Die Anthologie bietet eine umfassende Sammlung zentraler philosophischer Gedanken zur Grausamkeit, beginnend bei Aristoteles bis hin zu Nietzsche. Sie enthält zudem einen Überblick über die Diskussionen des 20. Jahrhunderts, was einen tiefen Einblick in die komplexe philosophische Auseinandersetzung mit der menschlichen Unmenschlichkeit ermöglicht. Diese Sammlung ist ein bedeutender Beitrag zur Reflexion über die ethischen und moralischen Dimensionen von Grausamkeit.
Dietrich Schotte Reihenfolge der Bücher



- 2023
- 2020
Gewalt ist, anders als andere Gegenstande der Philosophie, ein fester Bestandteil unseres Alltags, selbst wenn sie uns womoglich in erster Linie in den Nachrichten entgegen tritt. Aber wissen wir deshalb schon, was genau "Gewalt" ist? Das scheint auf den ersten Blick der Fall zu sein, wird auf den zweiten, philosophisch informierten Blick allerdings fraglich. Dieses Buch bietet eine kritische Untersuchung des Begriffs der Gewalt, wobei es auch die Begriffe der kollektiven und der institutionalisierten Gewalt intensiv diskutiert. So wird deutlich, dass diese Begriffe zwar in einem bestimmten Sinne "notwendig umstritten" bleiben - und sich dennoch hinreichend klar bestimmen lassen, um den haufig zu beobachtenden strategischen Missbrauch des Gewaltbegriffs aufzeigen und kritisieren zu konnen.
- 2015
Ernst H. Kantorowicz' The King's Two Bodies ist auf den ersten Blick nicht mehr als ein Beitrag zur Geschichte des Mittelalters mit einem Ausblick auf das Weiterwirken bestimmter mittelalterlicher Denkfiguren in der frühen Neuzeit. Die Lehre von den "Zwei Körpern des Königs", dem natürlichen wie dem politischen, scheint allerdings, wie Kantorowicz selbst es angedeutet hat, auf verschiedene Weise das Mittelalter und auch das Ende der Monarchie überlebt zu haben. Die hier versammelten Beiträge loten einerseits den Hintergrund von Kantorowicz' Studie aus und untersuchen andererseits einzelne, von Kantorowicz selbst nicht behandelte Herrschaftsbilder und -praktiken. Sie zeigen, dass die von Kantorowicz angestoßene Diskussion keineswegs verstaubte Mediävistik, sondern hochaktuell ist.