiederbeschaffungsbasis und die umstrittene Eignung der §§ 741 ff. BGB für das Innenverhältnis einer Gläubigermehrheit. Zudem wird die Zurechnung von Betriebsgefahr und Mitverschulden behandelt, die bei fast jedem Verkehrsunfall relevant sind. Auch die gerichtliche Geltendmachung der Schadensansprüche wird thematisiert, da diese nicht immer gemeinsam durch beide Gläubiger erfolgen muss. Das Werk bietet praxisgerechte Lösungen für die chronologisch aufgearbeiteten Probleme der Schadensabwicklung.
Julian Arning Bücher
